Egon Hassbecker „Haspelgasse 12 in Heidelberg“

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Haspelgasse 12 in Heidelberg: Erinnerungen eines Bildersammlers

Waldbrunn/Heidelberg. (pm) Egon Hassbecker (1924–2013), in Leipzig geboren, durchlitt als junger Soldat Krieg und russische Kriegsgefangenschaft. Nach schwierigen Jahren der Entwurzelung, Krankheit und Neuorientierung eröffnete er 1965 in Eberbach am Neckar die (Hinter-) Hofbuchhandlung, die bald auch zur Galerie wurde. Hassbecker entdeckte für sich die Kunst der Außenseiter, die ohne akademische Vorbildung ursprüngliche Kunstwerke schufen.

Auf vielen Reisen, vor allem in das östliche Europa und nach Italien, trug er eine ungewöhnliche Sammlung „primitiver Malerei“ zusammen. Diese Gemälde und Zeichnungen sind seit 1980 in einem prachtvollen barocken Palais in der Haspelgasse 12 in Heidelberg beheimatet. Das Museum Haus Cajeth, ein würdiger Nachbar der Heidelberger „Sammlung Prinzhorn“, präsentiert seither die Künstler einer heimlichen Moderne.

Der Buchhändler Egon Hassbecker, ein leidenschaftlicher Gärtner und Erzähler, begann 2000 seine Autobiografie zu schreiben, an der er bis zu seinem Tod im Oktober 2013 gearbeitet hat. Die Erinnerungen des Bildersammlers erzählen vom beispiel- haften Schicksal eines Menschen des 20. Jahr- hunderts, den die Kriegserlebnisse nachhaltig geprägt haben. So wird die Autobiografie zum Plädoyer für die Menschlichkeit und für die Beschäftigung mit der Natur als Kunst und der Kunst als Natur, die gemeinsam fast alle Wunden zu heilen vermögen.

Egon Hassbecker lebte bis zu seinem Tod im Waldbrunner Ortsteil Mülben, wo er rund um sein Eigenheim in der Simmesstraße auch seinem Hobby, der Staudenzucht nachging.

 Egon Hassbecker 2005

Unser Foto zeigt Egon Hassbecker im Jahr 2005 in seinem geliebten Garten in Mülben. (Foto: Archiv/Hofherr)

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Egon Hassbecker – Haspelgasse 12 in Heidelberg

Erinnerungen eines Bildersammlers

559 S., geb. mSchU, 145 × 210 mm, s/w- und Farbabb.
ISBN 978-3-945424-24-7 24,95 Euro

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