„China-USA: Duell der Giganten“

Unser Bild zeigt von links: Martin Graser – Vorstandsmitglied der Sparkasse Neckartal-Odenwald, Frank Dohl – Leiter der Repräsentanz New York der Helaba, Evi Popp – Geschäftsführerin S-International Baden-Württemberg Nord GmbH, Christian Sommer – Leiter des German Centres Shanghai und Matthias Peschke – stv. Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heilbronn. (Foto: pm)

 

Gut besuchte Veranstaltung der S-International Baden-Württemberg Nord GmbH

Mosbach/Heilbronn. (pm) Unter dem Titel „Duell der Giganten“ veranstaltete die S-International Baden-Württemberg Nord GmbH am Dienstag, den 25. März in Kooperation mit der Sparkasse Neckartal-Odenwald und der Kreissparkasse Heilbronn eine Abendveranstaltung für rund 100 Firmen aus der Region. Die S-International Baden-Württemberg Nord bündelt als gemeinsame Tochtergesellschaft von 8 Sparkassen im Norden Baden-Württembergs das internationale Geschäft für ihre Mitgliedsinstitute mit über 70 Mitarbeitern.

Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China haben zu Verunsicherungen bei vielen Unternehmen geführt. Auch die innenpolitischen Entwicklungen in China stellen immer mehr Unternehmer vor Herausforderungen. Dennoch bleiben die USA und China für viele Firmen der Region wichtige Zielmärkte.

Zwei explizite Kenner dieser beiden wichtigen Auslandsmärkte ließen die Veranstaltungsteilnehmer hinter die Kulissen blicken: Christian Sommer, langjähriger Leiter des German Centres  Shanghai und Frank Dohl, der die Sparkassen-Finanzgruppe im Auftrag der Helaba ebenfalls seit ca. 20 Jahren in den USA vertritt.

China gelänge es, laut Sommer, hervorragend in strukturierter Weise internationale Forschung und Entwicklung ins Land zu ziehen. Die schiere Größe des Marktes unterstütze dabei kräftig. Die Zeiten, in denen das Land im Ruf stand, kräftig zu kopieren, seien längstens vorbei. „Mittlerweile setzt man nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Entwicklung neuer Technologien speziell im IT-Sektor oder bei der E-Mobilität des Fahrzeugbaus internationale Innovationsstandards“, betonte Sommer. Das Leben der inzwischen rund 1,4 Mrd. Einwohner Chinas sei längstens voll digitalisiert.

Frank Dohl gelang es, die Unterschiede in der Denkweise zwischen US-Unternehmern und Zentraleuropäern herauszuarbeiten. „In den USA gehen ein ausgeprägter Individualismus und große persönliche Freiheiten Hand i n Hand mit einer enormen Fixierung auf die eigene Nation und die eigene Wirtschaft“, resümierte der Referent. Eine soziale Marktwirtschaft sei im Mutterland des Kapitalismus unbekannt. Dohl sieht die USA in einer Gegnerschaft zu China.

Im Wissen, dass offensichtlich ein Wettbewerb, der teilweise sehr hart geführt werden wird, um die Systeme entbrannt ist,  bei dem in europäischer und chinesischer Denkweise Wandel durch Handel und der US-Denkweise Handel durch Wandel  angestrebt wird, gingen die Teilnehmer mit vielen neuen Denkanstößen nach Hause.

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