Aus für Straßenprostitution

(Symbolbild – GerAlt/Pixabay)

Gemeinderat trägt Vorschlag der Verwaltung mit

Heilbronn. (pm) Nachdem die Stadt Heilbronn bereits im September die Straßenprostitution rund um die Heilbronner Hafenstraße befristet verboten hat, strebt sie nun ein dauerhaftes Verbot der Straßenprostitution im gesamten Heilbronner Stadtgebiet an.

Die Entscheidung liegt beim Regierungspräsidium Stuttgart, bei dem die Stadtverwaltung einen entsprechenden Antrag auf Ausweitung des Sperrbezirks stellen wird. Der Gemeinderat beschloss diese Vorgehensweise in seiner Sitzung am Donnerstag.

„Mit der Ausweitung des Verbots wollen wir die negativen Begleiterscheinungen der Straßenprostitution dauerhaft und flächendeckend unterbinden“, begründet Bürgermeisterin Agnes Christner die Position der Stadt Heilbronn. „Dabei geht es uns auch um den Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstands“, sagt Christner.

In der Vergangenheit kam es im Bereich Hafenstraße immer wieder zu Straftaten und gewaltsamen Auseinandersetzungen der dortigen Akteure, bei denen unter anderem auch Prostituierte verletzt wurden. Daraufhin hat die Stadt Heilbronn im September ein zunächst auf drei Monate befristetes Verbot der Straßenprostitution erlassen, das mittlerweile bis zum 13. Juni 2023 verlängert wurde.

Seit dem Inkrafttreten des Verbots hat sich die Lage rund um die Hafenstraße vollständig beruhigt. Dennoch befürchtet die Stadt, dass sich die Situation wieder verschlechtern würde, sobald das befristete Verbot ausläuft.

Außerdem ist zu beobachten, dass sich einige Prostituierte bereits jetzt neue Standorte außerhalb des aktuell gültigen Sperrbezirks suchen. Um das künftig auszuschließen, will die Stadt das Verbot für das gesamte Stadtgebiet.

Die Stadt geht davon aus, dass aufgrund der Gefährdung der Jugend und des öffentlichen Anstands, die von der Straßenprostitution ausgehen, die rechtlichen Voraussetzungen für ein vollumfängliches Verbot des Straßenstrichs gegeben sind.

Aufgrund der dann erwarteten Verlagerung der Prostitution in Wohnungen und Räumen hat die Verwaltung dem Gemeinderat zugesichert, alles daran zu setzen, Hilfsangebote für Prostituierte auch künftig zugänglich zu halten.

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