Waldschutz ohne Spritzmittel

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Martin Sauer (li.) und Florian Pogorzelski vor einem Teil des umgelagerten Fichtenholzes. (Foto: pm)

Holzumlagerung im Gemeindewald Hardheim

Hardheim.  (pm) Die angekündigten Arbeiten zum Umlagern von Sturmhölzern im Gemeindewald Hardheim sind abgeschlossen. Fast 2.000 Kubikmeter Fichtenholz wurden in Laubwaldgebiete gebracht. Neues Käferholz soll nun ebenfalls umgepoltert werden, um den Einsatz von Insektiziden zu vermeiden.

Ende Mai rollte der erste LKW, um vom Sturm geworfenes Holz in die Laubwaldgebiete hinter der Nike-Stellung in Hardheim (Leiterholzweg) und in den Wittig (Gerichtstetten) zu transportieren. Inzwischen ist das bei Orkan Sabine angefallene Holz vollständig umgelagert und wartet auf den Abtransport in die Sägewerke. Über 70 LKW-Ladungen Holz waren es am Ende, die einen neuen Lagerplatz in ausreichender Entfernung zu stehenden Fichten gefunden haben.

Ohne diese Umlagerung hätte das gesamte Holz mit Insektiziden behandelt werden müssen. Das lagernde Holz wird bevorzugt vom Borkenkäfer befallen. Sind die darin abgelegten Larven vollständig entwickelt, fliegen sie aus und befallen stehende, gesunde Fichten im Umkreis von etwa 500 Metern. Um dies zu verhindern, ist oft der Einsatz von Spritzmitteln das Mittel der Wahl. Durch das Umlagern konnten im Gemeindewald Hardheim rund 5.500 Liter Spritzbrühe eingespart werden. Je nach Dosierung des Insektizids entspricht dies einer Menge von über 50 Litern an reinem Wirkstoff.

Die beiden Revierleiter der Gemeinde Hardheim, Florian Pogorzelski und Martin Sauer, sind zufrieden mit der Umlagerung der Hölzer. „Es steckt Organisationsaufwand dahinter, aber wir meinen, es ist die Sache wert“, sind sich die beiden einig. Aufgrund dieser guten Erfahrungen sollen nun in den nächsten Wochen weitere Holzpolter in den Wittig und an den Leiterholzweg gebracht werden. Über den Sommer muss mit weiteren Schäden durch den Borkenkäfer gerechnet werden. Außerdem gab es durch einen lokalen Gewittersturm zusätzliches Schadholz. Bei der Anfuhr muss dann wieder kurzfristig der Leiterholzweg gesperrt werden. Da nun aber mit geringeren Mengen gerechnet wird, beschränken sich die Sperrungen auf einzelne Tage.

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