Gottes Tür ist offen

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(Symbolbild – Pixabay)

Friedensbotschaft ist wichtig jetzt – Neue Formen der Teilhabe an Gemeinde – Menschen finden zum Glauben und zum Gebet – Kirche muss sich umstellen

Michelbach/Unterschwarzach.  (pm) Gott will den Menschen begegnen. Die Kirche muss sich wieder mehr auf ihn verlassen und ihm die Zukunft anvertrauen. Gottes Tür ist offen. An Weihnachten braucht es diesmal vor allem Frieden. Das sind die Botschaften der Weihnachts- und Silvestergottesdienste in Michelbach und Unterschwarzach.

„Für mich ist in diesem Jahr an Weihnachten vor allem Jesus als Friedefürst wichtig“, so Angelika Schmidt, Pfarrerin in Michelbach und Unterschwarzach. „Die gesellschaftliche Atmosphäre ist aufgeheizt, und in so manchen Familien ist durch Corona das Miteinander angespannt. In der Weltpolitik geht es gerade mehr um Bedrohungsszenarien als um friedvolles Miteinander. Dass Gott Mensch wurde und in eine Welt kam, in der es auch damals schon so war, das ist spannend und ungewöhnlich. Das ist Hingabe und Liebe.“

Ich merke, wie sich Frömmigkeit verändert“, begründet Pfarrerin Angelika Schmidt ihre gottes- dienstlichen Schwerpunkte an Weihnachten und Silvester in diesem Jahr. „Die Coronazeit mit ihren neuen Gottesdienstformaten hat Menschen Mut gemacht, sich wieder neu dem Glauben und der Liebe Gottes zuzuwenden.

Andere erleben, dass sie zuhause mehr beten, ihnen aber die Gemein- schaft des Gottesdienstes mit anschließenden Gesprächen fehlt. Wie erleben eine größere Vielfalt Glauben auszudrücken und zu leben. Die Kirche darf deshalb nicht am Gewohnten festhalten, sondern muss loslassen.

Zum Beispiel stellt sich die Frage, ob der Gottesdienst weiterhin am Sonntagmorgen um 10 Uhr stattfinden muss, zu einer Zeit, in der Familien gern zusammen den Tag beginnen. Wichtig ist, dass Menschen die Beziehung zu Gott suchen und entdecken- auf welchem medialen oder präsentischen Weg auch immer.

Gottesdienst ist wichtig und schön, denn da loben, beten und singen wir gemeinsam. Das kann tröstend und ermutigend sein. Wir dürfen Gottes Wirken aber nicht auf den Sonntagmorgengottesdienst festlegen. In der Geschichte mit seinem Volk und der Geschichte der Christenheit hat Gott sich noch nie festlegen lassen.

Er ist und bleibt der Souveräne. Das zeigt uns die Bibel und auch das, was sich gerade unter den Menschen ereignet. Was die Kirche bewahren muss, ist das Evangelium, die frohe Botschaft Gottes. Wie sie das lebt und für Menschen da ist, Formen dafür und die Gestalt von Kirche müssen mit der Zeit gehen.“

In der Coronazeit sei es vor allem wichtig, in Kontakt zu bleiben, meint die evangelische Theologin. Das könne an der Haustür geschehen, aber auch mit Hilfe der modernen Medien. Schmidt: „Es gibt Senioren, die unsere Gottesdienste per Telefon live mithören, weil sie es unter der Maske im Gottesdienst nicht aushalten.

Und es gibt neue Menschen, zu denen über die wöchentlichen Onlinegottesdienste Kontakt entstanden ist und die sich daran auch aktiv beteiligen. Viele von ihnen erzählen, dass sie durch die Onlinegottesdienste wieder angefangen haben, zuhause zu beten. Zwei neue Formen der Teilhabe an Gemeinde und den Glauben zu leben, die wir in unseren beiden Kirchengemeinden vor Corona noch nicht im Blick hatten.“

„Ein Kind verändert das Leben“ Moderner Weihnachtsgottesdienst mit Liedern auch zum Mitsingen und mit Menschen, die von eigenen Erfahrungen erzählen bereits ab Donnerstag vor Weihnachten um 20 Uhr freigeschaltet auf Youtube „kirchengemeinde unterschwarzach“. Außerdem lustige Krippenspielfilme: „Warum das Jesuskind lachen musste“ und „Jesus ärgere dich nicht“.

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