Abschlusswanderung führte nach Schöllenbach

Herbstwald

Durch herbstliche Wälder ging es nach Schöllenbach. (Foto: privat)

Mudau. (lm) „Erlebnisreich“ dürfte als Charakterisierung für die Abschlusswanderung im Programm „Mudau Aktiv“absolut treffend sein. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich 32 Wanderbegeisterte, um unter Leitung von Geopark-Vorort-Begleiter Bernd Fischer die ca. 12 km lange Wanderstrecke von Mudau nach Schöllenbach anzugehen.

Zunächst ging es durch den Neuhof in Richtung Schloßau, wo Bernd Fischer in kurzen Abrissen die Besiedelungsgeschichte erläuterte und auf die Geschichte des zweitgrößten Ortsteiles der Gemeinde Mudau näher einging. Nach einem Stück auf dem Limeswanderweg fanden sich die Wanderer, darunter auch wieder treue Gäste aus Heidelberg und Mannheim, zur Mittagspause zu einem zünftigen Rucksackvesper am Wachtposten „In den Schneidershecken“ ein, um während der Stärkungspause von den Tagesabläufen der „Bausoldaten“ am ehemaligen Grenzwall des römischen Reiches zu hören und die Reste der Wachttürme und des Heiligtums zu bestaunen.

 Leider hatte während dieser Pause kräftiger Herbststurm mit ein paar Regentropfen den strahlenden Sonnenschein abgelöst. Doch das störte die gut ausgerüsteten Wanderer keineswegs und so ging es weiter, nun weitgehend bergab auf alten Kirchenpfaden in Richtung Badisch-Schöllenbach. Unterwegs waren alte Zeugen dieser Wallfahrtsstrecken in Form von eindrucksvollen Bildstöcken, aber auch Sühnekreuze vorzufinden.




Nachdem die Gruppe plangemäß die Grenze zwischen Badisch-Schöllenbach und Schöllenbach überschritten hatte, bat Bürgermeister Thomas Ihrig aus Hesseneck zum Eintritt in die Schöllenbacher Quellkirche. Dort erläuterte der „Schultes“ die Geschichte der einst sehr monumentalen Wallfahrtskirche, die heute nur noch ansatzweise zu erkennen ist. Demnach war bereits mit der Reformation die Geschichte der Wallfahrtskirche beendet und es begann ein Rückbau. Aus der Blütezeit gibt es nur noch den „Schöllenbacher Altar“, der vor Ort jedoch nur noch als Fotokopie zu sehen ist. Das Original wurde liebevoll restauriert und ist im Erbacher Schloss zu besichtigen. Heute wird die Quellkirche von der Evangelischen Pfarrgemeinde Hesseneck/Bullau genutzt.

Nach so viel Kultur war die Bewirtung im Sitzungssaal des Rathauses in Hesseneck, die Bürgermeister Thomas Ihrig zusammen mit fleißigen Helferinnen organisiert hatte, mehr als willkommen. Für Christoph Müller als Mudauer Geopark-Experte war dieser Rahmen die beste Gelegenheit, das sehr gute Zusammenspiel der Verwaltungen auch über Landesgrenzen hinweg zu betonen und sich bei Bürgermeister Thomas Ihrig für die Ausführungen und den anschließenden Empfang im Rathaus zu bedanken.

Am frühen Abend wurde dann die Wandergruppe vom eigens eingesetzten Bus der Fa. Mechler-Reisen abgeholt und zum Ausgangspunkt der Wanderung am Rathaus Mudau zurückgebracht. 

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