Ältester Verein kämpft um Bestand

Symbolbild - Kunst-Kultur

MGV Großeicholzheim will weiter kämpfen – Dorfgemeinschaft sieht zu

Großeicholzheim. (lm) „Es ist zu bedauern, wenn eine Dorfgemeinschaft zusieht wie der älteste Verein des Ortes um seinen Bestand kämpfen muss oder diesen bereits verloren hat.

Immer wieder haben wir versucht, neue Sänger zu gewinnen, um den Chor als wichtiges Kulturgut zu festigen und das gemeinsame Singen auch zukunftsträchtig zu stärken“, so die verzweifelten und fast schon resignierten Worte von Klaus Rinklin in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des MGV Großeicholzheim zu Beginn der Jahreshauptversammlung. Im Beisein von Bürgermeister Thomas Ludwig, Ortsvorsteher Reinhold Rapp und den Vertretern der örtlichen Vereine Erhard Saffrich und Thomas Kegelmann hob er die Bedeutung eines Gesangvereins gerade für eine Dorfgemeinschaft hervor und ging auf die gesanglichen Umrahmungen von Feierlichkeiten, Festen und Veranstaltungen ein.

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Bei einem stetig steigenden Altersdurchschnitt sei der Chor aktuell mit 25 Sängern besetzt und so werde man nicht aufgeben, auch weiterhin für neue aktive Mitglieder zu werben. Trotz starker beruflicher Anspannung habe man Dirigent Klaus Bayer in seiner Funktion halten können und so seien mit tatkräftiger Unterstützung von Vizedirigent Hubert Knapp sowohl die Singstunden als auch die Vorbereitungen für öffentliche Auftritte weiterhin gesichert.

Als Mitglied in der Chorgruppe Schefflenztal sei man ein anerkannter Bestandteil im Zusammenwirken mit den Chören aus Auerbach und Unterschefflenz und habe neben gemeinsamen Auftritten auch gemeinsame Proben absolviert und neues Liedgut einstudiert. Um eine tragfähige Symbiose zwischen Tradition und Moderne zu formen, sei man durchweg bereit auch neue Wege in der eigenen Vereinsstruktur zu gehen, sagte der Vorsitzende.

Sein Dank galt allen, die die Aktivitäten des Vereins unterstützt hatten, den Dirigenten für ihr Engagement, der Gemeinde für die Zurverfügungstellung des Probenraumes und den örtlichen Vereinen für das harmonische Zusammenwirken. Schriftführer Berthold Schmedding erinnerte in seinem Bericht über die Inhalte der Aktivitäten u.a. an die Auftritte bei Jubiläen, Beerdigungen, an die gesangliche Mitwirkung beim Maibaumstellen und bei der Wiederwahl von Bürgermeister Ludwig, den ökumenischen Gottesdienst am Hohen Kreuz, die Abschlusswanderung, die geselligen Zusammenkünfte, Weihnachtsfeier und an den musikalischen Abend in der Tenne.

Herbert Haber konnte im Anschluss in seiner Funktion als Kassenwart über einen zufrieden stellenden Kassenstand berichten und da Kassenprüfer Fritz Eberle keinerlei Beanstandungen zu vermelden hatte, erteilten die Mitglieder auf Antrag von Bürgermeister Ludwig der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung. Dies auch als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit in den zurückliegenden Jahren.

Dem 1. Vorsitzenden Klaus Rinklin oblag es danach, einige Mitglieder für ihren fleißigen Singstundenbesuch mit Präsenten auszuzeichnen. Karlheinz Haaf und der Vorsitzende selbst hatten kein einziges Mal gefehlt, Hubert Knapp, Walter Winkler, Alfred Grözinger und Bruno Martin einmal, Reinhard Bassing zwei Mal, Günter Kegelmann und Dieter Hofmann drei Mal, Wolfgang Blatz, Konrad Henn, Artur Mayer, Herbert Haber und Martin Fehl vier Mal sowie Reiner Siegrist und Eberhard Gramlich fünf Mal.

In den Grußworten der Gäste wurde die zuverlässige Mitwirkung des MGV bei Veranstaltungen im kirchlichen und weltlichen Bereich gewürdigt und der Verein als anerkannter Bestandteil in der Gemeinschaft hervorgehoben. Zum Abschluss der Veranstaltung und vor dem geselligen Beisammensein verlas Bruno Martin in Erinnerung an „glorreiche Zeiten“ einen Auszug aus der Vereinschronik von 1957, in der der MGV Großeicholzheim 52 Sänger mit einem Altersdurchschnitt von 35 Jahren vorzuweisen hatte.

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