Flurneuordnung Scheidental auf der Zielgeraden

(Foto: Liane Merkle)
Scheidental. (lm)  Mit Gesamtkosten in Höhe von mehr als 4 Mio. Euro biegt das Flurneuordnungsverfahren in Scheidental nach zehnjähriger Planungs-, Genehmigungs- und Durchführungszeit nun auf die Zielgeraden ein.

Nachdem sich sowohl der Bund als auch das Land, der Landkreis, die Gemeinde Mudau und Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft mit stattlichen und nicht alltäglichen Fördermitteln an den Gesamtkosten beteiligt hatten, gab es im neu gestalteten Bürgersaal des Mudauer Rathauses eine weitere vorweihnachtliche Bescherung.

Im Beisein von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger, Landrat Dr. Achim Brötel, Klaus Schork als Scheidentaler Ortsvorsteher und Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft sowie Dipl. Ing. Markus Hüblein als leitender Fachbeamter Flurneuordnung mit den Mitarbeitern Manfred Wiener und H. Kolb übergab Minister MdL Peter Hauk einen weiteren Förderbescheid in Höhe von 176.033 Euro.

Als Hausherr und Bürgermeister erinnerte Dr. Rippberger an den ersten Bewilligungsbescheid vor rd. zehn Jahren von 2.422.762 Euro und lobte die Vertreter des Landratsamtes als hervorragende Begleiter der Scheidentaler Flurneuordnung. Im Rahmen einer Rundfahrt habe sich der Gemeinderat bereits ein positives Bild vom Geschaffenen machen können.

Minister Peter Hauk meinte, dass die über 4 Mio.-Euro, die im gesamten Verfahren in Scheidental umgesetzt worden seien, zwingend notwendig gewesen seien, um u.a. für die wenigen sehr engagierten Landwirte die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch er lobte die harmonische Zusammenarbeit aller Beteiligten und fügte an, dass die Flurneuordnung auch der Gemeinde zugutegekommen sei. So durch die 10 km deutlich verbesserten Wege, einem neuen Radweg und zahlreichen Platz-, sowie Bildstocksanierungen. Den fünften Bewilligungsbescheid für die Flurneuordnung in Scheidental übergab der Minister an Klaus Schork als Vorsitzenden der Teilnehmergesellschaft unter dem Applaus der zahlreich erschienenen TG-Mitglieder und der Scheidentaler Ortschaftsräte.

Im nächsten Jahr gelte das Hauptaugenmerk dem Ausbau von Wegen und Gräben mit u.a. der Modernisierung von 3,1 km Hauptwirtschaftswegen sowie der Restauration von Feldkreuzen, Landschaftspflegemaßnahmen, Ortsbildgestaltung und Sanierung von Bildstöcken. 2021 geht es um den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße von Unterscheidental nach Mudau und die neue Brücke über die Elz.

Wie Landrat Dr. Brötel ausführte, sei 2022 schließlich die Endabrechnung und 2024 die Beendigung der gesamten Maßnahme geplant. „Dieses Flurneuordnungsverfahren ist ein Musterbeispiel für das, was eine moderne Flurneuordnung heute alles leisten kann. Vor allem aber kann ein solches Verfahren gewachsene dörfliche Strukturen erhalten und mit neuem Leben erfüllen“.

Mit Freude und sichtlichem Stolz sagte Ortsvorsteher Klaus Schork, dass das Flurneuordnungsverfahren für Scheidental das Beste sei, was in den letzten zehn Jahren passierte. Als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft lobte er ebenfalls die gute Zusammenarbeit, was sich in dem bislang Erreichten dokumentiere, die tatkräftige Mithilfe der Betroffenen und die gelungenen Flurmaßnahmen. So der Wege- und Wasserbau, die Neupflanzungen, Wald- und Feldwegebau, Ausbau der Ortsstraße „Schulweg“, Ausbau von Hauptwirtschaftswegen, der Ausbau der Ortsstraße „Brunnenweg“ mit Kanal und die Pflanzungen von 165 Obstbaumhochstämmen durch interessierte Teilnehmer. Die rd. 18 Hektar im Neuordnungsgebiet befindlichen Streuobstwiesen bleiben in der Flurordnung vollständig erhalten und werden durch die Obstbaumpflanzaktion lediglich ergänzt und verjüngt.
 

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