Brandstifter müssen ins Gefängnis

Höpfingen/Mosbach. (ots) Im Strafverfahren vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Mosbach wurden zwei Brüder wegen besonders schwerer Brandstiftung und der Beihilfe zu einem versuchten Betrug in einem besonders schweren Fall sowie der Anstiftung zu einer besonders schweren Brandstiftung und einem versuchten Betrug in einem besonders schweren Fall zu fünf Jahren Haft verurteilt.

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Das Gericht hielt es für erwiesen, dass die 43- und 56-jährigen Angeklagten sich folgendermaßen strafbar gemacht hatten.

Der 43-jährige Angeklagte habe am 30.12.2014 das Einfamilienhaus seines mitangeklagten 56-jährigen Bruders in Höpfingen mittels Ottokraftstoff in Brand gesetzt. Das Haus sei durch den Brand nahezu vollständig zerstört worden. Es sei ein Sachschaden von ca. 175.000 Euro entstanden. Der Angeklagte sei von seinem mitangeklagten Bruder zur Begehung der Tat beauftragt worden.

Der 56-jährige Angeklagte habe dann die zuständigen Mitarbeiter der Hausrats- und Gebäudeversicherung darüber täuschen wollen, dass durch den Brand ein Versicherungsfall vorliegt, um sich so in den Genuss der Versicherungssumme zu bringen. Davon habe auch sein Bruder Kenntnis gehabt. Die Versicherungssumme, die nicht zur Auszahlung gebracht worden ist, habe ca. 410.000 betragen.

Der 43-jährige Angeklagte habe sich daher einer besonders schweren Brandstiftung in Tatmehrheit mit einer Beihilfe zu einem versuchten Betrug in einem besonders schweren Fall, der 56-jährige Angeklagte habe sich einer Anstiftung zur besonders schweren Brandstiftung im Tatmehrheit mit einem versuchten Betrug in einem besonders schweren Fall schuldig gemacht.

Die 1. Große Strafkammer, besetzt mit dem Vizepräsidenten des Landgerichts Dr. Alexander Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen, haben beide Angeklagte wegen besonders schwerer Brandstiftung zu jeweils einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

Im Termin waren neun Zeugen vernommen worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Verurteilung beider Angeklagter zu einer Freiheitsstrafe von jeweils sieben Jahren und der Verteidiger die Freisprechung der Angeklagten beantragt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da die Angeklagten Revision eingelegt haben.

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