Großübung Mercalli 2022

(Foto: pm)

Bereitschaft des Leitstellenbereiches Montabaur übte im Neckar-Odenwald-Kreis

Mosbach. (pm) Die vorgeplante überörtliche Hilfe aus dem Leitstellenbereich Montabaur führte am Wochenende eine Großübung durch. Für die Übung „Mercalli 2022“ wurde ein Hilfeersuchen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg angenommen. Es haben Einheiten von Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk, aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied, dem Westerwaldkreis und dem Rhein-Lahn-Kreis, teilgenommen.

Am Donnerstagnachmittag wurde die Bereitschaft angefordert, die Abfahrt nach am Sammelpunkt in Holzhausen an der Haide (Rhein-Lahn-Kreis) erfolgte am Freitagmorgen gegen 11 Uhr. Zielort war Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis.

„Eine Kolonne aus 30 Fahrzeugen hat bei einem Fahrzeugabstand von 50m eine Länge von rund 1,8km und gilt trotzdem als ein Fahrzeug.“, betonte Lars Ritscher von der Übungsleitung.

Guido Erler (BKI des Rhein-Lahn-Kreises) gab erste Informationen bekannt: „Im Bereich des Neckar-Odenwald-Kreises hat sich ein schweres Erdbeben ereignet, viele Häuser sind einsturzgefährdet oder eingestürzt und durch umgeknickte Strommasten haben sich Waldbrände entwickelt.“

Das Vorauskommando der Berufsfeuerwehr Koblenz war zu diesem Zeitpunkt bereits unterwegs, ebenso wie ein Vorauskommando der Bereitschaftsleitung.

Auf das zweite Vorauskommando trifft die Kolonne bei ihrem technischen Halt an einem Autohof. „Auch das Überprüfen der Fahrzeuge und Auftanken wird hier geübt“, erklärt Ralf Schwarzbach (BKI Landkreis Altenkirchen).

In Mosbach angekommen erfolgte eine erste Einweisung durch Kräfte der Technischen Einsatzleitung des Neckar-Odenwald-Kreises, sie unterstützen die Übungsleitung.

Anschließend wurden Feldbetten aufgebaut und nach einem stärkenden Abendessen aus der Küche der Schnelleinsatzgruppe-Verpflegung (SEG-V) des Landkreises Altenkirchen, erfolgte die Nachtruhe um gestärkt in den nächsten Tag zu starten.

Am Samstagmorgen um 08.00 Uhr erhielten die Einsatzkräfte ihre Einsatzbefehle.

Empfehlung  Buchens Streetdancer in der Weltelite

Zwei Löschzüge sollten Menschen aus eingestürzten Gebäuden retten und müssen vor Ort auch mit einem Gasleck klarkommen. Ein fiktives Nachbeben erschwerte den Einsatz. Unterstützung erhielten die Kräfte durch Rettungshunde, die vermisste Personen im Trümmergelände aufspüren. 12 Personen wurden gerettet.

Die anderen beiden Löschzüge wurden bei einem fiktiven großen Waldbrand eingesetzt. Wasser musste aus dem rund 2,8 km entfernten Schwimmbad zu den Einsatzkräften der Feuerwehr Haßmersheim transportiert werden. Um möglichst viel Wasser zu transportieren, wurden zwei parallele Leitungen gelegt. Allein die Schlauchleitung fasste somit rund 25.000 Liter Wasser und im anspruchsvollen Gelände mussten mehrere Verstärkerpumpen eingesetzt werden.

„Unsere Aufgabe als Technische Einsatzleitung war es die Verbindung zwischen dem Neckar-Odenwald-Kreis und den eingesetzten Einheiten zu halten, ständige Lagemeldungen abzufragen und die Einsatzkräfte zum Beispiel durch Nachalarmierung weiterer Kräfte zu unterstützen.“, erklärt Holger Kurz (BKI Landkreis Neuwied), als Leiter des Stabes.

Ein gemeinsames Resümee und Ausgabe der Urkunden, inklusive Patch als Andenken erfolgte am Samstagabend. Die Übung, die von Volker Lemgen (NR), Lars Ritscher (RLK), Jens Weinriefer (WW), Hartmut Karwe (WW), Jörg Alfter (NR) und Matthias Theis (AK) geplant wurde, hatte eine besondere Dimension.

Sie ist die bisher größte Übung der überörtlichen Hilfe in Rheinland-Pfalz. Mehrere Beobachter, z.B. von Berufsfeuerwehren, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, sowie aus dem Führungsstab und dem Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises, wie der Erste Landesbeamte Dr. Björn-Christian Kleih, verfolgten die Übung.

„Eine Übung über mehrere Tage, mit so vielen Kräften ist besonders. Unser Dank gilt allen Beteiligten, die diese Übung ermöglicht haben“, waren sich die Übungsleitung und die übende Leitung der Bereitschaft einig.

Umwelt

Von Interesse

Für Rettung am Katzenbuckel gerüstet
Gesellschaft

Für Rettung am Katzenbuckel gerüstet

Beim Musikfest der Feuerwehrkapelle Waldkatzenbach wurde das knapp 300.000 Euro teure TSF-W, im Beisein von Landrat Dr. Achim Brötel (li.), von Sirkka Zimmermann (4.v.li.) und Gregor Kalla (6.v.li.) geweiht und in Dienst gestellt. Mit den Floriansjüngern um Abteilungskommandant Thomas Stelzer (6.v.re) freut sich Bürgermeister Markus Haas (7.v.re) und Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr (3.v.li.) (Foto: Hofherr) FFW Waldkatzenbach stellt TSF-W in Dienst Waldkatzenbach. Im Rahmen des Musikfests der Feuerwehrkapelle Waldkatzenbach vollzog die Gemeinde Waldbrunn und mit ihr die FFW Waldbrunn sowie die Abteilungswehr Waldkatzenbach einen weiteren Schritt hinzu Erfüllung des Feuerwehrbedarfsplans. Nachdem bereits in Dielbach und Mülben ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) […] […]

Weisbach verabschiedet Feuerwehrkommadant
Gesellschaft

Weisbach verabschiedet Feuerwehrkommandant

Mit nur einem Schlag von Bürgermeister Markus Haas (5.v.li.) war das Freibier angestochen. (Foto: privat) **Weisbach. ** Am vergangenen Wochenende feierte der kleine Waldbrunner Ortsteil Weisbach sein 39. Brunnenfest. Dass es etwa 400 Einwohner und deren Vereine sowie der Ortschaftsrat seit vier Jahrzehnten schaffen, ein dreitägiges Fest mit einem abschließenden Feuerwerk auf die Beine zu stellen, forderte nicht nur dem Schirmherrn, Waldbrunns Bürgermeister Markus Haas, großen Respekt ab, auch Minister Peter Hauk, der dem Fest am Montagabend einen Besuch abstattete, war voll des Lobs für die “großartige Dorfgemeinschaft”. Dies zeige die besondere Stärke des ländlichen Raums, hob Hauk die Traditionspflege […] […]

Waldbrunner Mostwochen 2024
Top

Waldbrunner Mostwochen 2024

(Archivbild) Waldbrunn. (pm) Die Apfel- und Birnenernte naht und wird auch dieses Jahr wieder von der Waldbrunner Mostwoche, 28. September bis 06. Oktober, eingeläutet. Neben „Gutes aus Äpfel und Birnen“ in er teilnehmenden Gastronomie findet auch in diesem Jahr die Gelbes Band-Aktion des Landkreises statt. Wer seine Obstbäume zur Ernte für die Öffentlichkeit frei geben möchte, markiert diese mit einem gelben Band. Das Band kann in ausreichender Menge kostenfrei in der Tourist-Info Waldbrunn, in der Katzenbuckel-Therme, für diesen Zweck abgeholt werden. Der NABU Waldbrunn bietet dieses Jahr neben den jährlich angebotenen vergünstigten Obstbäumen auch heimische Hecken an. Die Sortenliste kann […] […]