Tüfteln und forschen im Odenwald

Unser Bild zeigt von links: Landrat Jens Marco Scherf, Annika Schirmer, Sofie Klopsch, Hannes Wolf und Bürgermeister Kurt Repp. (Foto: Liane Merkle)

LEADER fördert das Schülerforschungszentrum Odenwald (SZO)

Amorbach/Mudau. (lm) Begeisterung war sowohl beim Vorstand der Joachim & Susanne Schulz-Stiftung (JSSS) spürbar als auch bei Landrat Jens Marco Scherf, der als Vorsitzender der LAG Main4Eck eine beachtliche Summe aus LEADER-Mitteln für den Ausbau des Schülerforschungszentrum Odenwald (SZO) überreichen konnte.

Nutznießer des geplanten Schülerforschungszentrums, das im Kutscherhaus der Villa Schulz entstehen soll, sind vor allem Kinder und Jugendliche aus der Region Mudau und Amorbach.

„Unsere Vision ist es, einen Ort zu schaffen, an dem wissenschaftliche und technische Neugier und der Mut, über Grenzen hinauszudenken, zu tüfteln und zu forschen, gefördert werden.“, erläuterte die projektverantwortliche Stiftungs-Mitarbeiterin und Naturwissenschaftlerin Annika Schirmer.

„Wir sind überzeugt, dass die Förderung gut in die Zukunft der Jugendlichen und der Region angelegt sein wird.“ Bereits im Herbst 2022 soll das 150 Quadratmeter große Schülerforschungszentrum Odenwald – kurz SZO – für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region um Amorbach und Mudau eröffnet werden.

Der Startschuss für den Ausbau des Obergeschosses ist zum Jahresbeginn terminiert. Dabei werden Arbeitsplätze zum Forschen und Experimentieren entstehen, die Dachterrasse wird der Sternen- und Naturkunde dienen und ein 3D-Drucker soll für kreative, problemlösende und zukunftsweisende Projekte zum Einsatz kommen.

Kein Wunder, dass die Fördersumme in Höhe von 187.600 Euro aus dem Zuwendungsbescheid des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten so große Begeisterung bei Projektleiterin Annika Schirmer sowie Hannes Wolf und Sofie Klopsch aus dem Vorstand der JSSS hervorrief.

Die Begeisterung von Landrat Jens-Marco Scherf erläuterte er mit dem lobenswerten und kreativen Engagement der Schulz-Stiftung, die mit ihren Projekten nicht nur das Interesse der Jugend im MINT-Bereich fördert und damit den Jugendlichen große Wertschätzung entgegenbringt, sondern auch in der Notwendigkeit und dem Bedarf an Fachkräften im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

Die Fördersumme von 187.600 Euro aus Leader-Mitteln für den Ausbau des Schülerforschungszentrums Odenwald im ehemaligen Kutscherhaus der Villa Schulz stelle einen Meilenstein für die regionale MINT-Bildung dar.

Weiter erläuterte der Landrat, dass das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit dem EU-Programm LEADER innovative Ideen und Projekte unterstützt, die zur Entwicklung und Stärkung des ländlichen Raumes beitragen.

Im Mittelpunkt stehen die Lokalen Aktionsgruppen (LAG), sie sind Partnerschaften zwischen kommunalen, wirtschaftlichen und sozial engagierten Akteuren in der Region. Die LAG sind zuständig für die Erarbeitung und Umsetzung der Entwicklungsstrategie in ihrer Region, einschließlich der Auswahl der Projekte, die über LEADER gefördert werden sollen.

Als Vorständin der Schulz-Stiftung und frühere Schulleiterin der Grundschule Schloßau bestätigte Sofie Klopsch: „Das Schülerforschungszentrum Odenwald ist ein weiterer Baustein unserer umfangreichen MINT-Förderung. Wir wollen eng mit Schule, Wissenschaft und den regionalen Unternehmen zusammenarbeiten.

Schülerinnen und Schüler sollen im SZO die Möglichkeit bekommen, Einblicke in die Vielfalt des MINT-Bereiches zu erhalten, ihre Kenntnisse zu vertiefen, anzuwenden und in der Praxis umzusetzen.“

Doch Landrat Scherf hatte noch ein zweites „Bonbon“ in der Tasche, das er Schneebergs Bürgermeister Kurt Repp für das Projekt der Kellerfreunde Schneeberg in Höhe von knapp 62.000 Euro überreichte. Der Verein hatte ein einsturzgefährdetes Gebäude über seinem historischen Gewölbekeller abgerissen und mit einer Betonplatte gesichert.

Auf dieser soll ein ähnliches Gebäude in Holzständerbauweise als Keltermuseum und Veranstaltungsort entstehen, was durch den positiven Förderbescheid ebenfalls als schönes Weihnachtsgeschenk angesehen wurde.

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