Erfolgsprojekt Odenwälder Käseherz

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(Foto: pm)

Ein Jahr Bio-Musterregion Neckar-Odenwald

Neckar-Odenwald-Kreis.  (pm) Genau seit einem Jahr ist der Neckar-Odenwald-Kreis eine von neun Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg. Denn offiziell aus der Taufe gehoben wurde die Region am 08. Juli 2019 bei einer Feierstunde in der Kirchenkäserei Sindolsheim.

Bei dieser Auftaktveranstaltung überreichte Minister Peter Hauk nicht nur die Förderzusage und Ernennungsurkunde, es konnte auch das erste Projekt der Bio-Musterregion, das Odenwälder Käseherz, vorgestellt werden. Ein Bio-Käse in Herzform, kreiert in der Kirchenkäserei Sindolsheim in Kooperation mit dem Landratsamt.

Dieses hat sich seither als eines der eindrücklichsten Symbole für die Region etabliert. Die Anschaffung der Käse-Herzformen hatte der Kreis gefördert. Die Milch für das Käseherz kommt von lokalen Bio-Betrieben, wird frühmorgens dort abgeholt und am selben Tag verarbeitet. Das Käseherz ist ein Schnittkäse aus pasteurisierter Milch mit natürlicher, durch Reifekulturen entwickelter rötlicher Rinde. Während der Reifezeit von drei bis fünf Wochen wird das Käseherz täglich und mit besonderer Sorgfalt mit Salzwasser gepflegt. Dadurch entwickelt sich die schöne, rötliche Naturrinde, die dem Käse den angenehmen Geschmack und das typische Aroma verleiht: Je nach Reifegrad mildwürzig bis kräftig aromatisch.

Nach einem Jahr Erfahrung mit dem Käse, dessen Pflege während der Reife sehr viel aufwendiger ist als bei einem runden Käse, gibt es gute Nachrichten für Käseliebhaber. Ursula Krauth von der Kirchenkäserei wird in Kooperation mit der Bio-Musterregion einen weiteren Käse in Herzform entwickeln. Viel verraten wird noch nicht, nur so viel: Es wird zum Jahresende eine „milde Variante“ zu dem würzig aromatischen Odenwälder Käseherz geben.

Ruth Weniger, Regionalmanagerin der Bio-Musterregion, die bereits in einem Kreistagsausschuss in der vergangenen Woche die vielen weiteren Projekte und Initiativen aus dem ersten Jahr vorgestellt hat, freut sich über die Entwicklung des Herzkäses genauso wie über die Entwicklung der Biomusterregion insgesamt: „Auch wenn wir noch am Anfang stehen, hat sich in dem einen Jahr schon sehr viel bewegt.

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat bei vielen Verbrauchern zu einem Umdenken geführt.“ Entsprechend ist es Wenigers Ziel, sich zu Beginn des zweiten Jahres insbesondere auf die Absatzförderung von hochwertigen bio-regionalen Produkten zu konzentrieren. Eine große Herausforderung ist hierbei die Bündelung der Waren, aber auch die Verfügbarkeit und das Angebot an Produkten wie Gemüse und Salat, Eiern und Fleisch. Antrieb ist für Ruth Weniger das durchweg positive Feedback speziell bei Verbrauchern, die zunehmend anfragen, wo regionale Bio-Produkte gekauft werden können.

Informationen zu allen Aktivitäten der Bio-Musterregion sind abrufbar unter www.biomusterregionen-bw.de. Informationen zu den Verkaufsstellen gibt es auf der Homepage der Kirchenkäserei unter www.kirchenkaeserei.de.

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