BEG Neckar-Odenwald eG schüttet Dividende aus

Mosbach. Im Rahmen der dritten Generalversammlung der BürgerEnergieGenossenschaft (BEG) Neckar-Odenwald eG durften sich die Genossen über einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 6.080 Euro freuen, sodass die Vorstände Susanne Wirtz (Waldbrunn) und Florian Dold (Dallau) und der Aufsichtsratsvorsitzende Erwin Brauß (Obrigheim) den Mitgliedern eine Dividende in Höhe von 2,1 Prozent in Aussicht stellten. Diesem Vorschlag folgte die Versammlung ohne Gegenstimme.

Zuvor hatte Brauß neben den anwesenden Genossen auch Bürgermeister-Stellvertreter Volker Wesch im Rathaus in Mosbach begrüßen. Nachdem der Aufsichtsratsvorsitzende mit seinen einleitenden Worten bereits eine Erfolgsgeschichte hat anklingen lassen, ging auch Bürgermeister-Stellvertreter Wesch auf die bereits Projekte der BEG ein. Neben Photovoltaikanlagen wurde auch in Windenergie investiert, darunter in den Bürgerwindparkt Großer Wald in Hettingen.

Im Bericht des Vorstands ließen Susanne Wirtz und Florian Dold das Geschäftsjahr 2014 Revue passieren. Inzwischen habe die Genossenschaft 141 Mitglieder, die 928 Anteile je 250 Euro gezeichnet haben. Damit habe man die Mitgliederanzahl seit der Gründung mit gut 50 Genossen nahezu verdreifacht. Als erstes Projekt habe man eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der KZ-Gedenkstätte in Neckarelz realisiert. Es folgten drei weitere Anlagen, die bei einer Investitionssumme von 75.000 Euro im vergangenen Jahr 8.500 Euro durch die Einspeisung von Strom erlösten. Darüber hinaus halte man Anteile an anderen Genossenschaften und somit an weiteren Projekten bei Heilbronn, in Gundersheim sowie in Rückersdorf. Außerdem den bereits erwähnten Anteil am Buchener Bürgerwindpark.

Insgesamt habe die BEG im Jahr 2014 ein Anlagevermögen in Höhe von 263.464 Euro und ein Umlaufvermögen in Höhe   von 30.828 Euro. Demgegenüber steht Eigenkapital in Höhe von 240.308 Euro, das sich aus den Genossenschaftsanteilen ergibt, Rückstellungen für eventuelle Reparaturen etc. in Höhe von 6.524 Euro und Verbindlichkeiten in Höhe von 47.460 Euro. Aus der Gewinn und Verlust-Rechnung ergeben sich Stromerlöse, Erträge aus Beteiligungen und Zinsen in Höhe von 8.486 Euro, denen Abschreibungen, betriebliche Aufwendungen, Schuldzinsen gegenüberstehen, sodass sich ein Ergebnis in Höhe von 8.129 Euro ergibt. Nach Abzug von Steuern verbleibt der oben genannte Gewinn in Höhe von 6.080 Euro.

Um die Entwicklung der BEG dazustellen, hoben Wirtz und Dold hervor, dass das Eigenkapital seit der Gründung im Jahr 2012 von 87.500 Euro auf 240.300 Euro gestiegen ist. Naturgemäß entwickelte sich auch das Anlagevermögen im gleichen Maße. Durch die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei es derzeit schwierig, in neue Maßnahmen zu investieren. Daher stehe aktuell nur ein PV-Projekt an der A 6 bei Kirchhardt zur Disposition. Darüber hinaus plane man, den produzierten Strom selbst zu verkaufen um dadurch weitere Einnahmen zu generieren. Daher führe man momentan Gespräche mit der Organisation Bürgerwerke.

Aufsichtsratsvorsitzen Erwin Brauß ging anschließend im Rahmen des Berichts aus dem Aufsichtsrat ebenfalls auf die Probleme durch das EEG ein. Auch die Ablehnung von Windparks in der Region führe dazu, dass man derzeit in der Region keine weiteren Projekte angehen kann. Abschließend dankte er seinen Aufsichtsratskollegen und dem Vorstand für die geleistete Arbeit. Alle Funktionsträger führen vollkommen ehrenamtlich aktiv, ein solide aufgestelltes Unternehmen, hob Brauß heraus.

Nachdem die Genossen dem Jahresabschluss die Zustimmung erteilt hatten, wurde beschlossen, vom Gewinn einen Teil in die Rücklagen zu übernehmen und den Rest als Dividende in Höhe von 2,1 Prozent auszuschütten.

Als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit wurden Aufsichtsrat und Vorstand einstimmig entlastet. Bei den Neuwahlen zum Aufsichtsrat wurden 1. Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Brauß, 2. Aufsichtsratsvorsitzende Gabriela Fischer-Rosenfeld, Rolf Brauch, Eckhard Leitlein und Rainer Wilczek wiedergewählt. Allerdings beschloss die Versammlung Amtszeiten zwischen einem und drei Jahren um künftig personelle Kontinuität zu gewährleisten.

Mit einem Blumenpräsent verabschiedete Erwin Brauß das Gründungsvorstandsmitglied Susanne Wirtz. Aus beruflichen und persönlichen Motiven sei sich nicht mehr in der Lage, das Amt im notwendigen Umfang auszufüllen. Brauß bedauerte ihr Ausscheiden, habe sie doch durch ihr Engagement maßgeblich zur positiven Entwicklung der BEG beigetragen.

Da es keine weiteren Punkte gab, beendete Aufsichtsrat Erwin Brauß eine harmonisch verlaufene Genossenschaftsversammlung.

 10 06 15 BEG Verabschiedung Wirtz

Mit einem Blumenpräsent verabschiedet Aufsichtsratsvorsitzender Erwin Brauß das Gründungsvorstandsmitglied Susanne Wirtz. (Foto: Hofherr)

Infos im Internet:

www.buergerenergie-neckar-odenwald.de

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