Raubüberfalle und Einbrüche aufgeklärt

Staatsanwaltschaft Mosbach erwirkt Haftbefehle

Lauda-Königshofen/Bad Mergentheim/Mosbach. Umfangreiche, monatelange Ermittlungen führten die Tauberbischofsheimer Kriminalpolizei auf die Spur der mutmaßlichen Täter, die dringend verdächtig sind, am 28. Dezember letzten Jahres das Lotto-Toto Geschäft in der Josef-Schmitt-Straße in Lauda überfallen zu haben.

Vier Tatverdächtige wurden zwischenzeitlich festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Doch geht mutmaßlich nicht nur dieser Raubüberfall auf das Konto der Tatverdächtigen. Nach zahlreichen Vernehmungen und Ermittlungen besteht der Verdacht, dass alle bzw. einzelne Personen des Quartetts auch an den Raubüberfällen am Samstag, 11. Februar in Bad Mergentheim und an den Einbrüchen in die Stadthalle Lauda in der Nacht vor dem Lumpenball  und am Einbruch in die Realschule in der Nacht zum Aschermittwoch beteiligt waren.


Der Überfall auf das Lotto–Toto–Geschäft ging dabei nach den bisherigen Ermittlungsergebnissen wie Folgt vonstatten: Am 28. Dezember 2011 betraten drei maskierte Täter um 18 Uhr das Toto-/Lottogeschäft in Lauda. Einer der Täter begab sich hinter den Tresen und bedrohte die Inhaberin, indem er ihr die Waffe an den Kopf hielt und Bargeld forderte.

Nachdem die Frau ihm den Inhalt der Kasse und das Geld aus ihrem privaten Geldbeutel übergeben hatte, öffnet einer der Täter den Vitrinenschrank und entnahm daraus zwei Elektro-Zigaretten sowie drei Tabakspfeifen. Anschließend verließen sie das Geschäft und flüchten zu Fuß. Sie erbeuteten rund 3400 Euro. Die bei der Tat benutzten Waffen hatten die Drei nach den derzeitigen Erkenntnissen vom vierten Tatverdächtigen erhalten.

Eine der Waffen soll einer der Tatverdächtigen auch bei seinen Raubüberfällen am Samstag, 11. Februar in Bad Mergentheim benutzt haben. Er ist verdächtig gegen 19.30 Uhr die Spielhalle ‚Las Vegas’ im Mittleren Graben überfallen zu haben. Nach den derzeitigen Erkenntnissen soll er die Spielhallenaufsicht mit einem silberfarbenen Revolver bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert haben. Nachdem die Aufsicht in ein Hinterzimmer lief, flüchtete der Täter zu Fuß in Richtung Berufsschulzentrum.


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Gegen 23.30 Uhr soll er zudem versucht haben, die Gaststätte ‚Antalya Kebab’ in der Krummen Gasse zu überfallen. Auch hier ist er verdächtig, er einen Gast mit der silberfarbenen Waffe bedroht und Bargeld gefordert zu haben. Der Täter ergriff aber die Flucht, nachdem der Wirt und die Gäste auf ihn einstürmten. Während der Flucht über die Türkengasse in Richtung Kurpark feuerte der Täter einen Schuss in Richtung seiner Verfolger ab.

Zusammen mit zwei weiteren Tatverdächtigen waren die Vier nach den derzeitigen Ermittlungserkenntnissen dann in der Nacht vor dem Lumpenball beim Einbruch in die Festhalle in der Becksteiner Straße in Lauda beteiligt. Aufgrund des bevorstehenden „Lumpenballs“ war das Lager gut gefüllt und die Täter erbeuteten alkoholische Getränke im Wert von gut 3400 Euro. Zudem ließen sie einen tragbaren CD-Player, eine Fernbedienung und vier gelb-blaue Volleybälle mit der Aufschrift „MSG“ mitgehen. Die Getränke wurden teilweise verkonsumiert und teilweise verkauft.


In der Nacht zum Aschermittwoch, so der Tatvorwurf, brachen drei der Tatverdächtigen schließlich in die Realschule in Lauda ein. Die mutmaßlichen Täter bedienten sich im Rektorat und im Computerraum. An insgesamt 20 Rechnern öffneten sie nach den derzeitigen Erkenntnissen die Gehäuse und bauten Arbeitsspeicher und Grafikkarten aus. Zudem sollen sie einen Computer sowie zwei Beamer entwendet haben. Auch der Getränkeautomat sei, so der Vorwurf, aufgebrochen und das Münzgeld gestohlen worden.

Mit Beschlüssen der zuständigen Amtsgerichte wurden mehrere Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt, bei denen zahlreiche Beweismittel sichergestellt wurden. Aufgrund der nach Auffassung der Ermittlungsbehörden erdrückenden Beweislage waren die Täter teilweise geständig. Die Staatsanwaltschaft Mosbach erwirkte Haftbefehle gegen alle vier Tatverdächtigen durch die zuständigen Amtsgerichte. . Die Beschuldigten sitzen seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft.

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