Rebhuhnbestand Schefflenztal bestätigt

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(Foto: Jan Wagner)

Beginn der Brutzeit Ende Mai: Rücksichtnahme von Spaziergängern und Hundehaltern erbeten

Schefflenztal.  (pm) Das Rebhuhn ist akut vom Aussterben bedroht. Rund um Schefflenz, Billigheim und Elztal, im südlichen Neckar-Odenwald-Kreis gelegen, befindet sich derzeit das bedeutendste Restvorkommen im gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe.

Aber wie viele Rebhühner gibt es aktuell im Projektgebiet? Und wo fehlt es an geeigneten Brutplätzen, Nahrung oder Versteckmöglichkeiten?
Bei dem diesjährigen Rebuhn-Monitoring konnten trotz der kalten und windigen Witterung zur Paarungszeit insgesamt über 50 rufende Rebhähne verzeichnet werden. Diese Rufe wurden, gemeinsam mit vereinzelten Sichtbeobachtungen, in eine Karte eingetragen. Im Ergebnis wurde das Projektgebiet „Rebhuhnschutz Schefflenztal“ als Schwerpunktgebiet bestätigt.

Die Rebhennen und Rebhähne haben in den letzten Wochen ihre Reviere aus- gewählt. Im Mai haben die Hennen mit der Eiablage begonnen. Diese kann sich über drei Wochen hinziehen, anschließend beginnt die Brutzeit.

Spaziergänger werden gebeten auf den Wegen bleiben, Hundebesitzer sollten ihre Hunde an der Leine führen.

Die Erfassung der Rebhühner wurde im Frühjahr durch ehrenamtliche Vogel- kundler der Ornithologischen Gesellschaft Baden-Württemberg und ortsansässige Jäger durchgeführt. Knapp ein Dutzend Ehrenamtliche gingen die rund 40 ausgewählten Strecken, sogenannte Transekte, ab. Durch die gute Beteiligung konnten 2022 deutlich mehr Transekte abgegangen werden als im letzten Jahr. Dadurch konnte die Abgrenzung des Verbreitungsgebietes weiter geschärft werden.

Neben den Rebhühnern wurden auch regelmäßig Hasen und Füchse gesichtet. Letztere gefährden die Rebhühner, da Füchse gerne die Nester am Boden räubern. Umso wichtiger sind möglichst sichere Brutplätze, die Rebhühner vor allem in großen Brach- oder Blühflächen finden. Daher ist die Fuchsbejagung auch ein Bestandteil des Rebhuhnschutzes.

Beim 2021 gestarteten Projekt zum Rebhuhnschutz Schefflenztal arbeiten zahlreiche lokale Akteure unter Federführung des Naturschutzreferats im Regierungspräsidium Karlsruhe zusammen. Ziel des Projekts ist die langfristige Erhaltung der Rebhühner und die Stärkung der Bestände im Schefflenztal. Das große ehrenamtliche Engagement ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Innerhalb des Projektgebiets wurden sieben Kernzonen definiert. Bereits im letzten Winter wurde dort die Lebensraumqualität für Rebhühner begutachtet. Nach dem Monitoring arbeiten die Beteiligten nun daran, gezielte Schutzmaßnahmen umzusetzen. So sollen mehr Blühflächen in der Landschaft entstehen und Hecken regelmäßig gepflegt werden. Gleichzeitig werden Informationsmaterialien erstellt und Fachgespräche geführt. Im Herbst soll eine Infoveranstaltung für Interessierte stattfinden.

Weitere Informationen finden sich auf der Projektseite „Rebhuhnschutz Schefflenztal“.

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