AWO informiert zum „Tag der Pflege“

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An einem Infostand auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes in Dallau informiert die AWO Neckar-Odenwald anlässlich des Tags der Pflege. (Foto: pm)

Dallau.  (pm) Anlässlich des internationalen „Tags der Pflege“ machte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Neckar-Odenwald an ungewöhnlichem Ort auf die Bedeutung von pflegerischen Dienstleistungen aufmerksam. Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Dallau hatte man einen Infostand aufgebaut und verteilte Rosen. Dass das Thema den Menschen unter den Nägeln brennt, wurde dabei schnell deutlich.

„Vielen Nachfragen bekamen wir zu den Leistungen der AWO“, so AWO-Geschäftsführerin Petra Ilzhöfer. Es sei letztlich ein untrüglicher Beleg dafür, dass der Bedarf von Pflegedienstleistungen nach wie vor weitaus höher sei, als das vorhandene Angebot. Die bestehende soziale Versorgungslücke werde sich in Zukunft noch ausweiten, befürchtet die Expertin.

Vieles sei auch mit Sorgen verbunden, beschreibt Tanja Götzinger, Einrichtungsleiterin der AWO-Hausgemeinschaft in Dallau. Finanziell kämen bereits jetzt viele Pflegebedürftige und deren Angehörige an ihre Grenzen. Die permanent steigenden Pflegekosten seien jedoch nicht in der Verantwortung der häufig gemeinnützig organisierten Einrichtungsbetreiber, sondern letztlich auf die Sozialpolitik des Gesetzgebers zurückzuführen, kritisiert Götzinger die Politik.

Nicht zuletzt trage auch der Fachkräftemangel zu einer sich verschärfenden Gesamtsituation der Pflege bei. „Es ist sehr schwer, examinierte Pflegekräfte am Arbeitsmarkt zu finden“, lässt Petra Ilzhöfer die Interessenten wissen. „Darüber hinaus fehlen den Trägern Auszubildende, außerdem ist die Lücke, die durch die Abschaffung des Zivildienstes entstand, nie wirklich geschlossen worden“, so die Geschäftsführerin weiter. Deshalb nutze man den Infostand auch, um im persönlichen Kontakt intensiv für die pflegerische Berufsfelder zu werben.

„Wir werden gebraucht“, resümiert Kreisrätin Gabriele Teichmann, die Kreis- und Aufsichtsratsvorsitzende der AWO Neckar-Odenwald. Der demografische Wandel mache auch vor dem ländlichen Raum nicht halt. „Wir betreiben unsere Pflegeeinrichtungen im Landkreis und die ambulante Pflege weiterhin mit voller Überzeugung nach unseren AWO-Grundwerten“, versicherte Teichmann. Dafür wolle man sich auch im Kontakt mit der Politik immer wieder einsetzen.

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