Grüner Neujahrsempfang mit Prosit auf 2014

Kreisgruener NJE

Unser Bild zeigt von links:  MdB Franziska Brantner, Kreisrätinnen Simone Heitz, Christine Denz, Christine Böhm, MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel, Kreisrätin Dorothee Roos, Bürgermeister Michael Keilbach und Landrat Dr. Achim Brötel (Foto: pm)

Mosbach. (pm) Zum Neujahrsempfang von Bündnis 90/Grüne Neckar-Odenwald-Kreis konnte das Vorstandssprecher-Duo Christine Böhm und Hans-Detlef Ott viel politische Kompetenz und Prominenz im Kulturzentrum Fideljo in Mosbach begrüßen.

Im Rahmen eines kommunalpolitischen Seminars hatte der Kreisverband unmittelbar zuvor Themen und Strategien für die Kommunalwahlen erarbeitet. Nach dieser Anstrengung gönnte man sich mit dem Prosit auf das neue Jahr das verdiente Vergnügen.

Grußworte sprachen neben Kreisrätin Simone Heitz auch MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel, MdB Dr. Dorothee Schlegel und Landrat Dr. Achim Brötel. Gastrednerin war die Heidelberger Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner. In seiner Ansprache ging Landrat Dr. Brötel vor allem auf die wirtschaftliche Sanierung und Neuausrichtung der Kliniken ein. Selten habe es eine Frage gegeben, die Menschen mehr aufgewühlt und wütender gemacht habe. Zwar würden viele Krankenhäuser rote Zahlen schreiben, es seien aber auch interne Fehler gemacht worden, die der Aufklärung bedürfen, so der Landrat. An die Adresse von MdB Brantner gewandt wünschte er sich eine grundlegende Novellierung der Krankenhausfinanzen.




Die Grund- und Regelversorgung gelte es auch weiterhin in Trägerschaft des Kreises vorzuhalten, stimmte ihm Kreisrätin Heitz zu. Die Aufarbeitung des millionenschweren Defizits erfordere es aber, „die Hosen runterzulassen“, auch wenn dies weh tue. Schmerzlich sei auch die Situation im Bereich des ÖPNV. Hier mache sich das Milliarden-Projekt Stuttgart 21 als Geldfresser derart bemerkbar, dass Sprinter-Züge in der Fläche nicht finanzierbar seien. Hätte die CDU ehemals den Schulterschluss mit den Grünen in dieser Frage gesucht, so stünde es heute besser um den ÖPNV im ländlichen Raum, betonte Heitz.

MdL Schneidewind-Hartnagel wünschte sich für 2014 deutlich mehr paritätisch besetzte Wahllisten bei den anstehenden Kommunalwahlen, denn nirgendwo gebe es weniger politische Mandatsträgerinnen als in Baden-Württemberg. Mit der Gemeinschaftsschule reagiere die grün-rote Landesregierung auf teils drastisch sinkende Schülerzahlen. Künftig würden alle Schulabschlüsse wohnortnah angeboten, auch wenn nicht jede Schule an jedem Standort zu erhalten sei, so die Betreuungsabgeordnete aus Eberbach.

Zwar regiere man in Land und Bund in unterschiedlichen Koalitionen, entscheidend sei letztlich aber das Engagement für das Gemeinwohl, sinnierte MdB Dorothee Schlegel über den Zweck politischen Engagements. Öffentliche Aufgaben müssen wieder grundständiger und langfristig finanziert werden, die “Projekteritis” vergangener Tage sei zu kurzfristig gedacht. Die Politik habe zukunftsfähige Konzepte im Hinblick auf den allzu lange ignorierten demografischen Wandel zu entwickeln.

An die Zuhörer gewandt erinnerte MdB Brantner an den vor 100 Jahren losgetretenen ersten Weltkrieg und lobte die Selbstverständlichkeit, mit der in Europa nunmehr Konflikte friedlich gelöst werden. Angesichts künftig fehlender 1,5 Millionen Fachkräfte mahnte sie, den Ton in der Zuwanderungsdebatte nicht zu populistisch einzufärben, da dies den Ruf Deutschlands gefährde. Der Bund solle gezielt Großstädte wie Mannheim bei der Integration von Zuwanderern aktiv unterstützen. Mit der Forderung, dass 2014 der Durchbruch bei Energiewende und Netzausbau kommen müsse, was auch die gerechte Lastenverteilung zwischen Bürgern und der Industrie betreffe- als auch wegen der gefährdeten nationalen Klimaschutzziele, schloss MdB Brantner ihren Vortrag. Den Grünen vor Ort wünschte sie viel Energie im anstehenden Wahljahr 2014.

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