„Junge Generation muss Europa aktiv leben“

EU-Schulprojekttag an der Ludwig-Erhard-Schule in Mosbach

Mosbach. (pm) Die bundesweite Initiative des EU-Schulprojekttages gibt Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit mit ausgewiesenen Experten zur Thematik ins Gespräch zu kommen. Der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern soll das Interesse dieser an Europa und der Europäischen Union wecken oder im Idealfall vertiefen. Aus diesem Anlass und auf Einladung von Schulleiter Ralf Trabold OStD besuchte der Erste stellv. Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Peter Hauk MdL die Ludwig-Erhard-Schule um dort mit den 12ten Klassen des Wirtschaftsgymnasiums zu diskutieren.

„Europa und die europäische Union ist facettenreich wie ihre Entstehung an sich. Das Fundament dieser Erfolgsgeschichte rund um die Europäische Union ist für viele Menschen, auch im positiven Sinne aufgrund der zeitlichen Distanz, nicht mehr nachvollziehbar“, eröffnete Peter Hauk MdL in seinen einleitenden Worten. „Denn für die junge Generation ist die EU teils selbstverständlich. Das ist auch gut so und zeigt, dass der europäische Gedanke sichtlich fruchtet. Dass aber die Europäische Union das Produkt zweier Weltkriege ist, darf man bei allen Problemen heutiger Tage nie vergessen. Ohne die EU wären der Frieden, die Freiheit und auch die Freizügigkeit innerhalb Europas nicht gegeben“, fügte Hauk hinzu. Besonderen Wert legte Peter Hauk auf die Darstellung der wirtschafts- und finanzpolitischen Entscheidungen der EU, da diese in Kongruenz zum Unterricht am Wirtschaftsgymnasium der LES sind.“ Einige wichtige Mechanismen der Europäischen Union, beispielsweise die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank, stärken diese in ihrer Verfasstheit. „Auch der Wettbewerb an sich stellt, speziell für Deutschland, einen immens hohen Stellenwert dar. Ohne die EU ist Deutschland, trotz seiner hervorragend funktionierenden Wirtschaft, nur ein kleiner Fleck im globalen Markt, circa 3%. Aber der Staatenbund steigert die Attraktivität Europas als Wirtschaftsgebiet“, so Hauk. Dass Wirtschaft schon immer ein starker Faktor im europäischen Zusammenhalt darstellte, zeigt die Geburtsstunde der damaligen Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) als Vorgängerorganisation der heutigen EU.

Im Anschluss an die Ausführungen von Peter Hauk MdL waren die Schüler gefragt ihre Anregungen und Fragen Kund zu tun. Großes Interesse war an der Thematik rund um die Flüchtlingsströme aus Afrika zu erkennen. Peter Hauk verwies hierbei auf die humanitäre Pflicht der EU und auch Deutschlands, weshalb auch Deutschland mit die meisten Flüchtlinge und Asylbewerber aufnimmt. „Unser christliches Menschenbild verpflichtet uns den Schwächeren zu helfen. Trotzdem muss man das Problem in Afrika lösen. Die Auszahlung von Geldern an die Flüchtlinge hilft ihnen wenig, sondern damit wird die Arbeit der Schlepper nur gefördert. Dieser Ansatz erscheint mir nicht der Richtige“, so Hauk. Unverständnis äußerten die Schülerinnen und Schüler über die Darstellung Deutschland, speziell von Seiten griechischer Medien, im Zusammenhang mit immer noch anhaltenden Finanzkrise in Griechenland. „Finanzfragen sind auch immer Fragen des Vertrauens. Das Vertrauen in Griechenland wird von der momentanen Regierung strapaziert. Deutschland als ‚Bösen‘ darzustellen, kommt vielen gelegen – ähnlich passierte dies vor einigen Monaten in Großbritannien. „Ich bin mir sicher, dass Griechenland diese Krise bewältigt. Dass es möglich ist, zeigt das Beispiel Irland, denn auch dort hat man nach einiger Zeit eingesehen, dass die Finanzdisziplin ein entscheidender Faktor im Staatshaushalt ist“, betonte Hauk vor den knapp 50 Schülern.

„Man sollte im Zusammenhang mit Europa primär immer die Chancen dieses Projekts erkennen. Der Friedensnobelpreis im Jahr 2012 bestätigt die grundsätzliche Notwendigkeit dieses Gemeinschaftsprojekts. Wichtig ist, dass die junge Generation diese Chancen erkennt und diese in kommenden Jahrzehnten aktiv lebt“, so fasste Peter Hauk MdL den Sinn der EU-Schulprojekttage im Beisammensein von stellv. Schulleiter Johannes Zimprich zusammen und hoffte, dass den Schülerinnen und Schülern der Austausch auch Spaß und Freude bereitet habe.

MdL Peter Hauk an der LES Mosbach

(Foto: pm)

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