Zukunftskonzepte mit Bürgern erarbeiten

SPD-Kreistagsfraktion in Klausur

Neckar-Odenwald-Kreis . (pm) „Mit besserer Vernetzung und Kommunikation erreichen wir eine stärkere Beteiligung aller Betroffenen , die Entwicklung eines gemeinsamen Zukunftskonzeptes und eine bessere Vermarktung unseres Neckar-Odenwald-Kreises“, mit diesen Worten fasste  die SPD-Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann ein Teilergebnis der Klausurtagung der Fraktion zusammen.

Eines der Hauptthemen war der inzwischen viel diskutierte demografische Wandel  mit all seinen schwierigen Auswirkungen, aber auch mit seinen Chancen. Aufgabe des Kreistages  ist es, nicht nur über die Kreisumlage zur Finanzierung der notwendigen Aufgaben zu entscheiden,  sondern die Menschen im Kreis dazu zu motivieren Ideen zu entwickeln und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. Kreisrätin und MdB Dr. Schlegel forderte:„Nicht die finanzielle Not oder die stetige Abwanderung insbesondere der jungen Generation darf uns zum Handeln veranlassen, sondern wir wollen gemeinsam eine besonders gute soziale Infrastruktur für den Neckar-Odenwald-Kreis schaffen.“

Kreisrat Joachim Mellinger nannte unter anderem: “Einrichtungen für Junge und Senioren, für Familien und Einzelne,  Barrierefreiheit, Bürgerbusse ,Mehrgenerationenhäuser und Weiterentwicklung des Tourismus“  und regte die Aufnahme in das LEADER-Programm an. Auch eine  einladende Willkommenskultur für Zuwanderer  und die Aufnahme von asylsuchenden Menschen ist wichtig, damit die Menschen hier im Kreis bleiben und qualifizierte Arbeit aufnehmen. Dazu müssen sie durch ein vielfältiges Angebot befähigt werden. „Gute Arbeitsplätze gibt es bei uns genügend  und im Handwerk und in unseren mittelständischen Unternehmen werden Fachkräfte gesucht.“ , stellte Ralf Schnörr fest.




Das müssen wir besser bewerben und die besonderen Vorteile unseres Kreises hervorheben: So sind z.B. unsere Angebote  beim Wohnen wesentlich günstiger und für Familien großzügiger als im städtischen Raum.„Aber ohne eine offene Diskussions- und Willkommenskultur werden wir  weder bei Fachkräften für die Pflege und in anderen sozialen Bereichen noch bei der die Wirtschaft  ausreichend Zuzüge erreichen“

Ebenfalls wichtig für ein Zukunftskonzept des Kreises ist der Themenbereich Abfallentsorgung, Energiegewinnung und Energieeffizienz. So ist der „Bauschutt des KWO“ ist ein aktuelles Beispiel dafür, dass sehr früh Bürgerinnen und Bürger ausreichend informiert und über das Wohl und Weiter ihrer Heimat mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen wollen. „Ähnliches gilt für die Umwandlung ehemaliger militärischer Flächen und Gebäude im Landkreis, oder die Anlage von Windparks und Energieplantagen“ stellte Kreisrat Norbert Schneider fest. Mitwirkung bedeutet zwar, dass manche Entscheidung nicht so schnell getroffen wird, dafür aber möglicherweise die beste und konsensfähige Lösung verwirklicht werden kann. Der Landkreis verfügt zwar nicht über große finanzielle Mittel, dafür aber über eine engagierte Bevölkerung, die sich ideenreich und zukunftsorientiert für den ländlichen Raum einsetzt und zur Gestaltung  der Kreises beitragen will.

Die SPD-Kreistagsfraktion macht sich dafür stark, auch die Idee der „Restmüllfreien Abfallwirtschaft“ durch die „trockene Wertstofftonne“ großflächiger zu vermarkten und nach außen zu tragen. „Vermarkten wir die besten Ideen, denn Bekanntheit erhöht die Attraktivität des Kreises und damit aller unserer Gemeinden, der Unternehmen und der Vereine.“

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