Intensive Ermittlungen führen zu Verdächtigen
Tauberbischofsheim. (ots) Betrugsdelikte beschäftigen die Bevölkerung und damit auch die Polizei in vielfältiger Form. Ob über Telefon, Messenger-Dienste, das Internet oder im direkten persönlichen Kontakt – die Täterinnen und Täter nutzen unterschiedliche Wege und entwickeln ihre Vorgehensweisen stetig weiter. Ziel ist dabei häufig, das Vertrauen ihrer Opfer auszunutzen und sie zur Herausgabe von Geld, persönlichen Daten oder anderen Vermögenswerten zu bewegen.
Für das Polizeipräsidium Heilbronn ist die Bekämpfung von Betrugsdelikten daher ein wichtiges Handlungsfeld. Dabei beschränkt sich die Arbeit längst nicht auf die Prävention.
Mit gezielten Maßnahmen informiert und sensibilisiert die Polizei die Bevölkerung über aktuelle Betrugsmaschen und gibt Hinweise, wie sich Bürgerinnen und Bürger schützen können.
Gleichzeitig setzen die Ermittlerinnen und Ermittler alles daran, Straftaten aufzuklären, Tatverdächtige zu identifizieren und diese konsequent strafrechtlich zu verfolgen.
Dem Kriminalkommissariat Tauberbischofsheim ist dies im Zusammenhang mit Betrugsdelikten in den vergangenen Wochen in drei Fällen gelungen.
Mit der Masche, dass eine angebliche Einbrecherbande in Werbach unterwegs sei und die Wertsachen einer Seniorin gesichert werden müssen, erbeuteten zunächst Unbekannte Bargeld und Schmuck.
Durch intensive Ermittlungen sowie der Auswertung von Spuren und digitalen Beweismitteln konnte ein Tatverdächtiger identifiziert werden.
Eine Frau steht im dringenden Verdacht eine Seniorin in Bad Mergentheim um Gold und mehrere tausend Euro gebracht zu haben. Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion führten zu der tatverdächtigen Frau, die als Abholerin fungierte und in Bayern festgenommen wurden.
Zuvor hatte sich ein Anrufer als Arzt ausgegeben und der Seniorin suggeriert, dass ihr Sohn an Krebs erkrankt sei und nun Geld für eine sofortige Behandlung notwendig wäre. Durch geschickte Gesprächsführung brachte der Anrufer die Frau dazu ihre Wertsachen an die Abholerin zu übergeben.
Zudem gab es noch einen dritten Ermittlungserfolg des Kriminalkommissariats Tauberbischofsheim im Zusammenhang mit einem falschen Bankmitarbeiter.
Dieser brachte eine Seniorin dazu ihre Bankkarten sowie die zugehörigen PIN herauszugeben, sodass mehrere Abbuchungen von ihrem Konto erfolgten.
Ein Mann, der Verfügungen mit einer der Karten vorgenommen hatte, wurde in kurzer Zeit identifiziert und einen Tag später festgenommen.
In allen drei Fällen führten die intensiven Ermittlungen des Kriminalkommissariats Tauberbischofsheim der Kriminalpolizeidirektion Heilbronn zur Identifizierung und Festnahme der Tatverdächtigen.
Da die Personen teilweise auch mit weiteren Straftaten in Zusammenhang stehen und es sich um laufende Ermittlungsverfahren handelt, können derzeit keine näheren Angaben gemacht werden.