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Abiturjahrgangs 2026 am APG verabschiedet
Von Claudia Schmidt
Mosbach. Mit einem würdigen Festakt in der glanzvoll geschmückten Pattberghalle feierte das Auguste-Pattberg-Gymnasium Mosbach seine diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten. Schulleiter Dr. Thomas Pauer freute sich, entsprechend dem Abimotto „Ferrabi – nach 13 Runden endlich am Ziel“ 65 erfolgreiche, leistungsorientierte und ambitionierte junge Menschen in einen neuen Lebensabschnitt zu entlassen.
Der Ferrari stehe, so führte Dr. Thomas Pauer in seiner Rede aus, nicht nur für Geschwindigkeit, sondern in erster Linie für Mut, Ehrgeiz, Beharrlichkeit und den Willen, neue Wege zu gehen. „Diese Fähigkeiten habt ihr in reichem Maße bewiesen.“ Das Abiturzeugnis trage nicht zufällig die traditionelle Bezeichnung ‚Reifezeugnis‘: Es bescheinige weit mehr als fachliche Leistungen, es stehe zugleich für persönliche Entwicklung, gewachsene Eigenverantwortung und die Fähigkeit, den Herausforderungen des weiteren Lebenswegs mit Urteilsvermögen und Weitblick zu begegnen.
„All das zeichnet unseren Abiturjahrgang 2026 aus“, unterstrich der Schulleiter. Als besondere Momente, die Stolz, Freude und Dankbarkeit miteinander verbanden, gestaltete sich die Ausgabe der Abiturzeugnisse, die Dr. Pauer zusammen mit den Tutorinnen und Tutoren OStR Dominik Weber, StR Jan-Marco Schäfer, OStRin Isabel Maceda und StDin Claudia Schmidt vornahm. „30 Prozent unserer Abiturientinnen und Abiturienten haben ein Einser-Abitur, dazu durften wir zweimal die Traumnote 1,1 vergeben.“
Tobias Merkle, der aus den Händen seines Deutschlehrers OStR Dominik Weber den Scheffelpreis erhielt, stellte sich in seiner Rede einer Kernfrage, dem Sinn und Zweck von Literatur und damit des Deutschunterrichts: „Im thematischen Zentrum jeder Form von Literatur stehen immer Überlegungen zu gewissen Welt- und Menschenbildern.
Somit werden zahlreiche existentielle Fragestellungen behandelt, die sowohl das Mensch-Sein an sich als auch unser aller Zusammenleben in ihrem Kern hinterfragen. Eben diese Problematiken sind es, die jeden einzelnen Menschen betreffen.“
Dabei schenke uns die Literatur keine vorgefertigten, absoluten Antworten. „Sie fungiert nicht als sturer Wegweiser, der uns geradlinig in Richtung der angeblich höchsten Lebensweisheiten steuert, sondern vielmehr als eine Landkarte der philosophischen Ansichten. Dabei werden Fragen aufgeworfen, die wir uns im Alltag wohl kaum stellen. Man wird mit neuen Perspektiven und Positionen konfrontiert, die nicht den eigenen entsprechen und kann dadurch den eigenen Horizont erweitern.
Gerade in einer Zeit, in der schnelle Urteile und einfache Antworten nahezu allgegenwärtig erscheinen, liegt hierin eine kaum zu überschätzende Stärke der Literatur.“ Abschließend kehrte er zu seiner Ausgangsfrage zurück, was den Wert guten Deutschunterrichts ausmache: Er beginne, „wenn Texte uns dazu bringen, die Welt anders zu sehen.“
Schulleiter Dr. Thomas Pauer konnte darüber hinaus mit den jeweiligen Fachlehrerinnen und Fachlehrern eine große Zahl von Preisträgerinnen und Preisträgern auszeichnen: Preise für besondere Leistungen (Abiturschnitt 1,1 – 1,5) erhielten Maja Eileen Frank, Emma Ruffler (beide 1,1), Emma Sahrbacher, Tobias Merkle (beide 1,2), Nele Böhning, Leni Grundmann (beide 1,3), Maja Neuberger, Nora Müller (beide 1,4), Sinja Eidenpentz, Ole Lichtenfels, Luca Teller (alle 1,5).
Mit einem Lob für besondere Leistungen (Abiturschnitt 1,6 – 1,9) wurden Noah Müller, Chilia Ulrich (alle 1,6), Hannes Rößler (1,7), Sebastian Hardt, Nico Jurai, Hannes Petry, Jakob Friedrich Ritter, Aurelia Schwab (alle 1,8), Arwen Haas, Luisa Wacker (beide 1,9) ausgezeichnet.
Den Scheffelpreis für hervorragende Leistungen im Fach Deutsch durfte Tobias Merkle in Empfang nehmen (s. o.). Von der Gesellschaft Deutscher Chemiker für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet wurden Maja Eileen Frank, Emma Sahrbacher und Luca Teller. Den Mathematikpreis des Deutschen Mathematiker-Vereinigung erhielten Maja Eileen Frank und Luca Teller.
Den Buchpreis für hervorragende Leistungen im Fach Französisch durften Maja Eileen Frank und Emma Ruffler entgegennehmen. Leni Grundmann wurde für ihre exzellenten Leistungen im Fach Englisch ausgezeichnet. Besonders geehrt für ihre hervorragenden Leistung im Fach Spanisch wurden Emma Ruffler und Chilia Ulrich.
Den Preis für das beste Abitur im Basisfach Deutsch erhielt Maja Eileen Frank. Hannes Rößler erhielt den Buchpreis für seine herausragenden Leistungen im Fach Wirtschaft. Die Urkunde des Verbands der Historikerinnen und Historiker Deutschlands e. V. nahm Nora Müller in Empfang. Für ihre hervorragenden Leistungen im Fach Gemeinschaftskunde wurden Leni Grundmann (Preis der Landeszentrale für politische Bildung) und Emma Sahrbacher (Preis des Vereins der Sozialpolitik) ausgezeichnet. Die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille, verliehen vom Regierungspräsidium Karlsruhe, nahm Ole Lichtenfels für seine hervorragenden Leistungen im Fach Sport entgegen.
Den Sonderpreis des Förderkreises des Auguste-Pattberg-Gymnasiums, bestehend aus der Urkunde und einem Geldpreis in Höhe von 150€, vergab die Erste Vorsitzende des Förderkreises, Silke Rieger, zweimal: an Maja Eileen Frank und Emma Ruffler (beide 1,1). Das Ergebnis beweise die Ausdauer, Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft und konsequente Arbeit der beiden Abiturientinnen. „Sie sind Vorbilder, weil Sie drangeblieben sind und Maßstäbe gesetzt haben. Möge Sie dieses Rüstzeug auch künftig tragen“, wünschte Silke Rieger den beiden Abiturientinnen.
Den Sonderpreis des Förderkreises für soziale Leistungen, ebenfalls bestehend aus der Urkunde und einem Geldpreis in Höhe von 150€, überreichte die Erste Vorsitzende an Luca Battista. „Unsere Schulgemeinschaft lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, anpacken und andere mitziehen, was in der heutigen Gesellschaft wichtiger ist denn je.“
Deshalb war es ihr ein besonderes Anliegen, den Sozialpreis zu überreichen: „Er geht an Luca Battista, der bei nahezu jeder Veranstaltung präsent war, an der Technik, am Mischpult, beim Aufbau, beim Abbau, am Schlagzeug, im Schulsanitätsdienst – und immer dann, wenn jemand gebraucht wurde. Er war oft der erste, der da war, und der letzte, der gegangen ist. Dieses verlässliche Engagement ist unbezahlbar.“
Manfred Beuchert war in doppelter Funktion zur Abiturfeier des Auguste-Pattberg-Gymnasiums gekommen, zum einen als Stellvertretender Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Mosbach, zum anderen als Vertreter des Lions Clubs Mosbach. Er überbrachte das Grußwort des Oberbürgermeisters Julian Stipp und gratulierte auch in dessen Namen allen Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Abitur. Im Namen des Lions Clubs überreichte er den Lions-Abiturpreis für besonderes soziales und gesellschaftliches Engagement, bestehend aus dem Lions-Löwen und einem Geldpreis in Höhe von je 250 Euro.
Für langjährige Mitgliedschaften in den musikalischen Arbeitsgemeinschaften des APG wurden ausgezeichnet Hannes Petry, Jannis Luca Koch, Emma Sahrbacher, Chilia Ulrich, Marie-Louise Wander (Chor), Luca Battista, Maja Eileen Frank, Arwen Victoria Haas, Maja Neuberger (Blasorchester). Dank und Anerkennung für ihr Engagement in der SMV ging an Sinja Eidenpentz, Arwen Victoria Haas, Till Neemann, Tim Nitsch und Hannes Petry.
Die musikalische Umrahmung der Abiturfeier lag in den Händen von StR Jan-Marco Schäfer, der mit dem Oberstufenchor, den Solistinnen Chilia Ulrich, Emma Sahrbacher, Selma Siegmann und Arwen Haas ein weiteres Mal die hohe Qualität der musikalischen Arbeit am Auguste-Pattberg-Gymnasium unter Beweis stellte.
Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung gestalteten die Abiturientinnen und Abiturienten das Programm und brachten in ihren vielfältigen Beiträgen ihre Dankbarkeit und große Verbundenheit mit „ihrem“ Gymnasium zum Ausdruck und sorgten so für einen sehr harmonischen und unterhaltsamen Abschluss ihrer Schulzeit am Auguste-Pattberg-Gymnasium.