Ernte nach Verzögerungen durch Nässe

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(Foto: pm)

Landwirte haben auch in der Pandemie Felder bestückt –

Bödigheim.  (pm) Über den Zwischenstand der Getreideernte im Neckar-Odenwald-Kreis informierte sich Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL anfangs der Woche auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Martin Heyder in Bödigheim.

Im Beisein des Kreisbauernverbandsvorsitzenden Albert Gramling und einigen interessierten Landwirten erläuterte Heyder die Struktur seines Betriebes. Nachdem sich die Tierhaltung nicht mehr lohnte gab er diese im letzten Jahr auf und konzentriert sich von nun an gemeinsam mit seinem Sohn Matthias auf den Ackerbau.

„Erstmals bauen wir in diesem Jahr wieder Zuckerrüben an. Mit dem Anbau von Sojabohnen haben wir bereits seit einigen Jahren gute Erfahrungen gesammelt“, so Martin Heyder dem die Arbeit im Einklang mit der Natur am Herzen liegt. Die Landwirtschaft liefere nicht nur existenzielle Arbeit in der Lebensmittelerzeugung sondern trage auch unmittelbar zum Umweltschutz bei.

Als Beispiele nannte Heyder den Anbau von Blühwiesen aber auch die Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Maschinenhallen und Ställen, wofür er die Zustimmung von Hauk und Gramling bekam. Dies habe sich eben auch in der Pandemiezeit herausgestellt als die Bauern unermüdlich auf den Feldern und in den Ställen weiter gearbeitet haben, sodass auch in diesem Jahr geerntet werden kann, erwiderte Hauk der Landwirtschaft Anerkennung.

Anders als in den Jahren zuvor sei die Ernte in diesem Jahr wesentlich später. „Es ist für viele Getreidebauern dieses Jahr eine echte Zitterpartie. Immer wieder stören, wenn auch oftmals nur leichte, Regenfälle den Ernteverlauf“, fasste Albert Gramling die Erntesituation zusammen.

War es in den vergangenen Jahren noch viel zu trocken gewesen war es in diesem Jahr für Getreidebestände stellenweise zu lange zu nass. Gut getan hat das feuchte Wetter vor allen Dingen den Mais- und Rübenbeständen sowie den Wiesenflächen.

„Trotz der vielerorts optisch satten Bestände kann man aktuell nur von einer ertragsmäßig durchschnittlichen Getreideernte sprechen. Freuen können sich dagegen alle Betriebe mit Tierhaltung. Die Maissilos und Heulager dürften nach der anhaltenden Trockenheit in den vergangenen Jahren, dieses Jahr wieder einmal ordentlich gefüllt sein“, fasste der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz schließlich zusammen.

Des Weiteren stellte sich der Minister noch weiteren Fragen bezüglich des Biodiversitätsstärkungsgesetzes, dem Ausbau der Windkraft im Staatswald sowie der ab 2023 in Europa neu in Kraft tretenden Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

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