Fünf Preise beim Känguru-Wettbewerb

Auf dem Bild zu sehen die Gewinner und zwei der unterrichtenden Mathematiklehrkräfte. (Foto: privat)

Eberbach.   (pm) 48 Schülerinnen und Schüler des Hohenstaufen-Gymnasiums Eberbach haben dieses Jahr beim „Känguru der Mathematik – Wettbewerb“ teilgenommen. Gleich fünf Schülerinnen und Schüler wurden mit einem Preis ausgezeichnet. So haben Alina Probst, Melanie Heß und Samuel Luck deutschlandweit einen dritten Preis erreicht. Eliah-Joel Wieser schaffte sogar deutschlandweit einen zweiten Preis und Janne Ulrich gewann einen herausragenden ersten Preis.

Zur Erläuterung: Die Anzahl der Preise wird für jede Klassenstufe getrennt festgesetzt, prozentual jeweils gleich. Erste Preise erhalten pro Klassenstufe etwa die besten 0,85 Prozent der Teilnehmer, zweite Preise gibt es etwa für die nächsten 1,7 Prozent und dritte Preise etwa für die nächsten 2,55 Prozent, sodass rund 5 Prozent der Teilnehmer einen Preis erhalten.


Der Känguru-Wettbewerb wird deutschlandweit von der mathematischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin initiiert und finanziert sich selbst. In diesem Jahr nahmen in Deutschland etwa 11.250 Schulen und über 910.676 Schülerinnen und Schüler teil. Diese Zahlen verdeutlichen am allerbesten, welch großen Erfolg unsere Gewinner erzielen konnten.

Es handelt sich um einen Multiple-Choice-Wettbewerb mit vielfältigen Aufgaben zum Knobeln, Rechnen und Schätzen, der vor allem Freude an der Mathematik wecken soll. Die Idee stammt von Peter O’Holloran, einem Mathematiklehrer aus Sydney. 1978 startete der Test in Australien gleich mit 120.000 Schülern. Die Aufgaben sind dabei in der Regel so aufgebaut, dass sie zum Teil mit den bereits erworbenen Grundkenntnissen aus dem Mathematikunterricht gelöst werden können und zum Teil ein tieferes mathematisches Verständnis abfragen.

Neugierig geworden? Hier ist eine Aufgabe aus dem Wettbewerb:
„Jedes Jahr 350 Sonnentage!“ liest Petru in der Anzeige eines Hotels. Er beschließt, 2019 dort Urlaub zu machen.

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Wie viele zusammenhängende Tage muss Petru – wenn man der Werbung glaubt – dort mindestens verbringen, um garantiert zwei aufeinanderfolgende Sonnentage dabei zu haben?
17, 21, 31, 32 oder 35 Tage.
Lösung: Wenn es 350 Sonnentage gibt, gibt es 2019 schlimmstenfalls 365 – 350 = 15 Wolkentage.
Würde Petru 31 oder weniger Tage Urlaub dort verbringen, so könnten sich im ungünstigsten Fall mit einem Sonnentag beginnend Sonnen- und Wolkentage abwechseln, S-W-S-W-S-W…, sodass es keine zwei aufeinanderfolgenden Sonnentage gibt. Bliebe Petru aber 32 Tage, so würde er auf jeden Fall zwei aufeinanderfolgende Sonnentage dabeihaben. Wäre das nicht der Fall, so wäre von Tag 1 und Tag 2 mindestens einer ein Wolkentag und ebenso von Tag 3 und Tag 4, Tag 5 und Tag 6, …, Tag 31 und Tag 32. Dann gäbe es aber mindestens 16 Wolkentage, also mehr als die Werbung verspricht. Petru muss also mindestens 32 Tage dort verbringen.
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