Fitness im Rennsport: Mehr als nur Training für das Sitzfleisch

Symbolbild

Tennisspieler, Boxer oder Läufer sind in Bewegung, verbrennen Kalorien und sind auf ein strenges Fitnessprogramm angewiesen. Körperliche Anstrengungen brauchen den entsprechenden Kraftaufwand. Aber gilt dies im motorisierten Sport auch? Ist der Motorsport womöglich physisch einfacher zu bewältigen?

Es ist ein weit verbreiteter Trugschluss, dass sich Motorsportler lediglich durch taktisches Fahren und Schnelligkeit auszeichnen. Volle Konzentration und kompletter Fokus auf die Strecke scheinen als einzige Bedingungen gehandelt zu werden, die Rennfahrer auf den internationalen Strecken benötigen. Doch es ist weitaus mehr, was Rennfahrer wie Sebastian Vettel oder Lewis Hamilton leisten müssen.

Wer im Cockpit sitzt, benötigt vorrangig Kraft, ein Gefühl für Gewichtsmanagement und Ausdauer – in einem Artikel beschäftigte sich t-online vor allem mit dem letzteren Punkt. Doch erst die Kombination aller drei Faktoren führt zu einem erfolgreichen Rennen – und dafür muss ausreichend trainiert werden. Denn das Halten des Wagens in der Spur beansprucht den gesamten Muskelapparat, die Belastungsgrenze in den Kurven verlangt dem Körper ebenfalls viel Kraft ab und die ständigen Gewichtsverlagerungen benötigen die entsprechende Fokussierung.

Trainieren für Muskelaufbau

Bevor Rennfahrer in ihre Autos steigen und Runde für Runde Höchstleitungen geben, geht ein intensives Training voraus. Wie Spiegel Online berichtet, setzen die erfolgreichsten Rennfahrer auf ein ausgedehntes Training zwischen den Grand Prix. In den Pausen vor und nach den Rennen setzen die Fahrer auf unterschiedliche Fitnessprogramme, die schlussendlich auf ein erfolgreiches Ganzkörpertraining hinauslaufen. Dies beinhaltet eine Mischung aus Cardio-Training und Gewichte-Heben. Der Aufbau von Muskeln ist aufgrund der kleineren Statur der Fahrer ein zunehmend wichtiger Aspekt. Durch die nur bedingte Größe, die man im Cockpit mitbringen kann, muss umso härter trainiert werden, damit das Gewicht des Wagens erfolgreich in der Rennspur gehalten werden kann. Durch das Zusammenspiel aus Geschwindigkeit, Fliehkraft und Maß des Wagens wirken gefühlt bis zu 40.000 Kilo auf einzelne Muskelpartien ein.

Anatomie eines Rennfahrers

Anders als bei Läufern oder Kraftsportlern wirken bei Rennsportlern auch Hitze und Feuchtigkeit auf den Körper ein und fordern dem Organismus noch mehr Leistung ab. Die Auswirkungen von hohen Temperaturen im Cockpit beanspruchen schnell die Ausdauerleistung, die unter gleichen Bedingungen im Vorfeld trainiert werden sollte. In der Infografik „Die Anatomie eines Formel 1 Fahrers“ wird gezeigt, dass der Fahrer gleichzeitig enorme Beinkraft aufwenden muss, um Bremse und Gas in Sekundenschnelle zu betätigen. Bei Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h ist hier eine norme Kraft von bis zu 80 Kilogramm aufzubringen. Der gesamte Bewegungsapparat – von Bein bis Nacken – steht während eines Rennen unter enormer Beanspruchung.

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Ein allgemeiner Trainingsplan existiert aufgrund der individuellen Körpereigenschaften von Rennfahrern nicht, doch es gibt grundlegende Übungen, die im Sportprogramm integriert werden sollten können. Vier solcher Vorschläge hat Fit For Fun in einer Bildgalerie zusammengestellt.
Der Glaube, dass professionelle Motorsportler nur wenig Ausdauer und Kraft benötigen, kann schnell widerlegt werden. Der gesamte Körper wird im Rennen und Training beansprucht und muss daher auf den Wettkampf bestens vorbereitet werden.

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