Der Arbeitsmarkt im Juli 2026

Arbeitsamt
_(Symbolbild - Michael/ Pixabay)_

Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3,8 Prozent

(pm) Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim auf 13368 gestiegen. Das sind 169 Arbeitslose (1,3 Prozent) mehr als im Juni und 132 (1 Prozent) mehr als im Juli 2025. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Juni bei 3,8 Prozent.

Im Juli wurden 693 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 41 (6,3 Prozent) mehr als im Juni und 30 (4,1 Prozent) weniger als im Juli 2025. Insgesamt waren 5029 Stellen gemeldet, 30 (0,6 Prozent) mehr als im Juni und 204 (4,2 Prozent) mehr als im Juli 2025.

Viele Unternehmen sind derzeit zweigeteilt aufgestellt: Einerseits suchen sie weiterhin gut ausgebildete Mitarbeiter. Andererseits führen die schwache Konjunktur, internationale Unsicherheiten und der Strukturwandel dazu, dass Unternehmen Neueinstellungen sorgfältiger abwägen und prüfen.

„Mit Blick auf den demografischen Wandel jedoch sollte alles daran gesetzt werden, insbesondere auch die jungen Menschen im Anschluss an ihre Ausbildung im Betrieb zu halten“, betont Elisabeth Giesen, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Derzeit ist wieder Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt. Die Agenturleiterin weist auf aktuelle Studien hin, wonach die duale Ausbildung so attraktiv wie seit Jahren nicht mehr ist. So könnten sich drei von vier Jugendlichen eine Ausbildung vorstellen und neun von zehn Auszubildenden sind mit ihrer Berufswahl zufrieden.

Doch gleichzeitig finden viele junge Menschen und Ausbildungsbetriebe noch nicht zueinander. „Deshalb bleiben Berufsorientierung, Praktika und eine gute Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf entscheidend“, so die Agenturleiterin.

Mit Blick auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sprechen viele Prognosen zudem dafür, dass gut qualifizierte Fachkräfte und Expertinnen sowie Experten künftig noch stärker gefragt sein werden. Künstliche Intelligenz wird vor allem Routinetätigkeiten übernehmen, während praktische Kompetenzen, Problemlösungsfähigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Technologien an Bedeutung gewinnen. Die Studien belegen für Elisabeth Giesen erneut ganz klar:“ Eine abgeschlossene Berufsausbildung bleibt die beste Grundlage für einen erfolgreichen Berufseinstieg, kontinuierliche Weiterbildung und langfristig sichere Beschäftigung.“

Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent (Juni: 4,1 Prozent). Im Juli waren 3394 Menschen arbeitslos gemeldet, 77 (2,3 Prozent) mehr als im Juni und 80 (2,4 Prozent) mehr als im Juli 2025. 788 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 718 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber haben 153 Stellenangebote gemeldet, 23 (17,7 Prozent) mehr als im Juni und 0,6 Prozent weniger als im Juli 2025. Der Bestand an Stellenangeboten lag insgesamt bei 687; 8,3 Prozent weniger als im Juli 2025.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 5902 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 7466. Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand betrug 44,2 Prozent.

Von den 3394 Arbeitslosen im Neckar-Odenwald-Kreis wurden 1528 vom Jobcenter Neckar-Odenwald betreut (70 weniger als im Juli 2025). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1866 Arbeitslose (150 mehr als im Juli 2025).

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres haben Arbeitgeber 4791 Berufsausbildungsstellen gemeldet, das sind 4,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Aktuell sind davon 1983 noch nicht besetzt. Im gleichen Zeitraum haben sich 2584 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, das sind 7,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Davon sind 750 noch unversorgt. Das bedeutet, dass einem unversorgten Bewerber bzw. einer Bewerberin knapp drei freie Stellen entgegenstehen.

„Die Zahlen stellen nur eine Momentaufnahme dar. Denn es ist noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Kurzfristige Einstellungen sind oft bis nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn möglich. Doch jetzt heißt es „Gas geben“, so Elisabeth Giesen.

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