,,Verfall“ jagdlicher Sitten bedauert

von Liane Merkle

Mudau. Das leidige Thema ,,Jagdsteuer“ , die Betreuung des Schießstandes in Osterburken und der drohende Verfall vieler jagdlicher Sitten und Gebräuche standen im Mittelpunkt der jüngsten Versammlung des Hegerings 4 Mudau in Preunschen.

Hegeringleiter Alfred Dambach bedauerte zu Beginn der Tagesordnung die Abwesenheit von Mitgliedern des südlichen Teils des Hegerings 4, die sich damit nicht nur selbst ins Abseits stellen, sondern auch den Kontakt zum Großteil der Hegegemeinschaft verlieren würden.  Um dies zu vermeiden appellierte der Hegeringleiter an die anwesenden Mitglieder, sich verstärkt um Gespräche mit diesen etwas abseits stehenden Jägern zu bemühen.

Er dankte den engagierten Mitgliedern für ihre Mitarbeit und Unterstützung bei den verschiedensten Aktivitäten und Vorhaben.


Einen breiten Raum nahm das Thema ,,Jagdsteuer“ ein, die durch den Neckar-Odenwald-Kreis zum Ärger der Jäger erhoben wird. Dambach betonte in diesem Zusammenhang, dass insgesamt 30 Stadt- und Landkreise von 44 in Baden-Württemberg keine Jagdsteuer erheben würden. Aufgrund dieser ungerechtfertigten Steuer, so der Hegeringleiter namens der Jagdpächter, würden von diesen und ihren Jägern tödlich verunfalltes Wild am Straßenrand nicht mehr entsorgt. Dies bedeute, dass z.B. kreiseigene oder fremde Unternehmer mit der Abholung und Entsorgung des Wildes beauftragt werden müssten. Im vergangenen Jahr seien etwa 690 Stück Rehwild dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen, wobei noch Schwarzwild und Hasen hinzu kommen würden. Die Entsorgung dieser ,,Jagdstrecken“ würde für den Neckar-Odenwald-Kreis finanziell mehr Aufwand erfordern, als die Summe der jährlichen Jagdsteuer einbringe. Bei Abschaffung der Jagdsteuer sähen sich die Jagdpächter automatisch wieder in der Pflicht, verunfalltes Wild zu entsorgen. Hegeringleiter Alfred Dambach: ,,Hier ist der Kreistag in sachlicher Gegenüberstellung der Argumente gefordert“. Hingewiesen wurde in diesem Zusammenhang auch auf nicht entsorgte Wildkadaver am Straßenrand im östlichen Kreisgebiet, worüber bereits ausführlich öffentlich berichtet wurde.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde mitgeteilt, dass die Hubertusmesse des Kreisjagdvereins Buchen in diesem Jahr am 5. November in Mudau stattfindet. Hierzu appellierte der Hegeringleiter an die Mitglieder, sich an den vorbereitenden Maßnahmen wie dem Ausschmücken der Kirche und dem Saal in der Gaststätte ,,Pfalz“ sowie an der anschließenden Nachfeier der Kreisjägervereinigung zu beteiligen.

Bedauert wurde der ,,Verfall“ vieler jagdlicher Sitten und Gebräuche, vor allem aber, dass in den Kursen zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung jagdliches Brauchtum höchstens beiläufig erwähnt wird und angehende Jungjäger jagdliche Bezeichnungen und Begriffe überhaupt nicht mehr kennen würden.

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Als weitere Themen wurden behandelt, die Betreuung des Schießstandes in Osterburken am 9. Oktober und die Revier übergreifende Drückjagd auf Wildschweine im Bereich Mudau-Ost am 12. November.

Der nächste Jägerstammtisch findet am 21. Oktober ab 19.30 Uhr in Mörschenhardt in der ,,Wildenfels“ statt. In seinem Schlusswort forderte der Hegeringleiter zu mehr aktiver Mitarbeit auf, denn nur gemeinsam könnten die Aufgaben erfolgreich gelöst werden, die die Gesellschaft auch im Sinne des Erhalts eines artenreichen Wildbestandes in Wald und Flur an Jäger und die Jagd stellt.



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