Grüne trauern um Willi Heidmann

Grüner Kreisvorstand im Zeichen von Corona, Mobilitäts- und Energiewende

Mosbach. (bd) Auch wenn die Videokonferenzen Fahrten vermeiden, Kreisvorstandssitzungen in Präsenz sehnen auch die Grünen alsbald wieder herbei, das war deutlich zu spüren bei der jüngsten Kreisvorstandssitzung.

Dabei wurde zunächst des grünen Veteranen Wilhelm Heidmann aus Mosbach gedacht, an dessen Wirken Kreisvorsitzender Andreas Klaffke und Klaus Brauch-Dylla erinnerten. Willy Heidmann war 1984 als erster Grüner in den Mosbacher Stadtrat eingezogen und hatte dort über 20 Jahre leidenschaftlich und sanftmütig die Belange von Ökologie und menschlichem Miteinander vertreten und verkörpert und so zur grünen Erfolgsgeschichte Wichtiges beigetragen. Der schriftliche Nachruf, den Dorothee Roos ihm widmete, werde seinen dauerhaften Platz auf der Grünen Homepage finden.

Im Anschluss nahm die Corona-Pandemie und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen zum wiederholten Male die Tagesordnung in Beschlag. Horst Berger berichtete für Buchen und Andreas Klaffke für Mosbach von den Aktivitäten, mit denen den Aufmärschen von Corona-Leugnern und Impf-Gegner*innen Zeichen für Zusammenhalt und Rücksichtnahme entgegengesetzt werden.

Die in Buchen von „Herz statt Hetze“ organisierten Kundgebungen und die „Mosbacher Erklärung“, die von vielen Hundert Unterzeichner*innen getragen wird, seien beeindruckende Zeichen der demokratischen Zivilgesellschaft gegen Wissenschaftsfeindlichkeit und Demokratie-Verleumdung.

In der Diskussion um die Erhöhung der Impfquote und eine mögliche Impfpflicht wurden differenzierte Standpunkte bezogen, die eine Impfpflicht zwar als grundsätzlich gerechtfertigt ansehen, ihren akuten Nutzen und Folgen jedoch auch zwiespältig betrachteten. Einigkeit bestand, dass die diesbezügliche Kommunikation verbesserungswürdig und Beratungsangebote auszuweiten seien.

In der Jahresplanung des Kreisvorstandes soll ein Frühlingsempfang den ausgefallenen Neujahrsempfang ersetzen. Kreisvorsitzende Amelie Pfeiffer will dafür Franziska Brantner gewinnen, nachdem die neue parlamentarische Staatssekretärin trotz ihren Aufgaben in der Regierung die Betreuung des Neckar-Odenwald-Kreises als Bundestagsabgeordnete zugesagt hat.

Vorstandsmitglied Horst Berger schilderte die Planungen für einen „Mobilitätssonntag“ in Buchen, der wohl im Juni mit Vorträgen und Ausstellungen stattfinden soll. Auch gäbe es den Wunsch, dass sich die Stadt am landesweiten „Stadtradeln“ in diesem Jahr beteiligt.

Kreisrat Anton Fleischmann berichtete über ein Nahwärmekonzept für Buchens Neubaugebiete, das mit einer Vortragsreihe für Bauherren, Bauträger, Architekten u.a. bekannt gemacht werden soll.
Amelie Pfeiffer informierte, dass in der Reihe „Klimadialog“ das Projekt: Alternative, naturnahe Gartengestaltung in den Blick genommen werden soll.

Hoffnungsvoll klangen die Schilderungen von Klaus Brauch-Dylla zum jüngst vorgestellten Windenergieprojekt Buchen-Limbach, das von den renommierten Odenwälder Windenergiepionieren „Windenergie S&H“ aus Hettigenbeuern entwickelt wird.

Dieses Unternehmen stehe für direkten Dialog mit den Verantwortlichen und der Bevölkerung vor Ort und für Energiewende von unten, die als „Bürgerwind-Projekt“ mit Beteiligungsmöglichkeiten der Menschen aus der Region die Wertschöpfung am Ort halte.

Andreas Klaffke verwies abschließend darauf, dass MdL Erwin Köhler als Betreuungsabgeordneter aus dem Landtag beabsichtige in der ersten Jahreshälfte mit Fraktionsvorsitzendem Andreas Schwarz und Ministerin Thekla Walker vor Ort Termine im NOK zu ermöglichen.

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