Innenentwicklung nicht von heute auf morgen

Minister Peter Hauk besuchte Oberwittstadt. (Foto: pm)
Oberwittstadt.  (pm) Zu einem Ortsrundgang kam der Minister für Ländlichen Raum Peter Hauk MdL vergangene Woche nach Oberwittstadt und machte sich ein Bild von der Entwicklung des mit rund 600 Einwohner zählenden zweitgrößten Ravensteiner Stadtteils. Mit von der Partie waren auch Bürgermeister Ralf Kilian, Ortsvorsteher Erhard Walz und die Mitglieder des Ortschaftsrats. Gemeinsam machten sich die politischen Vertreter nach einem kurzen Überblick, den Ortsvorsteher Walz im Dorfgemeinschaftshaus gab, auf den Weg durch die Oberwittstadter Gassen.

Intention von Peter Hauk ist es, für die Innenentwicklung auch in kleinen Ortschaften zu werben und weiter dazu zu ermuntern: „Das Leben auf dem Land ist angesagt, diesen Trend müssen wir verstetigen und dadurch unsere Ortschaften fit machen. Innenentwicklung ist mühsam, aber kann richtig Spaß machen und Ortskerne auch in Zukunft belebt halten“, ist der Minister überzeugt.

Weiter betonte er auf der Tour durch die Ortschaft im Bauland, dass er sich gerne vor Ort überzeuge wie die Verantwortlichen mit Landesprogrammen zurecht kommen. „Ich will, dass Fördermittel bedarfsgerecht dort ankommen, wo sie benötigt werden und sichtliche Veränderung schaffen können. Dabei will ich aber auch erfahren, was besser geht, wo an Landes-Programmen nachjustiert werden kann“, so Hauk, dessen Ministerium in Stuttgart unter anderem für das ELR-Programm und die Flurneuordnung zuständig ist.

An markanten Punkten erklärten Ortsvorsteher und Bürgermeister aktuelle Projektstände.
Nach jüngster Sanierung der Uhland-, Herder- und Lessingstraße steht in diesem Jahr die Sanierung der Benno-Rüttenauer-Straße auf der Agenda. Ebenso soll vor dem Dorfgemeinschaftshaus der langersehnte Dorfplatz realisiert werden. Neben Wünschen und Bedarfen gab es dabei auch einiges an Lob und positiver Kritik.

„Wir sind froh, dass einige junge Menschen innerorts gebaut haben und so das Leben im Dorf halten. Das bringt optische und gesellschaftliche Vorteile“, freute sich Ortsvorsteher Walz, dennnoch müsste es mehr Möglichkeiten geben leerstehende Gebäude durch die Stadt zu erwerben bzw. erworbene Gebäude kostengünstig abzureißen. Ebenso zeigte er sich dankbar gegenüber Stadt und Land für die gute Unterstützung bei der Dorfflurbereinigung. „Diese Mittel geben uns Handlungsmöglichkeiten und Entwicklungspotenzial auch bei knappen Kassen“, griff Bürgermeister Ralf Kilian auf. Verbunden mit dem Wunsch, die Fördersätze der Dorfflurbereinigung nach der Anordnung des Flurbereinigungsverfahrens in Oberwittstadt im Jahr 2015 anzupassen um aktuellen Preisentwicklungen gerecht werden zu können. Trotz aktiver Innenentwicklung sei es dennoch auch wichtig, weitere Bauflächen für junge Oberwittstadter zu schaffen. Beispielsweise mit einer Abrundungsmaßnahmen an bestehenden Wohngebieten.

Bei dem Rundgang wurde auch deutlich, dass es am Engagement vieler Bürgerinnen und Bürgern aber auch der Ortschaftsräte und Vereine nicht fehlt und maßgeblich zur positiven Entwicklung Oberwittstadts beiträgt. „In Oberwittstadt halten wir zusammen. Sei es beim Spielplatzbau oder beim Aufstellen von Bänken“, so der Tenor der Anwesenden. Positiv sei auch, dass öffentliche Maßnahmen, wie Straßensanierungen gerne von Anliegern mitbegleitet werden, was dauerhaft zur örtlichen Aufwertung führt.

Minister Peter Hauk dankte für die gewonnen Eindrücke, gerne nehme er die Anregungen mit und wünscht der Ortsgemeinschaft gutes Gelingen bei anstehenden Projekten. Seiner Meinung nach kann Innenentwicklung ansteckend sein, das spüre man im positiven Sinne auch in Oberwittstadt, genau das müsse das Ziel sein um den ländlichen Raum zukunftsfähig und attraktiv zu halten.

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