Gartenhaus sorgt für heftige Diskussion

 Knotenpunkt vor dem alten Schulhaus in Scheringen. (Foto: pm)

Gebühren der Verlässlichen Grundschule bleiben konstant – Erhöhung ab 2023 beschlossen

 Limbach. (tw) Zügig lief die öffentliche Sitzung des Limbacher Gemeinderats in der Sporthalle Limbach, zu deren Beginn sich die neue Leiterin des katholischen Kindergartens in Wagenschwend, Nadine Häfele, dem Gremium kurz vorstellte, wofür ihr Bürgermeister Thorsten Weber dankte.

„Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit, auch wenn die Gemeinde nicht Träger der Einrichtung ist, wird es doch regelmäßig Berührungspunkte geben.“

Nach der Bekanntgabe zweier Bauplatzverkäufe und einem Grundstücksankauf als Beschlüsse der letzten nichtöffentlichen Sitzung, vergab der Gemeinderat einstimmig die Ingenieurleistung für die Neugestaltung des Knotenpunktes im Bereich der „Alten Schule“ im Ortsteil Scheringen (s. Foto).

Zusammen mit der geplanten Erschließung der Abt-Theobald-Straße und mit Blick auf die räumliche Nähe soll in diesem Zusammenhang auch das Umfeld um das alte Schulhaus neu gestaltet werden. „Wir wollen beide Maßnahmen nach Möglichkeit zusammenschalten und damit Synergieeffekte nutzen“, betonte der Bürgermeister.

Im nächsten Punkt ging es um die Festlegung der Gebührensätze für den Bereich der Betreuung im Rahmen der sogenannten „Verlässlichen Grundschule“. Die Gebühren für das kommende Schuljahr sollen mit Blick auf die Auswirkungen der laufenden Pandemie erneut konstant gehalten werden. Dies beschloss der Gemeinderat genauso einvernehmlich, wie die dann im Schuljahr 2023/2024 geltenden neuen Gebührensätze.

Diese werden dann bei 45 Euro/monatlich für die Betreuung im Rahmen der „Verlässlichen Grundschule“ bei insgesamt elf Monatsbeiträgen und bei einer Mindestbelegung von fünf Kindern liegen. Dazu bleibt es bei der Möglichkeit, ab acht Kindern eine Zehnerkarte für dann 90 Euro zu nutzen. „Wir wollen außerdem das Thema der Nachmittagsbetreuung im Zeitfenster von 13.00 – 14.00 Uhr bereits ab dem kommenden Schuljahr attraktiver machen, indem wir die Gebühr an der Zahl der teilnehmenden Kinder orientieren“, so Thorsten Weber.

Im kommenden Jahr beträgt die Gebühr bei vier bis fünf Kindern die bisherigen 105 Euro. Sie reduziert sich bei sechs bis sieben Kindern auf 82 Euro und ab acht Kindern auf 78 Euro. Auch hier erfolgt dann zum Schuljahr 2023/2024 eine Anpassung an die gestiegenen Kosten.

Wasserwerk wird komplett erneuert

Anschließend beschäftigten den Gemeinderat gleich zehn Baugesuche, darunter sechs Einfamilienhäuser, eine Gerätehalle und ein Mehrfamilienhaus, wo das Einvernehmen erteilt und den notwendigen Befreiungen zugestimmt wurden. Unter den Baugesuchen war aber auch die umfassende Sanierung des Wasserwerks in Krumbach, das Wasser für die Limbacher Ortsteile Krumbach und Limbach sowie für die Gemeinde Fahrenbach aufbereitet und liefert.

„Das Wasserwerk wird komplett erneuert und mit der neuesten Technik ausgestattet. Es gab nun doch Verzögerungen in der Planung, die aus der Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen resultieren“, so Thorsten Weber. Insgesamt knapp 3 Mio. Euro wird die Maßnahme, die durch den Wasserzweckverband „Oberes Trienztal“ gestemmt wird, wohl kosten.

Im Vorfeld der umfassenden Sanierung und Erweiterung des Wasserwerks wurde bereits eine Ultrafiltrationsanlage am aktuellen Bestandsgebäude installiert, die später im Gebäude integriert werden wird. Das Bauvorhaben fand die einstimmige Zustimmung des Gemeinderats. Bereits im vergangenen Jahr wurde intensiv über den Bau eines Gartenhauses in Wagenschwend diskutiert. Nach der Zustimmung des Ortschaftsrates kam in der Diskussion die Sorge auf, dass es zu einer Nutzung kommen wird, die über die beantragte hinausgeht. „Der Bauantrag gründet auf einer festgelegten Nutzung und diese wird dann Gegenstand der Baugenehmigung sein. Damit ist ein weitergehender, über die Baugenehmigung hinausgehender Gebrauch nicht möglich“ stellte der Bürgermeister klar. Dem folgte der Gemeinderat mit seiner Zustimmung.

Die einstimmige Annahme von drei Spenden in einer Höhe von insgesamt 1.321,40 Euro war dann reine Formsache. Mit Anfragen zur Asylbewerbersituation, zum Stand des freien WLAN´s in allen Ortsteilen, zum Thema Friedwald und zum Museum in Wagenschwend endete die öffentliche Sitzung.

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