„Kommunalpolitik ist die Meisterprüfung“

Symbolbild

Informationen aus erster Hand bei CDU Vorstandsitzung

Buchen. (pm) „Die inhaltliche Arbeit mit und an der Basis ist uns wichtig, ich freue mich daher sehr, dass wir uns heute Informationen aus erster Hand holen“, so der Stadtverbandsvorsitzende Fabian Berger. Der CDU Stadt- und Ortsverband hatten zu einer gemeinsamen, mitgliederoffenen Vorstandsitzung eingeladen.

Ein Vortrag und Diskussion mit dem Vorsitzenden des Flugsportclub Odenwald (FSCO), Christian Kuhn, zum Thema Auswirkungen der Windkraft am Kornberg auf den Verkehrslandplatz und die Flugsicherheit stand zu Beginn der Sitzung auf der Tagesordnung. Zu Beginn seiner Ausführungen ging Kuhn auf die Arbeit des FSCO und der Bau- und Betriebs GmbH ein. Der Flugsportclub ist ein Verein mit 250 Mitgliedern. Ein wichtiger Faktor ist neben den 160 aktiven Fliegern die Flugschule vor Ort. Außerdem ist der Verkehrslandeplatz das Trainingszentrum der deutschen Segelkunstflug-Nationalmannschaft.

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Der Verkehrslandeplatz, welcher eine tägliche Betriebspflicht hat, wird neben den eigenen Fliegern auch von externen Flugschulen und externen Piloten genutzt. Des Weiteren kann der Landeplatz auch nachts angeflogen werden, durch eine Nachtbefeuerung, dies wird vor allem von Rettungshubschraubern genutzt. „Man merkt in den letzten Jahren verstärkt, dass die Nutzung durch Geschäftsleute für die Reise zu Terminen zunimmt“, so der Vorsitzende. Außerdem sind, neben 12 vereinseigenen Flugzeugen, rund 40 Privatflugzeuge eingemietet. Dies zeigt, dass der Verkehrslandeplatz eine wichtige Infrastruktureinrichtung ist.

„Von den 15.000 Flugbewegungen auf dem Verkehrslandeplatz sind 1/3 auf externe Flugschüler zurückzuführen, ein wichtiger Faktor, wenn man sich die Resultate aus der Analyse des Gefahrenpotentials von Dr. Kassera anschaut“, so Kuhn. Damit leitete der Vorsitzende zur Präsentation des Ergebnisses der Analyse über.

Die Analyse ist die Betrachtung eines Teilbereichs, welcher auf der wissenschaftlichen Studie des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt aufbaut. Hier wurde eine konkrete Strömungsanalyse, basierend auf den in Walldürn beheimateten Flugzeugen und den geplanten Windenergieanlagen erstellt.

Das Ergebnis zeigt, dass aufgrund der veränderten Luftverhältnisse im Nachlauf Flüge, wie z.B. der Segelschleppflug, nicht mehr möglich sind. Bei den anderen Maschinen sind die rechnerischen Grenzen sehr eng, so dass bei geringsten Abweichungen im Flugverhalten, wie z.B. Geschwindigkeit oder Neigung, mit hohen Risiken zu rechnen ist. Für erfahrene Flieger sicher ein kleineres Risiko als für die vielen eigenen Flugschüler und fremden Flugschulen.

„Es gibt eine Vielzahl von Präventionsprogrammen für unsere Straßen und Autobahnen, man sollte daher auch die Befürchtungen und vor allem die Sicherheit der Piloten ernstnehmen“, unterstrich der Ortsvorsitzende Steffen Ullmer die Ausführungen der Bedenken des FSCO.

„Es sind nicht nur in Walldürn bewegte Zeiten, ich freue mich daher sehr, dass unser Landesgeschäftsführer den Weg zu uns gefunden hat“ so Berger. Mit einem Stimmungsbild von der Regionalkonferenz in Böblingen begann Christian Mildenberger seinen Vortrag. „Wir haben in Böblingen drei Kandidaten gesehen, von denen jeder inhaltlich und persönlich überzeugt“ so Mildenberger. Wichtig ist, dass es nach der Wahl gemeinsam weitergeht und die CDU inhaltlich überzeugt. „Für die inhaltliche Arbeit ist die Diskussion mit den Menschen vor Ort für mich einer der wichtigsten Faktoren, daher bin ich der Einladung nach Walldürn gerne gefolgt“, so der Landesgeschäftsführer.

Am 26. Mai 2019 stehen die Kommunalwahlen an. Bereits seit Monaten laufen die Arbeiten der Landesgeschäftsstelle in diesem Bereich auf Hochtouren um die CDU Vereinigungen vor Ort zu unterstützen und zu entlasten. Bereits auf dem Landesparteitag wurde das Kommunalwahlprogramm der CDU Baden-Württemberg verabschiedet und ein Web-to-Print System zur Erstellung von Flyern und Broschüren vorgestellt. „Seit 10 Jahren bin ich im Gemeinderat engagiert und kann sagen, Kommunalpolitik ist die Meisterprüfung und die Basis politischer Arbeit“ so Mildenberger. Dass gerade die Bereitschaft für kommunalpolitische Arbeit in den letzten Jahren immer mehr abnimmt ist ein weit verbreitetes Problem, dem es entgegenzuwirken gilt. Wir müssen die Menschen wieder davon überzeugen und begeistern kommunalpolitisch Verantwortung zu übernehmen, denn ohne diese wichtige Arbeit geht es nicht.

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