Deutschlands Fußball in schlechter Phase

Symbolbild

Er findet jedoch bald zurück zu alter Stärke

Das Jahr 2018 war ein schwarzes Jahr in der Geschichte des deutschen Fußballs. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde die deutsche Nationalmannschaft in der Gruppenphase der FIFA-Weltmeisterschaft 2018 aus dem Wettbewerb gekegelt und kurz darauf stieg man auch noch aus der UEFA Nations League A ab.

In der Saison 2017/18 sahen die Bundesligaklubs in Europa in den Wettkämpfen auch nicht viel besser aus. Nur die Bayern erreichten die K.o.-Runde der Champions League. Borussia Dortmund hat es in der Zwischenzeit nicht geschafft, sich in ihrer Gruppe durchzusetzen und konnte keinen einzigen Sieg im Wettbewerb verbuchen. Immerhin konnte Dortmund in der Europa League weiterkommen, wurde jedoch später vom österreichischen FC Salzburg geschlagen und dies kann anhand der Statistiken von Sportwetten überprüft werden.

All dies unterstreicht das derzeit größte Problem des deutschen Fußballs. Junge internationale Spieler haben Fähigkeiten, die unter jungen deutschen Spielern nicht zu finden sind.

„Wenn Clubs es vorziehen, junge englische, französische oder belgische Spieler zu verpflichten, gibt es nur eine Lösung. Junge deutsche Spieler müssen sich verbessern“, sagte der Sportdirektor der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, den deutschen Medien. Es ist eine einfache Lösung für ein komplexes Problem.

Bierhoff und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) glauben, dass der deutsche Fußball eine ähnliche Reform braucht wie die Reform, die das Land nach dem Desaster der deutschen Nationalmannschaft bei der Euro 2000 erlebte. „Wir müssen unsere Richtung ändern“, sagte Bierhoff. Wir brauchen keine grundlegende Reform „, aber wir können nicht so weitermachen, als wäre nichts geschehen“, fügte er hinzu.

Insbesondere der Sportdirektor der deutschen Nationalmannschaft hat festgestellt, dass junge deutsche Spieler mit Eins-gegen-Eins-Situationen zu kämpfen haben und nicht mehr die sogenannte Bolzplatzmentalität haben – eine Fußballidentität, die sich vom organisierten Fußball entwickelt hat.

Junge Spieler werden heutzutage auf Taktik gedrillt, können unzählige verschiedene Formationen spielen, verlernen aber dabei das, worauf es auf dem Platz ankommt. Schwierige Zweikampfsituationen und ähnliches sind die Dinge, die man nur auf dem Platz lernen kann.

Mit anderen Worten, der deutsche Fußball braucht mehr Kevin-Prince Boatengs und Mesut Özils, die in den Hintergassen von Berlin bzw. Gelsenkirchen gelernt haben, Fußball zu spielen. Es ist in vielerlei Hinsicht ein typisches deutsches Problem, Defizite in der Jugendentwicklung in den frühen 2000er Jahren in deutschen Klubs und im DFB zu perfektionieren und die Talententwicklung zu fördern, ohne dabei die Bedeutung der technischen Fähigkeiten des Einzelnen zu berücksichtigen.

 Das Förderband von Nachwuchstalenten hat viele Spieler hervorgebracht, die einen Fußballstil haben könnten, der den deutschen Fußball von 2008 bis 2018 zum Erfolg führte. Aber das Spiel hat sich mit einem stärkeren Fokus auf ein schnelles Übergangsspiel und straffere Verteidigungslinien gewandelt. Dafür braucht man echte Stürmer und schnelle Dribbler, von denen der deutsche Fußball in den letzten zehn Jahren kaum welche hervorgebracht hat.

 Aus diesem Grund suchen die Vereine jetzt im Ausland und der deutsche Fußball braucht eine Anpassungsphase. Der DFB und der deutsche Fußball insgesamt sind mehr als in der Lage, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Talententwicklung zu verändern. Aus dem Grund ist die derzeitige Schwächephase der deutschen Nationalmannschaft eben genau dies: Eine Phase. Der deutsche Fußball dürfte in Zukunft eine weitere Blütephase erleben.

Artikel empfehlen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen