Jugendförderpreis des Landes für Max Ehrmann

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Max Ehrmann (Mitte) bei der Übergabe des Gedenkbuchs an Obrigheims Bürgermeister Achim Walter und HVO-Vorsitzenden Karl Heinz Neser im Herbst 2019. (Foto: pm)

Für Gedenkbuch der Opfer der NS-Euthansie in Obrigheim ausgezeichnet.

Obrigheim.  (ne) Eigentlich hätte Max Ehrmann aus Obrigheim-Asbach, Vorstandsmitglied des Heimatvereins Obrigheim e.V., an diesem Freitag im neuen Schloss in Stuttgart vom Wissenschaftsministerium mit dem Jugendförderpreis beim Landespreis für Heimatforschung ausgezeichnet werden sollen; wegen Corona wurde die Ehrung leider abgesagt, sie wird hoffentlich zu anderer Zeit nachgeholt. Der Heimatverein Obrigheim e.V. freut sich über diese Auszeichnung und gratuliert Max Ehrmann zu dieser Würdigung.

Die Landesregierung verleiht diesen Preis jährlich in Zusammenarbeit mit dem Landesausschuss für Heimatpflege, um beispielhafte Leistungen im Bereich der Heimatforschung zu würdigen; die Werke dürfen nicht im Zusammenhang mit einer wissenschaftlichen Ausbildung stehen. Die Arbeit hatte Max Ehrmann noch als Schüler des Auguste-Pattberg-Gymnasiums begonnen und außerhalb seines Studiums fortgeführt.

Den Besuchern der Gedenkveranstaltung für die Euthanasieopfer ist sicher noch der eindrucksvolle Vortrag von Max Ehrmann in Erinnerung. Damals stellte er seine Forschungsergebnisse vor. Der Heimatverein Obrigheim stand von Beginn an hinter dem Projekt und dank der Unterstützung durch die Gemeinde wurden die Ergebnisse als Sondernummer des Obrigheimer Jahrbuchs in einer Broschüre veröffentlicht.

Unter dem Titel „Ich kann es gar nicht begreifen, warum man gerade mich so behandelt – Gedenkbuch der gesammelten Lebensgeschichten zu den Opfern der nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘ aus der Gemeinde Obrigheim (Baden)“ wurden die Mordopfer dem Vergessen entzogen. Dies war dann auch Anlass für den Vorsitzenden des Heimatvereins Obrigheim, Karl Heinz Neser, den jungen Forscher Max Ehrmann für die Ehrung vorzuschlagen, der die Jury nun zustimmte.

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