Neser führt Liste erneut an

„Starke CDU-Liste im Kreistagswahlkreis VI“ – Zusätzlicher Sitz durch Bevölkerungsveränderung

Aglasterhausen. (ne) Zu ihrer Nominierungsversammlung begrüßte CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser zahlreiche Mitglieder und Gäste aus den sechs Gemeinden des Wahlkreises VI (Gemeinden links des Neckars) und freute sich, eine starke CDU-Liste präsentieren zu können. Er dankte den CDU-Vorständen für ihren Einsatz.

Nachdem Neser auch als Versammlungsleiter gewählt wurde, führte er die Regularien durch. Danach stellten sich die zehn Kandidaten vor und erläuterten ihre Ziele. Die Reihenfolge auf der Liste war zuvor von den Vorständen und Kandidaten einvernehmlich vereinbart worden; sie wurde von der Versammlung bestätigt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser (Realschulknrektor i.R. Obrigheim) und seit 46 Jahren im Kreistag führt die CDU-Liste zum zehnten Mal in Folge an. Ihm folgt auf Platz 2 Bürgermeisterin Sabine Schweiger (Aglasterhausen). Auf Platz 3 wurde der frühere Haßmersheimer Bürgermeister Marcus Dietrich (Geschäftsführer) nominiert. Auf den weiteren Plätzen folgen: 4. Norbert Schlottmann (Professor Schwarzach), 5. Armin Hagendorn (Dipl. Verwaltungswirt Hüffenhardt), 6. Renate Streng (Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft Neunkirchen), 7. Sebastian Damm (Geschäftsführer Mörtelstein) 8. Kreisrat Bernhard Banschbach (selbständiger Bäckermeister Aglasterhausen) 9. Gunnar Christmann (selbständiger Gärtnermeister Haßmersheim) 10. Dominik Kircher (Student Neunkirchen). Nachdem durch Bevölkerungsverschiebungen zwischen den Wahlkreisen auf den Wahlkreis VI ein weiteres Kreistagsmandat entfällt, erhofft sich die CDU, dieses zu gewinnen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser gab einen umfassenden Bericht über die Kreistagsarbeit. Zwar würden die meisten Beschlüsse einstimmig oder mit großer Mehrheit gefasst, aber manche Themen würden auch strittig behandelt, und da sei wichtig, eine Mehrheit zu bekommen. Eine starke CDU sei da hilfreich. Wenn es um Straßenbau gehe, seien die Grünen immer dagegen.

Und sie würden auch keinen Einfluss auf den grünen Verkehrsminister Herrmann nehmen, der noch vor der letzten Landtagswahl in Aglasterhausen geäußert habe, dass er nichts gegen Straßenbau habe. Tatsache sei aber, dass seit 2011 nur eine Kreisstraße aus- und eine Landesstraße fertiggebaut wurde. Wenn sich da nichts ändere, bleibe das bis 2021 so. Aber auch die Forderung nach dem S-Bahn-Sprinter wurde nicht unterstützt, so dass man die Zukunft bis zum Ablauf des Verkehrsvertrags 2032 wohl verschläft.

Ein erfreuliches Kapitel sei der Breitbandausbau, wo der Landkreis im Land weit vorne liege; selbst Stadtteile in Heidelberg, Mannheim oder dem Mittleren Neckarraum seien deutlich schlechter versorgt. Neser unterstrich die Bedeutung für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze im Ländlichen Raum. Dieser müsse sich immer zu Wort melden, damit seine Interessen gewahrt werden, so aktuell bei Ausbau der Mobilfunknetze und der Sicherung der integrierten Leitstelle in Mosbach.

Aber auch beim Erhalt von kleinen Berufsschulklassen; wenn die Ausbildung einmal weg sei, fehle auch der Nachwuchs für manche Branchen. Auch bei den Kliniken dürfe nicht der Zentralisierung das Wort geredet werden; hier müsse sowohl auf die Politik und die Krankenkassen Druck ausgeübt werden, dass Krankenhäuser im Ländlichen Raum erhalten werden. Deshalb halte die CDU-Fraktion an den NOK-Kliniken als unverzichtbares Strukturelement fest. Zahlreiche Sachthemen wurden noch angesprochen.

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1 Kommentar

  1. Manche wissen wohl nicht, wann man Jüngeren Platz machen sollte. Kohl war 16 Jahre Kanzler, schlimm genug, aber Neser will 51 Jahre Kreirat sein! Das ist absolut daneben.

    Selbst viele in seiner Partei sind seine häufigen, unsachlichen Ausfälle und seine verzerrten Darstellungen (heute nennt man es Fake News) leid. Etwa seine Unterstellung, Kretschmann würde den ländlichen Raum vernachlässigen, weil er von „Pampa“ sprach. Doch das war aus einem ganz anderen Zusammenhang gerissen. Der ländliche Raum und die Großstadt haben nun mal beide Vor- und Nachteile, an denen niemand etwas ändern kann oder will wie z.B. Natur versus großes Kulturangebot.

    Die Grünen wollten keine neue Straßen? Ja, in der Tat ist das oft falsch investiertes Geld. Es fehlt dann im ÖPNV (Stichwort Bahn) oder für die Bildung (Stichwort GTO).

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