Levin Wisner (li.) und Noah Sauer (re.) feiern ihre Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften. (Foto: privat)
Am vergangenen Wochenende zeigten die Tänzerinnen und Tänzer bei den Deutschen Meisterschaften im CongressCentrum Pforzheim erneut ihr außergewöhnliches Können. Besonders der Nachwuchs überzeugte beim Medaillensammeln, obwohl die Herausforderungen in diesem Jahr hoch waren:
Erstmals fanden die Meisterschaften wieder gemeinsam mit qualifizierten Crews aus Österreich und der Schweiz statt. Dadurch stieg die Zahl der Gruppen deutlich an, sodass sich die DM über zwei Tage erstreckte. Am Samstag traten die Teams an, am Sonntag die Solo-Tänzer und die Duos. Insgesamt gingen 144 Gruppen, 357 Solos, 172 Duos und 32 TrioQuads an den Start.
Die Kleinen ganz groß
Im „Projekt99“ trainieren derzeit 62 tanzbegeisterte Kinder und Jugendliche. Das Konzept ist so aufgebaut, dass in einer Hallenhälfte die Choreografien der einzelnen Gruppen einstudiert werden, während in der anderen Groß und Klein gemeinsam Freestyle und Breakdance trainieren. So lernen die Jüngeren von den Fortgeschrittenen, und die Erfahrenen unterstützen bei Bedarf die Anfänger.
Bei den Deutschen Streetdance-Meisterschaften in Pforzheim zeigte der Buchener Hiphop-Nachwuchs eindrucksvoll, wie wirkungsvoll dieses Trainingsmodell ist.
Zunächst eine Einordnung: Bei den Meisterschaften der UDO, der United Dance Organisation, wird nicht nur nach Altersklassen unterschieden, sondern auch nach vier Leistungsstufen: Beginners, Novice, Intermediate und Advanced.
Am Samstag, dem Wettbewerbstag der Teams, traten zwei Buchener Formationen an. In der Altersklasse U16 Novice ging die Nachwuchsgruppe „ReaXion“ an den Start. In der Altersklasse Ü18 Advanced startete die Gruppe „X“, eine Kombination aus dem Rest von „Next Level“ und der „X-Ception“-Crew.
Gold für ReaXion, Silber für X

ReaXion ist Deutscher Meister 2026. Unser Bild zeigt (v.li.) Nele Fink, Hristina Dimitrova, Sofia Kaligin, Kevin Sauer (Choreograf), Luisa Pinneker, Romeo Krcmar, Michael Schwarz, Henri Füger und (kniend v.li.) Ana Obradovic sowie Florian Czerwinski (Foto: privat)
„ReaXion“ musste als erste der beiden Gruppen ihr Können unter Beweis stellen. Die ehrgeizigen neun Tänzerinnen und Tänzer verfolgten nicht nur das Ziel, den Sieg zu ertanzen, sondern wollten auf dem Weg dorthin zwölf Konkurrenten hinter sich lassen. Ihre Meisterschaftsshow begeisterte das Publikum im voll besetzten CongressCentrum ebenso wie Trainer und Choreograf Kevin Sauer sowie Manager Volker Schwender.
Besonders spannend wurde es bei der Verkündung der Jurywertung, denn jeweils nur die besten drei Crews wurden auf die Bühne gebeten. Der dritte Platz gehörte nicht zu „ReaXion“, auch der zweite Rang nicht. Dann folgte die Sensation. Der erste Platz für „ReaXion“. Damit holte sich die fleißige und ehrgeizige Nachwuchsgeneration, die im Vorjahr noch den vierten Rang belegt hatte, 2026 die Goldmedaille, den Pokal und den Titel Deutscher Meister.
Wenige Stunden später sorgte auch „X“ für Jubel. In der höchsten Alters- und Leistungsklasse reichte es für den Titel Deutscher Vizemeister 2026.

X gewann die Silbermedaille und ist Vizemeister 2026. Unser Bild zeigt (stehend v.li.) Jana Sverev, Liana Graf, Alisa Pass, Kevin Sauer (Choreograf/Tänzer), Gabriela Lindegrün, Leon Meixner sowie (kniend v.li.) Victoria Binfet, Elina Wisner, Selin Kaya und Michelle Walter. (Foto: pm)
Zwei weitere Vizemeistertitel im Solo-Bereich
Auch in den Solowettbewerben gab es große Erfolge für den Buchener Nachwuchs. Noah Sauer, sechs Jahre alt und Sohn des Choreografen, tanzte so eindrucksvoll, dass ihn die Jury ihm die Silbermedaille sowie den Titel Deutscher Vizemeister verlieh. Gleiches gelang dem achtjährigen Levin Wisner, der in der Altersklasse U10 Novice ebenfalls Silber gewann und Deutscher Vizemeister wurde.



