Gefangenenmeuterei vor Gericht

Häftling wollte Beamten tot prügeln

Mosbach/Adelsheim. (pm) Um die Machtfrage in der JVA Adelsheim zu klären, ist es am 20.08.2014 kurz vor dem Ende des Hofgangs zwischen zwei rivalisierenden Gruppen von Gefangenen zu einer zunächst verbalen und, wie von den Gefangenen beabsichtigt, zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, an der sich mindestens 17 Gefangene beteiligten.

Nun wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten einen versuchten Mordes in Tateinheit mit Gefangenenmeuterei und gefährlicher Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen vor.

Für die Staatsanwaltschaft stellt sich die Fall wie folgt dar: Zunächst sei es sieben Justizvollzugsbeamten, die ebenfalls körperlich attackiert worden seien, gelungen, einige Mitglieder beider rivalisierender Gruppen festzuhalten, am Boden zu fixieren und diese so von weiteren Gewalttätigkeiten abzuhalten.

Daraufhin hätten sich der Angeklagte und weitere gesondert verfolgte Gefangene entschlossen, Mitglieder jener Gruppe, mit der sie sympathisiert hätten und deren Anführer der Angeklagte gewesen sei, in Verletzungsabsicht mit körperlicher Gewalt und aus den Händen der Vollzugsbeamten zu befreien.

Einem Vollzugsbeamten, der einen Gefangenen nicht habe loslassen wollen, habe der Angeklagte deshalb unter Geschrei angekündigt, ihn totzuschlagen, wenn er einen Stein in der Hand hätte. Zwar hätten zu Hilfe eilende Beamte den Angeklagten umklammert, dennoch sei es dem Angeklagten gelungen, einen weiteren Beamten mit der Faust ins Gesicht zu schlagen.

Kurze Zeit nachdem es dem Angeklagten gelungen sei, sich aus der Umklammerung der Beamten zu loszureißen, habe der Angeklagte auf den Beamten, dem er bereits angekündigt gehabt habe, ihn totzuschlagen, mit der Faust derart heftig gegen den Kopf geschlagen, dass der Kopf des Beamten zur Seite geschleudert worden und der Beamte gestürzt sei.

Danach habe der Angeklagte dem nun auf dem Rücken liegenden Beamten mit Schwung und mit dem Fuß gegen die linke Schläfe und das linke Auge getreten, um seine Ankündigung, ihn totzuschlagen, mit Tritten in die Tat umzusetzen.

Nur weil der Angeklagte von zwei zu Hilfe gekommenen Beamten festgehalten worden sei, sei es dem Angeklagten nicht gelungen, weitere Tritte gegen den Kopf des auf dem Boden liegenden Beamten zu platzieren und ihn aus Rache für dessen amtspflichtgemäßes und rechtmäßiges Einschreiten zu töten. Der Beamte, den der Angeklagte mit Fußtritten gegen den Kopf traktiert habe, habe ein Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades, Platzwunden, Prellungen und Hämatome im Kopf- und Wirbelsäulenbereich davongetragen. Der Beamte habe sich drei Tage in stationärer Behandlung befunden, sei anschließend noch eine Woche arbeitsunfähig gewesen und leide seither an einer posttraumatischen Störung.

Der Angeklagte befindet sich aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Mosbach seit dem 06.03.2015 in Untersuchungshaft in der JVA Offenburg.

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Die 1. Große Jugendkammer ist mit dem Vorsitzenden Richter am Landgericht Haas, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.

Der laut Anklage verletzte Vollzugsbeamte ist Nebenkläger.

Zu allen Terminen ist eine Sachverständige, zu dem Termin am 07.09.2015 sind außerdem sechs Zeugen, der letzte auf 13.30 Uhr, und zu dem Termin am 24.09.2015 sind vier Zeugen, der letzte auf 14.45 Uhr, geladen. Zu den Terminen am 28.09.2015 und 08.10.2015 sind bislang keine Zeugen geladen.

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