Wäsche waschen, aber richtig

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Beim Wäschewaschen übernimmt die Waschmaschine den Großteil der Arbeit – das richtige Waschmittel muss man aber selber finden. Das ist mitunter gar nicht leicht. Schließlich sind die Regale im Supermarkt voll: Discounter und renommierte Marken bieten eine überwältigende Auswahl an Waschmitteln, dazu zahlreiche Spezial- und Zusatzprodukte. Diese sind in den meisten Fällen aber gar nicht notwendig. Sie belasten oft nur das Portemonnaie und unter Umständen sogar die Umwelt, etwa wenn die Inhaltsstoffe in Gewässer gelangen. Was sollte man beim Kauf beachten?

Gut für die Umwelt: Waschen nach dem Baukastenprinzip

Als besonders umweltfreundliche Lösung empfiehlt die Verbraucherzentrale sogenannte Baukasten-Waschmittel. Sie setzen sich aus drei Komponenten zusammen: Grundwaschmittel, Enthärter und Bleichmittel. In Abhängigkeit von dem Verschmutzungsgrad der Textilien und der lokalen Wasserhärte werden die Komponenten nach dem Baukastenprinzip miteinander kombiniert – überflüssige Zusätze spart man sich auf diese Weise von vornherein. Solche Waschmittel sind im Handel aber noch wenig verbreitet.

Mehr als Voll-, Color- und Wollwaschmittel braucht es kaum

Bei herkömmlichen Waschmitteln sind laut Empfehlung von Stiftung Warentest drei Produkte ausreichend: Vollwaschmittel, Colorwaschmittel und Wollwaschmittel. Mit Vollwaschmitteln, wie man sie beispielsweise beim renommierten Hersteller Persil findet, lassen sich weiße und helle Textilien am besten reinigen – selbst wenn sie stark verschmutzt sind. Das enthaltene Bleichmittel entfernt auch fettige und farbige Verschmutzungen. Positiver Nebeneffekt: Vollwaschmittel lösen den Biofilm in der Waschmaschine, der Bakterien und Pilzen als Lebensgrundlage dient. Für bunte Kleidung eignen sich die Vollwaschmittel jedoch nicht. Die enthaltenen Bleichmittel lassen Farben schnell verblassen.

Für Buntes sind bleichmittelfreie Colorwaschmittel zu empfehlen. Sie schonen die Farben und verhindern Farbübertragungen zwischen den Wäschestücken. Wollwaschmittel eignen sich am besten für empfindliche Fasern: außer für Wolle beispielsweise auch für Seide. Sie enthalten keine Enzyme, die die Naturfasern angreifen, und verhindern das Verfilzen der Fasern.

Auf diese Extras lieber verzichten

Verzichten kann man laut Verbraucherzentrale auf spezielle Waschmittel für schwarze Textilien sowie Farb- und Schmutzfangtücher. Auch desinfizierende Waschmittel sind im Normalfall nicht notwendig. Bei Straßenkleidung sind Wassertemperaturen von 40 Grad Celsius ausreichend, um die Wäsche gründlich zu reinigen. Werden Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche gelegentlich bei 60 Grad Celsius gewaschen, wird eine gute Hygiene gewährleistet. Bei Personen mit geschwächtem Immunsystem oder ansteckenden Erkrankungen gelten unter Umständen andere Empfehlungen.

Bei vorportionierten Waschmitteln, sogenannten „Pods“ oder „Caps“, ist zu beachten, dass sie keine Bleichmittel enthalten. Auch in Flüssigwaschmitteln sind diese nicht enthalten, da sie sich in flüssiger Form nicht lange halten. Das Waschen mit vorportionierten Mengen ist zwar praktisch, dies jedoch auf Kosten der Dosierbarkeit: So kann ein Pod bzw. Cap zu wenig Waschmittel enthalten, zwei können aber bereits zu viel sein. Mehr Waschmittel als notwendig zu benutzen, schlägt sich in einem höheren Preis pro Waschgang nieder. Eine Überdosierung schadet zudem der Umwelt.


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