Kreis-Grüne unterstützen Integration

Mosbach. (pm) Alle gesellschaftlichen Kräfte sind derzeit mit der Flüchtlingsunterbringung beschäftigt. Auch die Grünen im Neckar-Odenwald- Kreis haben in ihrer jüngsten Vorstandssitzung zu dieser Problematik diskutiert und greifen sie in einigen Veranstaltungen auf. Viele ihrer Mitglieder sind seit langem und intensiv in der Flüchtlingshilfe engagiert und organisiert. Aktuell sind Helferkreise wie etwa der seit 14 Monaten bestehende Mosbacher Arbeitskreis Asyl gefragte Ansprechpartner, wenn es darum geht, Hilfe ganz praktisch zu leisten.

Die Mosbacher „Mahnwache für Frauenrechte weltweit“ und der örtliche Asyl-Arbeitskreis unterstützen die Kreisgrünen bei einem Frühstücksgespräch mit Gerlinde Kretschmann im November: Bei dem Thema „Frauen auf und nach der Flucht“ steht der humanitäre Aspekt von Migration im Fokus.
Am kommenden Montag lädt Charlotte Schneidewind-Hartnagel, Betreuungsabgeordnete des Kreisverbands Neckar-Odenwald mit eigenem Wahlkreis in Sinsheim, zusammen mit ihrem Weinheimer Landtagskollegen Uli Sckerl haupt- und ehrenamtlich mit der Flüchtlingsunterbringung befasste Menschen in die Bedarfserstaufnahmeeinrichtung (BEA) in der ehemaligen Hardheimer Carl-Schurz-Kaserne und zu Gesprächen. „Wir Grünen aus dem Landkreis haben großes Interesse daran, dass die Betreuung der Menschen, die in der BEA Hilfe suchen, gelingt.

Damit unsere Abgeordneten im Land die richtigen Entscheidungen voranbringen können, müssen sie die Verhältnisse vor Ort, die Probleme und die Bedürfnisse kennen – auch die der Behörden, der Polizei sowie der vielen Ehrenamtlichen“, erklärt Vorstandssprecher Hans- Detlef Ott, warum er diesen Austausch unterstützt. Auch wenn Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 12. November den Neckar- Odenwald-Kreis besucht, wird ein Schwerpunkt seines Interesses auf dem Thema Flüchtlingsunterbringung liegen. Es könne keine Rede davon sein, dass die baden-württembergischen Städte sich bei der Zuweisung wegducken, weist der Kreisvorstand Vorwürfe aus dem CDU-Lager zurück. In Stuttgart werde die Belegzahl in bislang 81 Unterkünften bis Jahresende auf 6500 steigen, zeitlich befristet richte die Landeshauptstadt ab Dezember eine Landeserstaufnahmestelle ein.

Weitere Erstaufnahmeeinrichtungen kämen nach Mannheim, Sigmaringen (Winfried Kretschmanns Heimat), Freiburg (Grüner OB), Tübingen (Grüner OB), Villingen-Schwenningen, Wertheim und Schwäbisch-Hall. Grün verwaltete Städte seien also keinesfalls ausgenommen, wenn es darum gehe, Verantwortung zu übernehmen.
Auch andere Politikfelder werden indes weiter beackert, zum Beispiel wird es beim Besuch von Alexander Bonde, Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, in Adelsheim kommende Woche um die Waldwirtschaft gehen.
In der Frage „Biotonne für den Landkreis“ legen die Grünen KreisrätInnen an der vom Landkreis favorisierten restmüllfreien Abfallwirtschaft mit

Störstoffsammlung diesselbe Messlatte an, wie bei der nach Kreislaufwirtschaftsgesetz gebotenen Biotonne. „Fest steht, dass sie aus Gründen des Ressourcenschutzes, zum Beispiel zur Phosphatrückgewinnung, Vorteile hat“, erläuterte Kreisrätin und Landtagskandidatin Simone Heitz.
Das Thema Bildung beleuchten die Kreisgrünen ohnehin weiter. „Da gehen wir allerdings differenzierter zu Werke als etwa die Obrigheimer CDU. Der Vortrag eines Realschullehrers über „sexuelle Vielfalt“ verweigert sich der Realität vielfältiger Menschen und lehrt weiterhin Diskriminierung“, fand Vorstandsmitglied Boris Cotar. 

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