Rettungsschwimmer auf Fehmarn

Der erste Blick auf das neue Wachgebiet. Unser Bild zeigt (v.li.) Lars Janson, Markus Sinther, Sarah Reznik, Ann-Kathrin Roos und Lisa Joho die zwei Wochen ehrenamtlich im Wasser-Rettungsdienst auf Fehmarn verbrachten. (Foto: pm)

Rot-gelb signalisiert: Bewachter Strand – Rettungsschwimmer unterstützen Wasser-Rettungsdienst an der Ostsee

Fehmarn. (ms) Über 4.500 ehrenamtliche Rettungsschwimmer sorgen auf rund 90 Wachstationen zwischen Mai und September für Sicherheit an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Fünf von Ihnen machten sich von der DLRG Aglasterhausen und der DLRG Mosbach auf die über 700 Kilometer lange Reise nach Burg auf Fehmarn, um dort zwei Wochen den Dienst zu übernehmen.

Markus Sinther, Sarah Reznik (beide Aglasterhausen) sowie Ann-Kathrin Roos, Lars Janson und Lisa Joho (alle aus Mosbach) engagieren sich schon mehrere Jahre in ihren jeweiligen DLRG-Gruppen. Alle sind im Besitz des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens Silber verfügen teilweise aber noch über weitere Kenntnisse und Qualifikationen wie die Ausbildung zum Helfer im Wasser-Rettungsdienst, Sanitäter oder sogar Rettungssanitäter.

Auch als Rettungsschwimmer in den heimischen Schwimmbädern, bei Veranstaltungssicherungen oder als Einsatzkraft in der öffentlichen Gefahrenabwehr konnten Sie schon Erfahrungen sammeln.

Bestens ausgebildet und gerüstet machten sich die fünf Odenwälder im Alter von 17 bis 19 Jahren Anfang August auf, zu ihrem zweiwöchigen Dienst am Südstrand von Fehmarn. Von einer Zentralstation und drei Türmen galt es mit zehn Kameraden den rund 2,5 Kilometer langen Strandabschnitt abzusichern.

Für ihre Aufgabe standen den Wasserrettern dazu zwei Rettungsboote, Rettungsbretter sowie eine umfangreiche medizinische Notfallausrüstung zur Verfügung.

Täglich von neun bis 18 Uhr waren die Rettungsschwimmer an ihren eingeteilten Positionen einsatzbereit. Nach einer kurzen Dienstbesprechung mit der Einteilung der Wachmannschaft begann die tägliche Routine mit dem Aufklaren der Wachstation und der Türme.

„Die rot-gelbe Flagge signalisiert international einheitlich, dass dieser Strandabschnitt bewacht ist“, berichtete Sinther vom Einsatz. Die Einsatzausrüstung wurde bereitgestellt und jeden Morgen erneut kontrolliert. „Egal ob Sprechfunkgerät, Rettungsbrett oder Notfallrucksack – bei einem Einsatz müssen wir uns zu 100% auf das Material verlassen können“, erklärt Reznik die Notwendigkeit dieser Maßnahmen.

Neben der Rettung von Personen aus Wassergefahr gehört auch die medizinische Erstversorgung am Strand zu den Aufgaben der Rettungsschwimmer. „Es waren ruhige Wochen – Quallenverletzungen, Bienenstiche oder Schürfwunden gehören einfach dazu“, fasst Reznik, die bereits ihre zweite Saison auf Fehmarn verbrachte, das Einsatzaufkommen zusammen.

Auch einem Kite-Surfer, der sich in seinem Kite verfangen hatte, konnten die Rettungsschwimmer schnell helfen, ergänzt Janson von der Mosbacher Ortsgruppe.

Für den zweiwöchigen Wasser-Rettungsdienst an der Küste wurde von allen ein Großteil ihres Jahresurlaubs bzw. ihrer Sommerferien geopfert. Dennoch waren sich alle einig, dass es sich mehr als gelohnt hat.

Anderen helfen zu können, das Gemeinschaftsgefühl in der weltweit größten freiwilligen Wasserrettungsorganisation und die Neugierde neue Erfahrungen in der Wasserrettung zu sammeln, waren die Motivation für die Rettungsschwimmer aus dem Odenwald.

Begeistert von den Eindrücken planen die fünf DLRG-Mitglieder schon jetzt die Wachsaison 2020 an der deutschen Küste.

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