Falsche Polizisten in Haft

Zunächst war man von einer Beute in Höhe von 80.000 Euro ausgegangen, inzwischen steht eine Schadenssumme im sechsstelligen Bereich fest. (Symbolbild – istara/Pixabay)

Eberbacherin wurde um mehr als 100.000 Euro betrogen

Eberbach/Heidelberg. (ots) Anfang Oktober soll eine Tätergruppierung, welche sich als Polizeibeamte ausgab, einer Seniorin aus Eberbach Goldbarren und Münzen im Gesamtwert von über 100.000 Euro entlockt haben (NZ berichtete).

Umfangreiche Ermittlungen der Spezialistinnen und Spezialisten für Betrugsdelikte der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und der Staatsanwaltschaft Heidelberg führten zunächst zu einem Tatverdacht gegen einen 20-jährigen Mann, der Anfang Oktober die Wertgegenstände bei der Seniorin abgeholt haben soll.

Weitere Nachforschungen führten die Ermittlerinnen und Ermittler auf die Spur von zwei 21-jährigen Komplizen, welche für ähnliche Taten in weiteren Bundesländern in Frage kommen.

Hierbei erhärtete sich der Verdacht, dass die Gruppierung arbeitsteilig vorgegangen sein dürfte. Einer der 21-Jährigen soll als Fahrer des 20-jährigen Abholers gedient haben. Der andere 21-jährige Mittäter dürfte nach derzeitigem Ermittlungsstand die Abholung der Wertsachen logistisch koordiniert haben.

Am 14. Dezember wurden die drei Verdächtigen im Rahmen von gemeinsamen Durchsuchungsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen und Hessen festgenommen werden.

Die beiden 21-jährigen mutmaßlichen Komplizen wurden in der Folge einem Haftrichter beim Amtsgericht Brilon vorgeführt, der die von der Staatsanwaltschaft Heidelberg erwirkten Haftbefehle in Vollzug setzte.

Der 20-jährige Abholer wurde am 15. Dezember beim Amtsgericht Heidelberg vorgeführt. Der Haftbefehl gegen ihn wurde ebenfalls in Vollzug gesetzt. Alle Verdächtigen wurden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern weiter an und konzentrieren sich nun auch auf mögliche Zusammenhänge und Verflechtungen zu anderen Taten sowie auf die Identifizierung weiterer Hintermänner, welche aus Callcentern im Ausland agiert haben dürften.

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