Kindergartenbeiträge nach Kontroverse erhöht

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Für den. Besuch des Kindergartens in Großeicholzheim werden neue Beiträge fällig. (Foto: Liane Merkle)

Bebauungsplan „Solarpark Winterberg“ beschlossen

Seckach.  (lm) Eine Fragereihe über das neu geplante Gewerbegebiet von Robert Köpfle eröffnete die letzte öffentliche Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause. Wo genau soll das Gewerbegebiet entstehen? Wie soll die Entwässerung funktionieren? Wie viele Firmen sollen hier in direkter Nachbarschaft der großen Wohnsiedlung von Steinigäcker Gänsberg angesiedelt werden?

Bürgermeister Ludwig dankte für die Stellungnahme und erläuterte die Hintergründe, weshalb „Röhrig“ nicht weiter ausgebaut werden kann. Da man aber bereits sechs Anfragen örtlicher Betriebe mit der Bitte um Ansiedlungsmöglichkeiten vorliegen habe, sei man verzweifelt am Suchen und seit längerer Zeit mit diversen Fachbehörden in Kontakt. Und inzwischen musste man den Regionalplan bearbeiten, und dort potenzielle Flächen einordnen.

Doch der Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet steht noch lange nicht und könnte dann mit der zweiten Zufahrt zu dem Wohngebiet realisiert werden. Sobald ein Bebauungsplan fertig und vorgestellt ist, wird man die frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung ermöglichen und das pro cedere einhalten.

Martin Kast wiederholte seine Klage über die gelben Bänder, die Fremden bei Obstbäumen anzeigen, dass man sie abernten darf. Leider legalisieren diese Bänder aber auch den Obstdiebstahl. Dem entgegenzutreten sah sich der Bürgermeister leider nicht imstande, weil diese Aktion durch das Land ins Leben gerufen worden und überall sonst positiv aufgenommen worden ist.

Schülerbetreuung und Kindergartennachfragen zögerten den Beginn der weiteren sehr umfangreichen Tagesordnung mit den Ehrungen besonders fleißiger Blutspender (NZ berichtete) zu Beginn weiter hinaus, bevor sich das Gremium ausgiebig mit der Sonnenenergie in der Gemeinde beschäftigt.

Auf einer Gesamtfläche von 12 Hektar wird auf den Gemarkungen Zimmern und Seckach der bislang größte Solarpark in Seckach (NZ berichtete) entstehen. Drei Solarparks sind in der Gemeinde Seckach bereits in Betrieb. Nun stimmte der Gemeinderat nach der Vorstellung durch Barbara Schmitt vom Bauamt dem Durchführungsvertrag zwischen der betreibenden Firma juwi AG aus Wörrstadt und der Gemeinde Seckach zu und beschloss den Vorhaben bezogenen Bebauungsplan „Solarpark Winterberg“.

Zuvor waren aufgrund der Offenlegung keine gravierenden Bedenken und Anregungen durch die Bevölkerung, der Behörden und Träger öffentlicher Belange eingegangen und die behördlichen Anregungen wurden in den Bebauungsplan bereits eingearbeitet.

„Die städtebauliche Sanierungsmaßnahme „Ortsmitte Seckach II“ mit einer Fläche von 13 Hektar“ ist praktisch abgeschlossen und so kann auch die für das Sanierungsgebiet festgelegte Satzung aufgehoben werden“. Diesem Verwaltungstenor schloss sich das Gemeindegremium mit Zustimmung an.

Bereits seit dem Jahre 2017 befasst sich die Gemeinde mit dem Bebauungsplan und der Erschließung des Neubaugebietes „Steinigäcker-Gänsberg II“ im Ortsteil Seckach zur Schaffung von weiteren Wohnbauflächen. Nun beauftragte der Gemeinderat die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung aus Stuttgart mit einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (zur Ermittlung der Preisspanne im Bereich der voll erschlossenen Bauplätze) und der Klärung der Mitwirkungsbereitschaft der Grundstückseigentümer.

Mit der Durchführung der Baulandumlegung wurde das Vermessungsbüro Schwing & Dr. Neureither aus Mosbach betraut, nachdem beide die Verfahren ausführlich in nichtöffentlicher Sitzung bereits vorgestellt hatten.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt befasste man sich mit großen kontroversen Diskussionen mit den Elternbeiträgen für den Kindergarten in Großeicholzheim.

„In der Gemeinde Seckach tragen die Elternbeiträge schon seit Jahren mit deutlich weniger als 15 Prozent zur Deckung der Betriebskosten bei, wobei landesweit 20Prozent empfohlen sind“, betonte Bürgermeister Ludwig und erinnerte auch gleichzeitig daran, dass eine Angleichung der Elternbeiträge im Kleinkindbereich nach mittlerweile neunjähriger „Erprobungszeit“ im Sinne der Gleichbehandlung erfolgen müsse.

Demnach gelten für das Kindergartenjahr 2021/2022 für den Gemeindekindergarten Großeicholzheim folgende Elternbeiträge: Für das Kind aus einer Familie mit einem Kind in der Regelgruppe 133 Euro (Verlängerte-Öffnungszeit-Gruppe 166 Euro), mit zwei Kindern unter 18 Jahren Regelgruppe 103 Euro (VÖ-Gruppe 129 Euro), mit drei Kindern in der Regelgruppe 69 Euro (VÖ-Gruppe 86 Euro) und mit vier Kindern und mehr 23 Euro in der Regelgruppe (VÖ-Gruppe 29 Euro).

Für diesen Kinderhort wird das Zubuchungsangebot für 30 Minuten vor 8 Uhr und nach 14 Uhr ausgesetzt. Für die Kleinkindgruppe gelten: Mit einem Kind aus einer Familie 395 Euro, mit zwei Kindern unter 18 Jahren 293 Euro, drei Kindern 199 Euro und für vier und mehr Kindern 78 Euro. Das Tee-, Spiel- und Essensgeld bleibt bei einem Monatsbeitrag von 5 Euro.

Da man seit Jahren eine stete Zunahme an Beschwerden über Fehlverhalten jeder Art feststellt, hatte man im Rahmen der Verbandsversammlung des Zweckverbandes „Regionaler Industriepark Osterburken“ einen Meinungsaustausch bez. eines Gemeindevollzugsdienstes auf der Agenda. Konkret wäre vorstellbar, dass sich die Städte und Gemeinden Adelsheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg und Seckach für die Erledigung dieser Aufgabe zusammenschließen.

Der Seckacher Gemeinderat bekundete sein Interesse daran, will aber noch die genauen Rahmenbedingungen abwarten. Beschlossen wurde auch die Annahme einer Geldspende in Höhe von 300 Euro zugunsten des Feuerschutzes.

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