MdL Hauk: „ELR wichtiger Motor“

12.04.10

Arbeitsplätze und Strukturentwicklung – 48 Millionen Euro für die Strukturverbesserung ländlicher Gemeinden, davon fließen 1,643 Millionen Euro in den Neckar-Odenwald-Kreis

MdL Peter Hauk. (Foto: privat)

Neckar-Odenwald-Kreis. „Über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) fließen dieses Jahr rund 48 Millionen Euro in die Strukturentwicklung des Ländlichen Raums. Dadurch schiebt das Land ein Investitionsvolumen von rund 375 Millionen Euro an. Über 1.400 neue Arbeitsplätze werden so geschaffen“, sagte der Neckar-Odenwälder Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Peter Hauk.

Das ELR sei mit seinen vier Förderschwerpunkten – Arbeiten, Grundversorgung, Gemeinschaftseinrichtungen und Wohnen – das zentrale Strukturförderprogramm für den Ländlichen Raum. Seit 1995 seien in diesem Programm über eine Milliarde Euro an Fördermitteln bereit gestellt und dadurch Investitionen von mehr als acht Milliarden Euro angeregt worden. Rund 30.000 neue Arbeitsplätze im Ländlichen Raum hätten dadurch geschaffen und unzählige weitere hätten dadurch gesichert werden können.

„Baden-Württemberg kann innerhalb des ELR dieses Jahr in 417 Gemeinden 1022 Projekte berücksichtigen“, betonte Hauk. Davon seien 15 Prozent kommunale und 38 Prozent privat-gewerbliche Projekte. 47 Prozent der Projekte entfallen auf den privat-nichtgewerblichen Bereich. Hier würden Projekte im Förderschwerpunkt Wohnen gefördert, insbesondere die Modernisierung von Wohnungen, die Umnutzung ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude zu Wohnzwecken oder die Schließung von Baulücken.

„Allein im Neckar-Odenwald-Kreis beläuft sich das Fördervolumen auf mehr als 1,64 Mio. Euro, das dieses Jahr in zahlreiche kommunale, private und gewerbliche Projekte fließt“, erläuterte Hauk die Situation vor Ort. Darunter befänden sich auch Maßnahmen, wie etwa die Neugestaltung des historischen Fußweges „Pfarrgässle“ am Schloss in Binau, das mit insgesamt 31.200 Euro gefördert werde, oder die Schaffung von Jugendräumen im Gemeindehaus in Neunkirchen einschließlich Außenanlage, mit einer Bezuschussung von 37.100 Euro. Auch die Erschließungserweiterung im Regionalen Industriepark Osterburken (RIO) zum zweiten Bauabschnitt finde sich im diesjährigen ELR mit einer Fördersumme von 140.800 Euro wieder. Desweiteren befänden sich zahlreiche private Altbausanierung im Kreis unter den einzelnen Förderposten.

Das ELR konzentriere seit der Novellierung der ELR-Richtlinie im Jahr 2008 noch stärker als früher seine Mittel auf die Stärkung der Innenentwicklung von Ortschaften. „Wir schlagen dadurch zwei Fliegen mit einer Klappe: Wenn die Menschen das Leben in den Ortskernen wieder attraktiver finden, brauchen wir weniger Fläche für neue Baugebiete am Ortsrand. Dies erhöht die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und wirkt einem Landschaftsverbrauch entgegen“, erklärte Hauk.

Innovative und umweltorientierte Projekte würden sowohl mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg als mit Mitteln der Europäischen Kommission unterstützt. Diese Kofinanzierungsmittel stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Sie seien für die Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung vorgesehen.

Hintergrundinformationen:

Das ELR wurde 1995 ins Leben gerufen und unterstützt seitdem kommunale und private Investitionen im Ländlichen Raum. Die Anträge werden von den Gemeinden beim Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz eingereicht. Dabei sind die strukturelle Ausgangslage, die Ziele der kommunalen Entwicklung und die beabsichtigten Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele darzustellen. Nach einer Vorabstimmung mit Regierungspräsidien und Landratsämtern werden die Programmentscheidungen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel getroffen.

Infos im Internet:
www.mlr.baden-wuerttemberg.de

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