Donebach: Milchautomat beim Felsbauer

(Foto: Liane Merkle)

Donebach. (lm) „Milchautomat beim Felsbauer. Frisch – direkt – schmeckt – Fertig!“

Das große Schild am Ortseingang von Donebach sticht zuerst ins Auge und dann die ebenso ungewöhnliche wie ansprechende Hof-Deko mit Hinweispfeilern „Turmblick – wo sie mal standen“, „Zum Kuhblick“ mit Liegestühlen Richtung Stall, „Zum Kälberblick“ mit Streichelmöglichkeit und „Zum Rastplatz“ neben besagtem Milchautomaten, der am vergangenen Donnerstag im Beisein zahlreicher Gäste seiner Bestimmung übergeben wurde.

Unter den Ehrengästen hatten sich neben MdB Alois Gerig und Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger auch Ruth Weniger vom Landwirtschaftsamt, Andreas Sigmund als Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, Prokurist Reiner Kistner und Filialleiterin Heike Kohler-Mackert von der Volksband Franken, Ortsvorsteher Herbert Scharmann sowie zahlreiche Vertreter örtlicher Vereine eingefunden, um Ralf und Nicole Fertig zu ihrer bemerkenswerten Neuinvestition zu beglückwünschen.

Ralf Fertig ist stolz auf seinen überaus modernen Milchviehhof und überzeugter Landwirt – auch bezüglich der Tierhaltung. Denn wenn es seinen Kühen gut geht, dann hat die Milch eine hervorragende Qualität und dann geht es auch ihm gut. Dass diese hervorragende Milch möglichst unverfälscht an den Verbraucher gelangt, also direkt vermarktet werden kann, dafür scheint ihm sein „Milchautomat“ die beste Lösung. So könne sich jedermann zu jeder Tages- und Nachtzeit seine frische Milch holen. 1 Liter-Milchflaschen für 1 Euro stehen neben dem Automaten parat und eine genaue und sehr verständliche Bedienungsanleitung ist ausgehängt.

Allerdings machte Ralf Fertig seine Gäste noch einmal darauf aufmerksam, dass seine Kühe und die Milch zwar regelmäßig untersucht werden, doch handle es sich um sogenannte Rohmilch. Also von der Kuh über Melkroboter in den Tank und von dort in den Automaten. Nach Aussage des Veterinärdienstes sollte der Verbraucher die Milch vor dem Verzehr abkochen. Ob die anwesenden Ehrengäste diesen Rat beherzigen, ist fraglich, denn die sind alle auf dem Land aufgewachsen, wo man in deren Kindertagen die Milch noch mit dem Milchkännle beim Bauern ohne Melkroboter und Kühltank abgeholt und auch gleich – manchmal noch kuhwarm – getrunken hat.

Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger strahlte ebenso glücklich über dieses neue Angebot der 24-Stunden-Frischmilch in seiner Gemeinde wie Ortsvorsteher Herbert Scharmann und beglückwünschte Familie Fertig zu dem idealen Standort des Milchautomaten aufgrund des hohen Durchgangsverkehrs und zu ihrem Mut so gläsern zu zeigen, wie gut ehrliche Landwirtschaft im Mudauer Odenwald funktioniert.

Wie hervorragend der Betrieb des „Felsbauers Fertig“ geeignet und Werbung für die Region ist, Milchproduktion vor Ort zu sehen und zu erleben, bestätigte auch Alois Gerig als Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin. Nirgends in Deutschland seien die Standards der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion so hoch wie in Baden-Württemberg, wo auch das meiste für Insektenschutz und Bio-Diversität verwirklicht werde.

Und Reiner Kistner sah als Vertreter der Volksbank Franken und als begeisterter Frischmilchtrinker vor allen die Win-Win-Situation für Familie Fertig und für den Verbrauer.

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