Sparkasse präsentiert Jahresbericht 2012

Stiftergemeinschaft Sparkasse Neckartal-Odenwald gegründet

Sparkasse Stiftung 1307 2

(Foto: pm)

Neckartal-Odenwald. (pm) „Nicht vorhersehbare Ereignisse, wie zum Beispiel Staatsschuldenkrisen, historische Tiefstände in der Zinsentwicklung und Euro-Rettungsschirm haben im vergangenen Jahr die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in ganz Deutschland eingetrübt. In diesem schwierigen Umfeld, das von vielen Unsicherheiten geprägt war, hat die Sparkasse Neckartal-Odenwald das Jahr 2012 erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund des stabilen Exports und der günstigen Situation auf dem Arbeitsmarkt war die konjunkturelle Entwicklung der Wirtschaft in unserer Region weiterhin gut. Vor diesem Hintergrund können wir mit Blick auf unser Haus ein solides Wachstum und eine insgesamt zufriedenstellende Geschäftsentwicklung verzeichnen. Die Sparkasse hat ihre gute Eigenkapitalsausstattung weiter gestärkt und weist eine positive Entwicklung des Kreditgeschäfts aus. Das Vertrauen der Kunden in die Sparkasse ist ungebrochen, dies wird durch die erneut gestiegenen Kundeneinlagen deutlich. Auch mit dem sich weiter im Vergleich zum Vorjahr verbesserten und dem Eigenkapital zugeführten Jahresergebnis sind wir zufrieden.

Um die Voraussetzung zu schaffen, das Gemeinwohl noch stärker zu fördern, haben wir im vergangenen Jahr die Stiftergemeinschaft Sparkasse Neckartal-Odenwald gegründet, die wir heute vorstellen und erläutern möchten.“ Mit diesen Worten eröffnete Sparkassendirektor Gerhard Stock, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neckartal-Odenwald und der Stiftergemeinschaft Sparkasse Neckartal-Odenwald, in Anwesenheit von Oberbürgermeister Michael Jann, Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Neckartal-Odenwald und stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Stiftergemeinschaft, und Sparkassendirektor Helmut Augustin, Vorstandsmitglied der Sparkasse und der Stiftergemeinschaft, das Pressegespräch, in dem er auch gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen zusammenfassend über das Geschäftsjahr 2012 der Sparkasse berichtete.

Die Stiftungen der Sparkassen-Finanzgruppe nehmen in der deutschen Stiftungslandschaft eine bedeutende Rolle ein. Mit über 736 Stiftungen ist die Sparkassen-Finanzgruppe die stifterisch engagierteste Unternehmensgruppe in Deutschland. Die Sparkassenstiftungen förderten im Jahr 2012 mit mehr als 77,5 Millionen Euro gemeinwohlorientierte Projekte in den verschiedensten Bereichen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität.

Um einen weiteren wesentlichen aktiven Beitrag gemäß des Kerngedankens der Sparkasse „Aus der Region für die Region“ zu leisten, hat die Sparkasse Neckartal-Odenwald im Jahr 2012 die Stiftergemeinschaft Sparkasse Neckartal-Odenwald errichtet.

Sie ist eine gemeinnützige, rechtlich selbständige Stiftung des bürgerlichen Rechts und untersteht der Aufsicht des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Das stifterische Handeln dieser Stiftergemeinschaft ist geprägt von der Verbundenheit mit den Menschen vor Ort und der Verantwortung, die sie in der Region übernimmt.

Es ist der Wunsch vieler, die gerne bereit sind, private Vermögenswerte für gemeinnützige Zwecke einzusetzen, sich im Rahmen einer Stiftung zu engagieren. Die Gründung einer eigenen rechtsfähigen Stiftung ist formal sehr aufwendig. Die Stiftergemeinschaft Sparkasse Neckartal-Odenwald bietet potentiellen Stiftern die Möglichkeit mit ihrem Vermögen dauerhaft bestimmte Förderziele in der Region zu unterstützen und sich dabei der Kompetenz der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Neckartal-Odenwald zu bedienen. Privatpersonen wird es somit auf einfachem Weg ermöglicht, mit ihren Zustiftungen das Gemeinwohl in verschiedensten Bereichen zu fördern. „Wir hoffen, dass diese einfache Möglichkeit von vielen Stiftungswilligen genutzt wird, um somit Gutes für die Region zu tun,“ so Stock.

Die Stiftungszwecke sind so breit gefächert, um den individuellen Wünschen einer gezielten Förderung gerecht zu werden.

Je nach Höhe bzw. dem Wert der Zustiftung kann der Stifter selbst bestimmen, wie und wo die Erträgnisse aus der Zustiftung verwendet werden sollen. Bei Zustiftungen ab 25.000 Euro kann der Stifter die Zustiftung einem bestimmten Zweck zuordnen und ab einem Betrag von 50.000,– Euro kann er zusätzlich den Namen des Stiftungsfonds bestimmen.

Selbstverständlich nimmt die Stiftung auch kleinere Zustiftungsbeträge oder Spenden an.  Anlass für Spenden können beispielsweise runde Geburtstage oder andere besondere Ereignisse („Spenden statt Geschenke!“) sein.

Der Stiftungsvorstand besteht aus dem Vorstandsvorsitzenden Gerhard Stock, als Vorsitzenden, Oberbürgermeister Michael Jann, als Stellvertreter und Vorstandsmitglied Helmut Augustin, als Mitglied des Vorstands. Zum Geschäftsführer wurde Abteilungsdirektor Clemens Throm berufen. Zudem wurde ein beratendes Kuratorium gebildet.

Die Sparkasse hat die Stiftung zunächst mit einem Stiftungsvermögen von 100.000 Euro errichtet und hat im Geschäftsjahr 2013 weitere 100.000 Euro dem Stiftungsvermögen zugestiftet. Weitere Zustiftungen in den Folgejahren sind vorgesehen.

Die Sparkasse Neckartal-Odenwald wird die Stiftung auch in den kommenden Jahren unterstützen und jährlich weitere Zuspenden leisten, die die Stiftung zur Erfüllung der Förderzwecke verwenden kann. Dadurch fließen allein in 2013 zusätzlich 100.000 Euro über die Stiftergemeinschaft Sparkasse Neckartal-Odenwald in die Region.

Die Stiftergemeinschaft fördert ausschließlich Aufgaben und Projekte im Geschäftsgebiet der Sparkasse Neckartal-Odenwald. Dabei liegt der Förderschwerpunkt auf Projekten, die in das gesamte Geschäftsgebiet wirken.

Die Stiftergemeinschaft Sparkasse Neckartal-Odenwald hat sich in diesem Jahr das Schwerpunktthema „Jugend- und Altenhilfe“ gesetzt. Förderfähige Einrichtungen können Anträge zur Förderung von Projekten stellen, die dieses Schwerpunktthema aufgreifen. Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet nach Prüfung der Stiftungsvorstand in Abstimmung mit dem Kuratorium.




Das Engagement für das Gemeinwohl ist bisher schon ein zentraler Bestandteil der Geschäftsphilosophie der Sparkasse. Die enge Verbundenheit der Sparkasse mit der Region zeigt sich somit auch in dem umfangreichen gesellschaftlichen Engagement der Sparkasse. Mit rund   750.000 Euro förderte die Sparkasse Neckartal-Odenwald im vergangenen Jahr kommunale, soziale und kirchliche Einrichtungen und Vereine mit Sach- und Geldspenden/ Sponsoringmaßnahmen ebenso wie Sport- und Kultureinrichtungen. Sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung in ihrer Region und wird weiterhin ihrer Verantwortung für die Region gerecht.

Die Geschäftspolitik der Sparkasse richtet sich seit jeher am Bedarf der Menschen vor Ort aus. Mit ihrem flächendeckenden Geschäftsstellennetz steht die Sparkasse überall in der Region in enger Verbindung mit ihren Firmen- und Privatkunden vor Ort. Anders als bei weltweit tätigen Finanzinstituten fließen die Einlagen der Kunden nicht in internationale Finanzmärkte, sondern in den Wirtschaftskreislauf der Region. Die von der Sparkasse im Wettbewerb erwirtschafteten Überschüsse bilden die Grundlage ihres Engagements für Menschen und Unternehmen in Geschäftsgebiet. Es geht um die dauerhafte Sicherung von Stabilität und Lebensqualität für die Menschen vor Ort. Dies hat schon immer die Geschäftsphilosophie der Sparkasse, die Ausgestaltung der Produkte und die Art und Weise, wie die Sparkasse den Dialog mit ihren Kunden pflegt, geprägt.    

 Nicht zuletzt unter diesem Gesichtspunkt kann die Sparkasse für das vergangene Geschäftsjahr eine positive Entwicklung vorweisen. Der Vorstandsvorsitzende erläuterte die zugrundeliegenden Geschäftszahlen 2012 der Sparkasse Neckartal-Odenwald. Er führte aus, dass die Bilanzsumme der Sparkasse zum Jahresende 2,131 Milliarden Euro betrug und sich damit geringfügig erhöht hat. „Wir wollen auch weiterhin, dass unsere Bilanzsumme vom Kundengeschäft getragen wird“, so Stock. 

Auch die Kundeneinlagen stiegen in 2012 erneut an. Der Gesamtbetrag der Einlagen belief sich zum Jahresende auf 1,532 Milliarden Euro. „Trotz Finanzkrise, die ihren Höhepunkt im Herbst 2008 erreichte, konnte die Sparkasse ihre Kundeneinlagen in den vergangenen Jahren stetig steigern. Der größte Zuwachs ist somit bei den Sicht- und Termineinlagen festzustellen. 

Obwohl die Kunden wegen der Niedrigzinsphase immer stärker überlegen, ob sie nicht lieber beispielsweise investieren statt zu sparen, fiel die Geldvermögensbildung positiv aus. Zu verstehen ist darunter die Zusammenfassung von bilanziellem und außerbilanziellem Geschäft. 

„Die Sparkassenkunden waren auch 2012 bei Wertpapieren noch zurückhaltend. Trotzdem können wir ein zufriedenstellendes Wertpapier- und Investmentgeschäft verzeichnen und erwarten, dass aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase das Interesse an Wertpapieren leicht zunimmt“, so Stock. Die Kunden kauften und verkauften für rund 129 Millionen Euro Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Investmentanteile. Insgesamt haben die Zuwächse bei den Kundeneinlagen aber die Rückgänge im Wertpapiergeschäft kompensiert, was durch die bereits erwähnte Geldvermögensbildung deutlich wird.  

Zusammen mit ihrem zuverlässigen Partner Deka, der Kapitalanlagegesellschaft der Sparkassen, war die Sparkasse im Investmentbereich ebenso wieder erfolgreich. Die Werte in den Wertpapierdepots der Kunden, die von der Sparkasse selbst, aber auch von der Deka verwaltet werden, beliefen sich auf 309 Millionen Euro.

Auf das Kundenkreditgeschäft ging Sparkassendirektor Augustin ein: „Die Sparkasse ist überall in der Region nah bei ihren Kunden. Das ermöglicht es ihr, Risiken adäquat einzuschätzen und wirtschaftlich tragfähige Investitionen zu finanzieren. Zudem machen Sparkassen – auch mit staatlichen Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – maßgeschneiderte Finanzierungen für den Mittelstand. Dies ist für die regionale Wirtschaft von großem Vorteil.“

Obwohl 2012 anders als 2011 kein großes Aufschwungsjahr mehr war, sondern die Wachstumsdynamik sich abgeschwächt hat, konnten sich die Unternehmen in der Region dabei auf die Sparkasse verlassen. Der Mittelstand in der Region steht nach wie vor gut da, auch wenn das wirtschaftliche Umfeld schwieriger geworden ist. Den Unternehmen stehen verlässliche Finanzpartner zur Seite, damit bleiben diese der Wirtschaftsmotor für die Region. An dieser Entwicklung haben die Sparkassen mit ihrem dezentralen Geschäftsmodell einen großen Anteil.  

„Das Kreditvolumen konnte im Vergleich zum Vorjahr auf 1,072 Milliarden Euro gesteigert werden. Insbesondere bei den Unternehmenskrediten erhöhte sich der Bestand.

Den privaten und gewerblichen Kunden wurden im Jahr 2012 insgesamt rund 193 Millionen Euro an neuen Krediten zugesagt. Der größere Anteil entfiel auch bei den Zusagen auf Unternehmen und Selbständige. 

Der Gesamtbetrag aller Darlehensauszahlungen liegt zum Jahresende bei 189 Millionen Euro. 76 Millionen Euro entfallen auf den privaten Wohnungsbau. Rund 13 Millionen Euro wurden für die Finanzierung von Neubauten verwendet, zusätzlich 6,5 Millionen Euro für die Finanzierung von Fotovoltaikanlagen.

Das Interesse der Bürger am Eigenheim ist stets hoch geblieben. Im Neckar-Odenwald-Kreis stieg die Nachfrage im Wohnbau – im Bereich Gebäude – für 2012 laut Statistischen Landesamt Baden-Württemberg auf 174 Baugenehmigungen. Bevorzugt werden wie bereits in den vergangenen Jahren Finanzierungen für Gebrauchtimmobilien und Energetische Sanierungen.

Gerade im Bereich der Energetischen Sanierung werden von der Sparkasse Förderprogramme der KfW angeboten. Insbesondere zur Finanzierung von Investitionen, die dem Klimaschutz dienen, stehen verschiedene KfW-Förderprogramme zur Verfügung. „Klimaschutz“ steht dabei sowohl für Maßnahmen der Energieeffizienz als auch für den Einsatz erneuerbarer Energien. Förderangebote dieser Art gibt es für Firmen- und für Privatkunden.

„Auf ein deutlich verbessertes Jahresergebnis in Höhe von 2,137 Millionen Euro, das der Sicherheitsrücklage, also dem Eigenkapital, zugeführt werden konnte,“ wies Vorstandsvorsitzender Stock hin. Die Eigenkapitalquote der Sparkasse Neckartal-Odenwald beläuft sich nunmehr auf ca. 16 Prozent. Damit werden bereits heute deutlich die ab 1. Januar 2014 neu geltenden Eigenkapitalanforderungen übertroffen.

Mit ihren Geschäftsstellen in allen Städten und Gemeinden der Region ist die Sparkasse gut erreichbar. Jeder findet eine Sparkassengeschäftsstelle ganz nah bei seinem Wohn- oder Arbeitsort. Mit 4 Hauptstellen, 41 weiteren Geschäftsstellen und 6 Automaten- bzw. SB-Geschäftsstellen stehen für die Kunden der Sparkasse 49 Bargeldautomaten, 63 Kontoauszugsdrucker und 17 Überweisungsterminals flächendeckend über das gesamte Geschäftsgebiet verteilt zur Verfügung.  

„Am 31. März 2012 trat die SEPA-Migrations-Verordnung in Kraft (SEPA = Single Euro Payments Area = einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum). Damit verändert sich ab dem 1. Februar 2014 der bargeldlose Zahlungsverkehr in Deutschland, innereuropäische Überweisungen und Lastschriften in Euro dürfen nur noch als SEPA-Aufträge abgewickelt werden. Alle Überweisungen und Lastschriften in Euro werden dann nach europaweit einheitlichen Verfahren ausgeführt. Die Sparkasse Neckartal-Odenwald bietet die SEPA-Zahlverfahren bereits an, die SEPA-Überweisung seit 2008 und die SEPA-Lastschrift seit 2010. Der Wechsel auf sie SEPA-Zahlverfahren wird für die meisten Privatkunden fast unbemerkt stattfinden. Für Unternehmen, Kommunen und Vereine wird dagegen der Übergang auf SEPA je nach Nutzungsumfang arbeitsintensiver sein. In diesem Umstellungsprozess begleitet die Sparkasse ihre Kunden sehr eng.

Die Sparkasse zählt in der Region weiterhin zu den wichtigsten Arbeitgebern. Sie ist flächendeckend überall mit ihren Geschäftsstellen vertreten. Damit stellt sie in der Region hochqualifizierte Arbeitsplätze zur Verfügung. Zum Jahresende waren bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald 556 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl beinhaltet 47 Auszubildende, von denen im vergangenen Jahr 14 ihre Ausbildung begonnen haben. Die Sparkasse Neckartal-Odenwald hat in den letzten Jahren ihr Ausbildungsplatzangebot auf hohem Niveau gehalten und blickt wieder auf ein gutes Ausbildungsjahr 2012 zurück.  Die Ausbildungsquote bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald liegt mit 12 Prozent weiterhin über der Quote, das heißt dem Anteil der Auszubildenden an den bankspezifisch Beschäftigten bei den baden-württembergischen Sparkassen von 11,2 Prozent. 

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