Koksender Todesfahrer muss ins Gefängnis

(Symbolbild)

Wertheim.  (pm) Vor dem Amtsgericht Wertheim musste sich heute 25-jährigen Angeklagter verantworten, der am 09.11.2016, gegen 18.14 Uhr mit seinem Pkw Audi RS 4 Avant die vorfahrtsberechtigte Vockenroter Steige/Nassiger Straße von Wertheim kommend in Richtung Reinhartshof befahren hat. Kurz vor der Einmündung hatte er verbotswidrig von rechts über die Rechtsabbiegespur einen vor ihm befindlichen Pkw überholt. Nach dem Überholvorgang ist der Angeklagte, ohne den Blinker zu setzen, wieder auf die geradeaus führende Fahrbahn eingeschert und hat sein Fahrzeug auf mehr als 100 km/h beschleunigt, obwohl die erlaubte Geschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt gewesen ist. Dieses Fahrverhalten hatte zur Folge, dass der von rechts aus dem Reinhartshof mit seinem Pkw Golf einfahrende Geschädigte die Situation falsch eingeschätzt hat und trotz Wartepflicht auf die Kreuzung eingefahren ist, um nach links abzubiegen. Im Kreuzungsbereich sind das Fahrzeug des Angeklagten und des Geschädigten zusammengestoßen. Der 19-jährige Fahrer des Golfs wurde durch den Aufprall tödlich verletzt (NZ berichtete). Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit wäre der Unfall für den Angeklagten vermeidbar gewesen, so das Gericht. Da der Angeklagte zum unter dem Einfluss von Kokain stand, war seine Fahrweise und Reaktionsfähigkeit beeinflusst. Eine Blutentnahme nach dem Unfall hatte einen Wert von 377ng/ml Benzoylecgonin ergeben.

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Das Amtsgericht Wertheim verurteilte den Todesfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung. Dem Angeklagten wurde außerdem die Fahrerlaubnis entzogen und eine Sperrfrist für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis von 24 Monaten festgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten mit Bewährung beantragt. Die Nebenklage hatte eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren gefordert. Die Verteidigung hat eine Verurteilung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen und ein Absehen von Führerscheinmaßnahmen beantragt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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