Evangelische Gemeinde Aglasterhausen mit Pioniergeist

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Unser Bild zeigt die Vertreter der Evangelischen Gemeinde Aglasterhausen, Timan Meckler, Simone Heitz und Jürgen Graßer. (Foto: privat)

Heidelberg. (pm) Der Grüne Gockel leitet Kirchengemeinden in Baden seit zehn Jahren zu kirchlichem Umweltmanagement an. „In den ersten drei Jahren nach 2004 stiegen bereits 40 Gemeinden ein und waren damit Vorreiter, auch dafür, dass die badische Landeskirche seit 2009 auf ein Klimaschutzkonzept bauen kann“, betont Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. In der Heidelberger Heiliggeistkirche feierte die badische Landeskirche am Freitag, 17. Oktober, ihre Pioniere.

Die evangelische Kirchengemeinde Aglasterhausen tat sich gleich als zweifache Pionierin hervor. Aglasterhausen war die erste badische Kirchengemeinde überhaupt, der das Zertifikat Grüner Gockel verliehen wurde und Simone Heitz wurde als Umweltauditorin der ersten Stunde geehrt.

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, Oberkirchenrat Stefan Werner und der geschäftsführende Vorstand der Evangelischen Pflege Schönau Ingo Strugalla überreichten den Vertretern der Kirchengemeinde Aglasterhausen Tilman Meckler, Jürgen Graßer und Simone Heitz Urkunden und Präsente und würdigten das über 10 Jahre andauernde Engagement.

Heute tragen nach Angaben des Umweltbeauftragten der Landeskirche, André Witthöft-Mühlmann, mehr als 120 Gemeinden das Siegel „Grüner Gockel“. Um diesen zu bekommen, muss eine Kirchengemeinde oder Einrichtung zunächst ihre Verbrauchsdaten erheben und ein Maßnahmenprogramm verabschieden, erläutert er. Dafür stellt die Landeskirche modernste Messgeräte und Bewertungsmethoden zur Verfügung. In der Regel dauert es 18 Monate, bis eine Gemeinde nach ihrem Beschluss für den Grünen Gockel zertifiziert werde und somit auch die Vorgaben des europäischen Öko-Audits EMAS erfüllt.

Aglasterhausen wurde erstmals 2008 validiert, 2008 und 2011 revalidiert, in 2015 steht die erneute Überprüfung an.

In seiner Ansprache an die 150 Festgäste zur Ehrung der Pioniere fragte der  Landesbischof, was der grüne Gockel in der Kirche soll und blieb die Antwort nicht schuldig: Der Hahn in der Bibel deckt den Verrat auf, den Verrat von Petrus an Jesus. Er mahnt in die Nachfolge. Das sei auch mit dem grünen Gockel so. Manchmal seien es zudem auch Außenstehende, wie die Frau, die Petrus fragte: „Bist du nicht auch einer von denen?“ die uns als Kirche, die uns mahnen „Farbe zu bekennen“. Der Hahn sei das Zeichen, dass Umkehr jederzeit möglich sei.

Der Landeskirchliche Umweltbeauftragte, Dr. Andre Witthöft-Mühlmann stellte bewusst das Engagement der Gockel gegen den Zusammenhang der Auswirkungen des Klimawandels, in das was sich alles ändern wird in Zeiten der großen Transformation.

Die Landeskirche will die Klimaschutzziele zumindest einhalten und möglichst viele von innerhalb und außerhalb der Kirche motivieren mitzumachen und das Seufzen aller Kreatur ernst zu nehmen.

 

 

 

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