Schlotfeger übernehmen die Macht


(Foto: pm)

Seckach. (lm) Trockenen Fußes hat die FG Seggemer Schlotfeger unter Leitung von Vorstandsvorsitzenden Alexander Winter und Sitzungspräsident Christian Schneider, unterstützt von den Garden, Elferrat und Jungelferrat, in Seckach die Macht übernommen und Bürgermeister Thomas Ludwig für fünf Tage „in Pension geschickt“. Im Großen und Ganzen konnte sich das Gemeindeoberhaupt damit gut arrangieren, vor allem auch, weil ihm SEIN Musikverein unter Stabführung von Martin Heß diese närrische Entmachtung mit viel Musik versüsste.

Dennoch mahnte er an: „Also lasst die Schlotfeger spüre, dass ihr wirklich tud regiere, statt nur zu schneide freche Grimasse und zu greife in die Gemeindekasse!“ Doch ob es dem Elferrat mit seinen Garden gelingen wird, in der verbleibenden kurzen fünften Jahreszeit neben der Organisation der Narretei auch noch die Bühne im Narrentempel reparieren zu lassen, dürfte fraglich sein.

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Tatsächlich plagten Christian Schneider ganz andere Probleme, während ihm der Zirkus um Brangelina ziemlich „vorbei“ ging, bedauerte er doch das Ableben von so viel Promis im vergangenen Jahr, empfahl Trump „sich zu verpissen“, der Jugend die Glotze auszumachen und sich wieder mehr der echten Bildung zu widmen, dem türkischen Sultan Erdogan mehr Spaß und Toleranz und Grabschern aller Nationen „von unsre Fraue – Finger weg!“. Im heimischen Seggi meckerte er zwar den entmachteten Bürgermeister an, weil dieser so inbrünstig in Aichelze deren Schlager

„Wenn die Sonne versinkt hinter Seggi, isch’s in Aichelze noch glockehell“ von der Bühne geschmettert hatte, doch ansonsten blieb er ausschließlich beim Jahresmotto: „Wo sen mern do heut no geroode, schier hätte mer uns ausgezooche. Do wurd de Hallebode BLAU saniert. Häm mir uns etwa ins Schwimmbad verirrt?“

Mit viel Geschunkel und unterstützt vom Musikverein Seckach, den Seggemer Schlotfegern, Aichelzer Schnäischittlern, Zimmermer Fugschelöcher, Getzemer Narre, Sattelbacher Ratze und der FG Neckario Neckarelz „diskutierte“ man die Themen im bis auf den letzten Stehplatz besetzten Rathaus-Foyer aus und versprach Lösungen.

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