Über 21 Krankheitstage im Neckar-Odenwald-Kreis

Analyse zur Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2025

(Symbolbild – Pixabay)
Mosbach. (pm) Die Barmer hat ermittelt, wie häufig und wie lange die Menschen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis im letzten Jahr krankgeschrieben waren. Auf 100 Erwerbspersonen entfielen laut der Analyse 2.141 Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) und 199 Arbeitsunfähigkeitsfälle (AU-Fälle).

„Das heißt, dass jeder im Schnitt zweimal und insgesamt mehr als 21 Tage krankgeschrieben war. Das ist die zweithöchste Fehlzeit in ganz Baden-Württemberg. Lediglich in Mannheim waren die Menschen letztes Jahr noch länger krankgeschrieben“, sagt Stefan Schäfer, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Mosbach. „Wenn wir nach den Gründen für die krankheitsbedingten Ausfälle schauen, dann sehen wir, dass die Atemwegserkrankungen im Neckar-Odenwald-Kreis die häufigsten und die psychischen Störungen die längsten Fehlzeiten verursacht haben.

Wer beispielsweise wegen einer Depression oder einer Belastungsstörung krankgeschrieben wurde, war damit im Schnitt 43 Tage arbeitsunfähig.“ Laut dem Gesundheitsreport der Krankenkasse lag der Krankenstand im Neckar-Odenwald-Kreis bei etwa 5,8 Prozent (2024: 6,1 Prozent) und damit über dem landesweiten Durchschnitt von 5,02 Prozent.

Diese Diagnosen führen besonders häufig zu einer Krankschreibung
Die häufigsten Gründe für eine Krankschreibung lassen sich laut Barmer-Gesundheitsreport diesen vier Diagnosekapiteln zuordnen: Psychische und Verhaltensstörungen, Krankheiten des Atmungssystems, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems sowie Verletzungen und Vergiftungen. Letztgenannte haben im Neckar-Odenwald-Kreis im Jahr 2025 zwölf AU-Fälle und 233 AU-Tage je 100 Erwerbspersonen verursacht. Den Muskel-Skelett-Erkrankungen, zu denen zum Beispiel die Rückenschmerzen zählen, konnten 23 AU-Fälle und 432 AU-Tage zugeordnet werden.

Für den Barmer-Gesundheitsreport wurden die Daten von gut 332.000 baden-württembergischen Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahren ausgewertet, die im Jahr 2025 bei der Barmer versichert waren. Diese Gruppe umfasst alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Arbeitslosengeld-Empfänger und freiwillig Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld. Die Daten wurden standardisiert und auf die Bevölkerung hochgerechnet.

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