Kreis fördert Feuerwehr und Elektromobilität

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Der Kreis fördert Freiwillige Feuerwehren. (Symbolbild – Pixabay)

Weitere 10.000 Euro für die Kliniken

Mörtelstein.  (pm) Die jüngste Sitzung des Ausschusses für Verwaltung und Finanzen am Montag in Mörtelstein begann mit der erfreulichen Aufgabe der Kreisräte, Spenden zum Erhalt der Neckar-Odenwald-Kliniken anzunehmen. Landrat Dr. Achim Brötel gab bekannt, dass seit der Kreistagssitzung am 13. Mai rund 10.000 Euro von 44 Spendern eingegangen seien. Das Spendenkonto weise somit aktuell einen Stand von insgesamt rund 84.000 Euro auf.

Insgesamt hätten sich bislang 341 Spender an der im März gestarteten Spendenaktion beteiligt. „Vielen Dank für die Spenden, die in voller Höhe für andernfalls nicht finanzierbare Verbesserungen eingesetzt werden. Und wir freuen uns natürlich über weitere Spenden, damit wir das Ziel 100.000 Euro bis Jahresende erreichen können“, sagte Brötel.

Anschließend beschloss der Ausschuss, dass die Städte Mosbach und Walldürn und die Gemeinden Hardheim, Limbach und Waldbrunn Zuwendungen des Landkreises zur Anschaffung von insgesamt fünf neuen Feuerwehrfahrzeugen sowie einem Abrollbehälter und einem Boot erhaltenden.

„Unsere Freiwilligen Feuerwehren arbeiten hochprofessionell. Dafür müssen wir ihnen aber auch die notwendigen Hilfsmittel auf dem aktuellen Stand der Technik an die Hand geben“, unterstrich der Landrat die Notwendigkeit der Investition von rund 136.000 Euro. Entsprechend bekommt Hardheim 27.600 Euro an Kreismitteln für ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 20) und Limbach 19.800 Euro für ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF). Die Stadt Mosbach erhält wiederum 11.400 Euro für ein Mehrzweckboot (MZB) sowie 18.600 Euro für einen Abrollbehälter Wasser (AB-Wasser), während Waldbrunn jeweils 15.600 Euro für zwei Tragkraftspritzenfahrzeuge Wasser (TSF-W) und die Stadt Walldürn 27.600 für die Anschaffung eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs (HLF 10) bekommt.

Voraussetzung für die Förderung des Landkreises war, so der Hinweis des Landrats, dass das Land die Beschaffung mit mindestens 40 Prozent der anerkannten Kosten oder mit einem Festbetrag gefördert hat. Die Landeszuwendungen in Höhe von 454.000 Euro waren im Vorfeld bewilligt worden. Die Zuschüsse des Landkreises orientieren sich prozentual an der Landesförderung und werden im Jahr 2021 ausbezahlt. Die Ausschussmitglieder verbanden ihr Votum mit dem Dank an die Feuerwehrleute für ihr Engagement.

„Der Neckar-Odenwald-Kreis hat in Sachen Elektromobilität einen deutlichen Nachholbedarf“, leitete Landrat Brötel dann zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Zwar habe man das Thema schon früh aufgegriffen, konnte es aber in Ermangelung personeller Ressourcen nicht nachhaltig weiterbetreiben. „Dennoch halte ich es im Sinne einer aktiven Kreisentwicklung unerlässlich, dass wir hier deutlich mehr tun“, betonte Brötel. Deshalb habe die Verwaltung durch einen Förderaufruf des Landes eine neue Chance gesehen. Dabei werden künftig gezielt Personalstellen im Bereich nachhaltiger Mobilität bei den Stadt- und Landkreisen gefördert.

„Wir möchten einen technisch ausgebildeten Mitarbeiter gewinnen, der unter anderem Informationen über Elektromobilität bündelt, eine kostenlosen Erstberatung von Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen durchführt sowie im Bereich der Ladeinfrastruktur den Ausbau einer bedarfsgerechten Versorgung unterstützt“, erklärte Brötel. Der Fördermittelakquise müsse dabei eine besondere Bedeutung zukommen. Angesiedelt werden solle die Stelle bei der Energieagentur Neckar-Odenwald-Kreis. „Dadurch würde zugleich auch ein weiterer Teilbereich aus dem früheren Aufgabenfeld des Klimaschutzmanagements wieder neu besetzt werden“, so Brötel. Die Stelle sei zunächst auf vier Jahr befristet, wobei davon das Land die Personalkosten in den ersten beiden Jahren komplett finanziere.

Bei den Kreisrätinnen und Kreisräten fand der Vorschlag große Zustimmung, wenn auch darauf hingewiesen wurde, dass auf der Ebene der Städte und Gemeinden gerade bei der Ladeinfrastruktur schon vieles erreicht worden sei. Auch das Thema Folgekosten der Stelle wurde thematisiert. „Es ist vollkommen klar, dass der Kreis hier in den vom Land nicht finanzierten Jahren Geld in die Hand nehmen muss. Dennoch halten wir dies im Sinne der Zukunftsfähigkeit des Kreises für eine sehr sinnvolle Investition“, unterstrich Brötel. Bei dem Thema brauche es einfach Beratung, Hilfe und Initiative durch einen kompetenten Experten. Entsprechend stimmten die Ausschussmitglieder dem Vorschlag zu. Abschließend dankte Landrat Brötel Bürgermeister Achim Walter für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Spendenaktion für die Kliniken

Wer die Spendenaktion für die Kliniken unterstützen möchte, kann dies durch Überweisung jeder beliebigen Summe unter Angabe des Verwendungszwecks „Spende für NOK-Kliniken“ oder „Born im NOK“ (für Schlafsäckchen) auf das Konto des Neckar-Odenwald-Kreises, Kreiskasse, bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald unter IBAN DE 74 67450048 0004 3882 11 tun.

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