Bei „SuedLink“ die Region berücksichtigen

Alois Gerig: Erdverkabelung bringt Vor- und Nachteile


(Foto: pm)

(pm) Die Stromtrasse „SuedLink“ nimmt konkrete Formen an: In Berlin stellten die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW am Dienstag in kleiner Runde einen weiter eingegrenzten Vorschlag für einen möglichen Trassenverlauf vor.

Sollte der Vorschlag der Netzbetreiber verwirklicht werden, würde die Trasse über die Gemarkung zahlreicher Kommunen der Region verlaufen. Betroffen wären die Gemeinden Großrinderfeld, Tauberbischofsheim, Lauda-Königshofen, Boxberg, Ahorn und Ravenstein.

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„Die Kommunen im Main-Tauber- und Neckar-Odenwald-Kreis müssen weiterhin in die Planungen einbezogen werden“, forderte der CDU-Wahlkreisabgeordnete Alois Gerig bei der Vorstellung des Trassenvorschlags. Alois Gerig kündigte an, das Planungsverfahren kritisch zu begleiten, damit für die Region akzeptable Ergebnisse zustande kommen und die Bürgerbeteiligung nicht vernachlässigt wird.

Die Entscheidung über den Trassenvorschlag obliegt der Bundesnetzagentur. Bis 2025 soll die Stromleitung gebaut und in Betrieb genommen werden. Der Abgeordnete betont, dass die neue Stromtrasse gebraucht wird: „Die Energiewende macht es erforderlich, dass Windstrom aus Nord- nach Süddeutschland geleitet werden muss – SuedLink ist unverzichtbar, um die Stromversorgung sicherzustellen.“

Die neue Stromleitung soll von Brunsbüttel an der Nordseeküste bis nach Großgartach in der Nähe von Heilbronn verlegt werden. Die geplante Erdverkabelung hat aus Sicht von Alois Gerig Vor- und Nachteile. „Positiv an unterirdischen Stromkabeln ist, dass das Landschaftsbild weitgehend geschont wird – das ist für die Tourismus-Region „Liebliches Taubertal“ sehr zu begrüßen“, erklärt der Abgeordnete. Auf der Negativseite sieht Alois Gerig die hohen Kosten für die Stromverbraucher.

Zudem bringt die Bauphase große Belastungen für Grundeigentümer und Landwirte mit sich. Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW kündigten an, dass dafür Entschädigungen gezahlt werden. Alois Gerig hebt hervor, dass bei landwirtschaftlichen Nutzflächen eine faire Regelung für Eigentümer und Pächter gefunden werden müsse. Die Unternehmen sicherten zu, dass die Flächen nach Abschluss der Bauarbeiten wieder uneingeschränkt bewirtschaftet werden können.

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