Der Arbeitsmarkt hält keinen Winterschlaf

(Foto: pm)

Arbeitslosenzahlen sinken im Februar – Bundesweite Woche der Ausbildung „ #AusbildungKlarmachen“ stärkt die Bedeutung der Ausbildung

(pm) Der Arbeitsmarkt schläft nicht und ist nach dem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Januar schon wieder recht aktiv. Aktuell sind 9.269 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 280 (Minus 2,9 Prozent) weniger Arbeitslose als im Vormonat und 606 (Minus 6,1 Prozent) weniger als im Februar 2018. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vormonat bei 2,8 Prozent. In Baden-Württemberg beträgt die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent.

„Es ist sehr gut, wie dynamisch sich unser regionaler Arbeitsmarkt in den Wintermonaten zeigt. Und bis auf den Personenkreis der unter 25-jährigen ging die Arbeitslosigkeit bei allen anderen wie zum Beispiel den Langzeitarbeitslosen, Älteren und Schwerbehinderten zurück“, so Karin Käppel, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Der leichte Anstieg bei den Jüngeren im Februar ist üblich. Ausbildungen mit einer Dauer von zweieinhalb und dreieinhalb Jahren sowie Nachprüfungen sind im Februar abgeschlossen. Da es nicht immer mit der nahtlosen Übernahme oder eines Stellenwechsels klappt, erfolgt eine Arbeitslosmeldung von kurzer Dauer.

Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe hat im Februar wieder ordentlich Fahrt aufgenommen, auch wenn die Wirtschaft an Schwung verliert. hat. So waren 7.807 freie Stellen gemeldet, 102 mehr als im Vormonat (Plus 1,3 Prozent) und 332 mehr als im Februar 2018 (Plus 4,4 Prozent). Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur in diesem Monat 2.109 neue Stellen gemeldet, was einen Zuwachs von 39,3 Prozent zum Januar bedeutet.

Bei dieser hohen Nachfrage nach Fachkräfte hat man mit einer abgeschlossenen Ausbildung die besten Chancen. „Eine perfekte Grundlage für die Zukunft und weitere Karriereschritte in Richtung Meister, Techniker oder in ein anschließendes Studium“, betont Karin Käppel und weist auf die bundesweite Woche der Ausbildung hin, bei der sich auch die Arbeitsagentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim mit zahlreichen Aktionen beteiligt. Eine Ausbildung ist aber nicht nur Thema für Schulabgänger, sondern auch für berufliche Wiedereinsteiger nach einer Familienzeit, für Studienabbrecher oder für Frauen und Männer mit Ausbildung, die lange berufsfremd gearbeitet haben. „Wir bieten umfassende Beratungs- und Unterstützungsangebote auf dem Weg zum beruflichen Ziel an- unabhängig von Alter und beruflicher Vorbildung, ob arbeitslos oder beschäftigt. Ausbildung und Qualifizierung sind im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt das A und O“, führt die Agenturleiterin an.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (Vormonat 2,9 Prozent). Es wurden im Februar 3.157 Arbeitslose gezählt, 79 oder 2,4 Prozent weniger als im Januar 2019, 90 weniger als im Vorjahresmonat. 973 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1.053 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 721 Stellenangebote gemeldet (Februar 2018: 874), 187 oder 35 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.413; 5,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat 2,4 Prozent). Es wurden im Februar 1.559 Arbeitslose gezählt, 21 weniger als im Januar und sechs weniger als im Vorjahresmonat. 456 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 469 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 355 Stellenangebote im Februar gemeldet (Februar 2018: 434), 129 oder 57,1 Prozent mehr als im Vormonat. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.301; 15,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 2,6 Prozent (Vormonat 2,8 Prozent). Im Februar waren 2.012 Menschen arbeitslos gemeldet, 129 weniger als im Vormonat und 260 weniger als im Februar 2018. 618 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 741 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 654 Stellenangebote gemeldet (Februar 2018: 661). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.777; 21,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 3,2 Prozent (Vormonat 3,2 Prozent). Es waren im Februar 2.541 Menschen arbeitslos gemeldet, 51 weniger als im Vormonat, 250 weniger als im Februar 2018. 737 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 789 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.

Arbeitgeber haben 379 Stellenangebote gemeldet (Februar 2018: 288). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 1.316; 22,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 4.095 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.174.

Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 44,2 Prozent.

Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Februar 1.504 Arbeitslose registriert (Januar 2019: 1.530). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.653 Arbeitslose (Januar 2019: 1.706).

Von den 1.559 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 661 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (Januar 2019: 686). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Februar 898 Arbeitslose registriert (Januar 2019: 892).

Von den 2.012 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 824 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (Januar 2019: 884). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.188 Arbeitslose registriert (Januar 2019: 1.257).

Beim Jobcenter im Neckar-Odenwald-Kreis waren zum Stichtag im Februar 1.106 Arbeitslose registriert (Januar 2019: 1.124). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1.435 Arbeitslose (Januar 2019: 1.468).

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